Bisamfallen

Was kann ich gegen Bisamratten tun?



Wohnen Sie am See oder am Flussufer, sehr idyllisch, aber wahrscheinlich kennen Sie dann auch den Bisam, oder Bisamratte, wie man so sagt. Das Tier ist zugewandert und zwar vor etwa 100Jahren. Tatsächlich war der Grund, die heimische Tierwelt zu bereichern, man glaubt es kaum. Aus dem hohen Norden, aus Alaska, kam der Bisam nach Europa, und zwar ganz genau drei Weibchen und zwei Männchen. Zuerst wurden sie inTschechien angesiedelt, verbreiteten sich aber ziemlich rasch Richtung Bayern und von dort immer weiter, so dass man nun von einem flächendeckenden Vorkommen sprechen kann.

Der Bisam gehört zu den Nagetieren und zu der Unterart der Wühlmäuse, was nichts Gutes ahnen lässt. Das Tier wird etw 35cm lang und wirkt gedrungen, sein nackter, seitlich abgeflachter Schwanz ist über 20cm lang. Das Fell ist wertvoll, da es sehr dicht ist und die Färbung reicht von fast Schwarz zu einem Creme. Der Bisam ist eher menschenscheu und nachtaktiv. Ist er ungestört, wird er sich auch tagsüber auf den Weg machen. Ist kein Wasser in der Nähe, wird man auch keinen Bisam finden. Er ist ein Pflanzenfresser und tatsächlich in der Lage, ganze Uferböschungen leer zu fressen, sehr zum Schaden von einheimischen Wasservogelarten. Außerdem lieben sie Süßwassermuscheln, deren Bestände bekannntermassen sowieso schon bedroht sind.

Vorsicht bei Gärten in Wassernähe

Eine große Gefahr geht von dem Tier als Krankheitsüberträger aus. Da sie Reviere durch Kotplätze markieren, ist bei Gärten nahe am Wasser Vorsicht geboten. Oft markieren sie Stege an Teichen. Zu den am meisten übertragenen Krankheiten gehören der gefürchtete Fuchsbandwurm.

Bisamfallen sind meist der einize Schutz

Da der Bisam ein starker Graber ist, kann er ganze Uferbereiche instabil machen.Bei nahe am Ufer liegenden Gärten kann es gut passieren, dass man sich mit einem Fuss in der Wohnung des Bisams wiederfindet. Bisame werden heute meistens mit Fallen gefangen, was man auch ganz offiziell ohne Genehmigung darf.

 

 

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