Weissdorn Wirkung

Wissenswertes zu Weißdorn

Der Name bezieht sich auf die strahlendweisen Blüten des Strauches, der zu den Rosengewächsen gehört. Den Weissdorn findet man in ganz Europa, allerdings ist nichts überliefert, das zeigt, das er in der Antike als Heilpflanze verwendet wurde. Den Germanen dienten sie lediglich als Grenzhecken, der deutsche Name Hagedorn oder auch Heckendorn leitet sich daher ab. Die Zweige des Weissdorns dienten als Schutz vor Hexen oder als Krankheitsabwehr. Bekannt ist allerdings kurioserweise, dass die Chinesen die Pflanze schon sehr lange für ihre heilkundlichen Behandlungen nutzten. Erst Ende des 18.Jahrhunderts wurde die Pflanze in Europa als Schutz vor Herzleiden eingesetzt. Der Strauch selbst ist eigentlich schon ein Baum, bis zu 4m hoch, besitzt extrem hartes Holz und Zweige mit Dornen. Blütezeit ist Mai und Juni. Manche Pflanzen erreichen ein geradezu biblisches Alter, nämlich bis zu 500Jahren. Weissdorn liebt es sonnig und licht.
Wissenschaftlich belegt ist die Anwendung des Weissdorn gegen schwindende Leistungsstärke des Herzens, überhaupt bei vielen herztypischen Leiden, zur Unterstützung der Herzkreislauf-Funktion. Außerdem sind Wirkungsstoffe Flavonoide undProcyanidine hervorragend für die Weitung von Blutgefäßen geeignet und damit zur besseren Durchblutung des Herzmuskels. Hauptwirkstoffe beim Weissdorn sind eben obengenannte Stoffe, sowie Triterpen und C-Glykoside. Eine Besonderheit beim Weißdorn ist die Langesamkeit des Wirkens im Gegensatz zu den synthetischen oder pflanzlichen Herzglykosiden. So setzt die Wirkung sehr viel langsamer ein, hält aber auch noch sehr lange nach dem Absetzen des Präparates an. Allgemein verwendet wird die Heilkraft des Weißdorns noch bei Atemnot, Schwindel und als Beruhigungstonikum.
Auch hier gibt es eine Vielzahl von Fertigpräparaten. Die Therapie mit Weißdorn sollte man allerdings mindestens sechs Wochen durchhalten.
Wie bei allen Heilkräutern ist bei Einnahme während Schwangerschaft und Stillzeit Vorsicht geboten. Und natürlich gibt es beim Selbstkurieren von Herzproblemen Grenzen, deshalb trotz allem immer einen Arzt aufsuchen. Alarmzeichen sind Flüssigkeitsansammlung in den Beinen und Atemnot und Schmerzen in der Herzregion, die bis in den Nacken ausstrahlen kann.