Tobinambur-Ernte

Im Frühjahr wollte ich, inspiriert durch einige Artikel ( das wilde gartenblog und neulichimgarten), die Tobinambur einmal selbst anbauen. Diese violetten Knollen schmecken nach einer Mischung aus Kartoffeln und Spargel. Man kann sie wie Kartoffeln  zubereiten. Der Vorteil der Tobinambur liegt darin, dass sie so gut wie keine Pflege im Anbau bedarf. Kein Unkraut hacken, kein anhäufen etc. wie man das sonst bei Kartoffeln machen muss.

Tobinamburkonollen bei der Ernte
Die violetten Knollen wachsen direkt unter der Erdoberfläche

Wo kann ich Knollen kaufen?

Zuerst musste ich mir kleine Knollen der Tobinambur besorgen. Ich wußte auch nicht, dass man einfach welche im Geschäft kauft und einpflanzt. Ich dachte man muss eine geeignete Sorte kaufen. Nein, man kann jede Sorte verwenden. Also bin ich auf die Suche gegangen nach den Knollen. Leider gibt es sie nicht an jeder Ecke. Meist kann na sie noch im Biolanden kaufen. Ich habe meine auf dem Viktualienmarkt in München gekauft.

Wie pflanzt man Tobinambur an?

Nachdem ich viele Beiträge in Blogs gelesen hatte, fragte ich einige Gärtner nach ihren erfahrungen. Alle sagten mir da man die Knollen einfach nur im Frühjahr in die Erde stecken muss. Fertig. So habe ich das dann gemacht. Im März, zwischen zwei Schneeperioden, habe ich die Knollen etwa 5-10 cm tief in die lockere Erde im Garten eingepflanzt. Das Pflanzloch habe ich mit einem Stöckchen markiert um die Pflanzen später besser erkennen zu können. Das war auch sehr praktisch. So kann an die Jungpflanzen gegenüber dem Unkraut gut unterscheiden. Weil das Ganze ein Test war, habe ich im Garten drei Knollen „versteckt“ und im Freiland am Bach weitere einfach so lose eingegraben.

Pflanzen der Tobinambur
Einsam steht die Pflanze noch im herbstlichen Garten

Wie lange benötigen die Tobinamur bis zur Ernte?

Das habe ich mich auch den ganzen Somer über gefragt. Die Tobinambur wuchsen recht schön und sahen aus wie eine kräftige Sonnenblume. Blüten haben mene Exemplare aber keine bekommen. Anfang November wurde ich dann neugierig wie die Ernte wohl ausfallen würde…. Die Ernte war erstaunlich gut! Aus den drei kleinen Knollen im Garten sind fast 1 kg Tobinambur gewachsen. Die Knollen haben ein gutes halbes Jahr gebraucht.

Knollen der Tobinamburpfanze
Meine Ausbeute von 3 Pflanzen – fast 1 kg, bis zu faustdicke Knollen

Was hab ich daraus gelernt?

Ich werde die Tobinambur nur im Garten pflanzen. Im Freiland habe ich keine Pflanzen entdecken können. Ich pflanze mehr Knollen und werde sie einfach einzäunen um die Staudenpflanzen besser vor Wind zu schützen.

Und ganz wichtig. Der einzige Nachteil der violetten Knollen ist die geringe Lagerfähigkeit. Man muss sie praktisch so ernten, wie man sie zubereiten möchte. Man kann die „Tobis“ maximal 2 Wochen, in ein Küchentuch gewickelt, im Kühlschrank aufbewahren.

Man läßt die Pflanzen einfach im Winter im Garten stehen und kann sie an frostfreien Tagen Portionsweise ernten. Übrigens, in München kostet das Kilo zwischen 7,50 und 9,00 Euro.