Wie reinige ich einen Schwimmteich?

Filtern und Reinigen von Schwimmteichen

Neben der normalen biologischen Reinigung bei Schwimmteichen, besteht immer die Möglichkeit auch technische Unterstützung einzusetzen, unabhängig von der jeweiligen Bauweise.
Das gebräuchlichste Hilfsmittel ist dabei wohl der allseits bekannte Skimmer, auch bei Swimmingpools und im normalen Schwimmbad wird dieses Teil eingesetzt. Nötig dazu ist allerdings auch eine Pumpe. Diese erzeugt den nötigen Sog, um Wasser über die Kante des jeweiligen Skimmers anzusaugen, Verunreinigungen werden weggefiltert. Dabei darf man nicht vergessen diese Rückstände(Blätter, Pollenstaub, usw)zu entfernen. Meist findet man die Verunreinigungen im eingebauten Gitterkorb. Beim Skimmer ist allgemein zu beachten, dass er gegen die Hauptwindrichtung eingebaut wird. Nur so wirkt sich seine volle Funktionsfähigkeit aus. Man unterscheidet grundsätzlich zwei Skimmerarten, denjenigen, der freischwimmt(rund, ca. 12-20cm
Durchmesser) und denjenigen, der recht aufwändig in die Beckenwand eingebaut werden muss. Die dazu nötige Pumpe muss auf jeden Fall auf den jeweiligen Typ abgestimmt sein. Am besten eignen sich wohl die Kreiselpumpen, die trocken in einem gesonderten Schacht aufgestellt werden. Sie sind relativ geräuscharm und haben einen Überhitzungsschutz. Tauchmotorpumpen sind als weniger leistungsfähig(nur 12-24Volt) eher nicht zu empfehlen, bei ihnen besteht vor allem die Gefahr der Überhitzung.
Eine weitere Reinigungsmöglichkeit kann man auch mit Filtern nutzen. Sie bestehen aus dem Filterkörper, der je nachdem mit Zeolith, Bimsstein, Lava oder Spezielkiesen gefüllt ist. Durch Ansaugrohre strömt das Wasser durch den Filter. Die oben genannten Materialien haben dabei die Fähigkeit Nährstoffe zu binden und damit auch das Algenwachstum und eine Überdüngung zu verhindern. Es gibt für die Filter auch noch Reinigungszusätze mit Mikroorganismen, die die Arbeit im Schwimmteich unterstützen.
Bekannt dürfte auch noch die Kohlendioxidanreicherung sein. Hier wird bodenluft mit dem höheren Kohlendioxidgehalt abgesaugt und in den Teich geblasen. Die Folge ist eine Senkung des PH-Wertes, außerdem wird das Wachstum von Unterwasserpflanzen angeregt. Ein großer Nachteil dabei ist aber, die erhöhte Kalklösung, die eine hohe Gesamthärte im Wasser des Schwimmteiches fördert.
Umstritten sind Zaubermittel wie das sogenannte Granderwasser oder der „Hyperbolische Schauberger-Trichter. Meiden muss unbedingt Ultraschall oder UV-Strahlen oder chemische Mittel. Diese greifen massiv in das Teichleben ein. Und ein Schwimmteich soll ja auch ein naturnahes Element im Garten sein.
bei allen technischen Reinigungsmittel sollte man bedenken, dass alle recht wartungsaufwendig und verstopfungsanfällig sind.
Eine einfache, sinnvolle, naturnahe und mittlerweile gut erprobte Reinigungsvariante für den Teich sind Pflanzen. Die sogenannte Pflanzenkläranlage ist eigentlich nur eine Art Sumpfbeet, durch das langsam Wasser strömt. Es funktioniert, in dem man nährstoffreiches und verschmutztes Wasser am oberen Ende eines Beckens einleitet und langsam durch das bepflanzte Wasserbeet sickern lässt und das geklärte Wasser wieder in den Teich leitet. Die Pflanzenkläranlage schafft eine Verbesserung der Wasserqualität eher langfristig.

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