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Wie locke ich nützliche Tiere ins Insektenhotel?

So schaffen Sie natürliche Lebensräume im Garten

Um die Nützlinge anzulocken und im Garten zu halten, sollte man eine abwechslungsreiche Bepflanzung bevorzugen.Welche Tierarten in den Garten kommen, hängt entscheidend vom Nahrungsangebot ab.

Wie sieht ein Insektenhotel aus?
Insektenhotel

Meist genügt schon eine unterschiedliche Blühzeit, um fast das ganze Jahr über Nahrung zu bieten. Dabei sollte man beachten, dass ausreichend zu “Essen” für alle Entwicklungsphasen angeboten werden, es geschützte Fortpflanzungsplätze und Überwinterungsstellen gibt und natürlich auch Plätze, wo sich die Nützlinge verstecken können. Futterquellen sind nicht für alle Gartenliebhaber eine Quelle der reinen Freude. Man muss auf jeden Fall auch wilde Kräuter im Garten dulden, manche Stellen einfach ein bißchen wuchern lassen oder eine ganz normale Blumenwiese anlegen. Hecken und Bäume gehören dabei auch noch dazu. Ein extrem “sauberer und gepflegter” Garten mit exact und kurzgeschnittenen Rasen und keinem “Unkraut” wird mit Sicherheit immer chemische Schädlingsbekämpfung benötigen.
Wenn das alles nicht ausreicht, kann man auch ein bißchen nachhelfen und Brut oder Überwinterungsplätze recht einfach schaffen.
Wildbienen und andere Nützlinge brüten oft in Hohlräumen wie Planzenstängel oder ähnliches. Solche Nistplätze kann man ganz gut auch selbst herstellen.  Man nennt Sie auch Insektenhotel. Trockenes Buchenholz z.Bsp ist gut für solche Zwecke geeignet, Nadelholz nicht(wg. Harz). Man bohrt einfach Löcher in unterschiedlichen Größen bis etwa 10mm in das unbehandelte Holz, die Bohrungen sollten mindestens 10cm tief sein. Diese Hölzer deponiert man dann an einem sonnigen, vor Nässe geschützten Platz. Nach kurzer Zeit wird diese Vorrichtung schon von den Mieter bezogen sein. Ein kleiner Nachteil ist bei Holz, wenn es dauerhaft feucht wird(bei einem sehr regenreichen Jahr), dass sich Schimmel ansetzt und es damit unbrauchbar wird. Eine Alternative sind dann sogenannte Niststeine. Man besorgt sich feuchten Ton und durchsticht einen Tonblock in ganzer Länge mit einer Reihe von Stäbchen in verschiedenen Durchmessern. Zwischen den einzelnen Löchern sollte genügend Abstand eingehalten werden. Die Löcher grundsätzlich etwas größer wählen(etwa 10%), da Ton beim Trocknen schrumpft. Ist man fertig mit den Bohrungen, muss nur noch die Rückwand verschmiert und alle Gänge geschlossen werden.
Häuser für Ohrwürmer kann man ebenfalls sehr einfach herstellen. Einen nicht zu großen Tontopf kaufen, und daran eine Schnur oder Draht befestigen. Das funktioniert so, wie man ausgeblasene Ostereier befestigt, Schnur oder Draht um ein Stöckchen schlingen, durch das Abzugsloch ziehen. Hängt man den Topf auf, stellt sich das Hölzchen quer. Dann wird in den Topf noch Stroh, Heu oder Holzwolle gefüllt und befestigt. Falls sich Vögel am Inhalt bedienen, um ihren Nestbau voranzutreiben, einfach den Topf mit relativ engmaschigen Maschendraht zumachen. Das ganze Arrangement spätestens ab Mitte Mai aufhängen und sicherheitshalber im Spätsommer abhängen, denn dann haben auch die Ohrwürmer Hunger nach Obst. Übrigens, den Topf kann man auch bunt bemalen.
Für Marienkäfer eignet sich am besten ein dichter Reisighaufen, in dessen Inneren man alte Baumrinde versteckt. Dabei sollte man darauf achten das der Haufen im Durchmesser nicht kleiner als einen halben Meter misst.
Und natürlich sollte man noch Nistkästen für die verschiedenen Vögel aufstellen oder –hängen.