Schlagbrunnen oder Rammbrunnen im Garten bauen
Wem das Wasser in seiner Regentonne im Sommer zum Gießen nicht ausreicht, der hat neben der Regenwasserzisterne auch noch die Möglichkeit sich einen Gartenbrunnen bohren zu lassen.
Das funktioniert nicht überall, kann aber eine Alternative zu einer Wasserzisterne sein.
Ist das Grundwasser tiefer als 8 Meter, so kann der Rammbrunnen nicht eingesetzt werden. Die Wassersäule reißt nach dem Gesetzt der Physik bei 8 Metern ab. In diesem Fall muss dann ein Brunnenschacht gebaut werden und die Brunnenpumpe muss von unten nach oben das Wasser herauspumpen. Hier sind Förderhöhen von bis zu 40 Meter möglich.
Es ist also ein großer Unterschied ob die Pumpe das Wasser ansaugt (Ansaugpumpe bis max. 8 m) , wie beim Rammbrunnen oder ob die Pumpe das Wasser nach oben pumpt.
Methoden des Brunnenbau für den Garten
Man kann auch selbst einen Brunnen bohren. Dazu bieten einige Hersteller komplette Bohrsets mit den entsprechenden Rohrleitungen an. Wenn man selbst per Hand einen Brunnen bohren will, bedarf diese jedoch einiges an Kraftanstrengungen. Einfacher ist es da, sich einen motorbetriebenen Bohrer zu mieten oder gleich sich den Brunnen komplett von einer Gartenbaufirma bohren zu lassen.
Der Bau eines Brunnen im Garten mit der Rammbrunnenmethode sollte nur in Gärten mit sandigen oder lockerem Erdreich erfolgen. Bei Grundstücken, die Gestein oder Felsen beinhalten ist der Rammbrunnen nicht einsetzbar. Hier muss eine richtige Bohrung mit starkem Bohrgerät erfolgen.
Denn gerade die Herstellung eines Rammbrunnens ist nicht ganz einfach, da man bis in etwa 6 Metern Tiefe bohren muss um dann an die Grundwasser führenden Schichten zu gelangen.
Nach der erfolgreichen Bohrung, die etwa 2 Meter in die wasserführende Erdschicht hineinreichen muss, wird die Bohrung mit einer Steigleitung versehen.
Das gewonnene Wasser muss vor der Nutzung auf seine Qualität hin untersucht werden.
Das Wasser kann dann später entweder mit einer Elektropumpe oder mit einer Schwengelpumpe nach oben transportiert werden.
Das gilt es beim Brunnenbohren im Garten zu beachten
Die Brunnenbohrungen sind in den meisten Regionen nicht genehmigungspflichtig, wenn das Wasser zum gießen benutzt wird und dem Grundwasser so wieder zugeführt wird.
Wohl aber muss der Brunnenbau der unteren Wasserbehörde gemeldet oder angezeigt werden. Diese können u.U. auch Auskunft über die Grundwasser führenden Erdschichten geben und ob eine Brunnenbohrung überhaupt von Erfolg gekrönt sein kann.
Beim Bohren eines Brunnen gibt es auch einige Gefahren. Hier können insbesondere Gasleitungen oder Stromleitungen versehentlich angebohrt werden. Je nach Grundstückslage kann es aber auch sein, dass das Grundwasser durch Sonderablagerungen nicht geeignet sein kann. So stoßen Mülldeponien oder auch Altlasten von Nachbargrundstücken unterschiedliche Schadstoffe aus, die mit dem Grundwasser versickern. Bohrt man eine solche Wasserschicht dann an, merkt man erst bei der Wasserprobe, dass das Wasser nicht geeignet ist.
Die Kosten für einen Gartenbrunnen
Die Kosten für den Bau eines Gartenbrunnen sind sehr unterschiedlich. Je nachdem ob man die Bohrung selbst vornimmt oder von einer Fachfirma durchführen lässt. Die bereits erwähnten Brunnenbohrsets für einen Rammbrunnen kosten in der Regel ab etwa 200 Euro und beinhalten das Material für den Handbohrer und die Steigleitung. Die Preise für die Bohrung des Gartenbrunnens durch eine Fachfirma können stark variieren, je nach Erdschicht und Lage des Gartens, man sollte hier aber ab etwa 1000 – 2000 Euro einkalkulieren. Lassen Sie sich vor Beginn der Bohrungen ein Angebot erstellen, dann sind Sie auf der sicheren Seite in Punkto Preis.

