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Teichbau ohne Folie

Teichbau mit Ton und Lehm

Teichbau mit Ton ist wahrscheinlich nicht sehr bekannt, allerdings gibt es ihn. Tonbauelemente eignen sich allerdings nur für mittlere und große Teiche. Vorher sollte man sich allerdings kurz über Ton informieren. So sind zum Beispiel die Transportkosten wegen des Gewichtes recht hoch. Mit Ton bezeichnet man ein Sedimentgestein aus Tonmineralien, das im feuchten Zustand sehr plastisch formbar ist. Jeder kennt dabei den so typischen Geruch des feuchten Tons, verursacht durch ein ätherisches Öl. Vor allem bei sehr fetten Tonen mit hohem Humingehalt nimmt man ihn war. Geruch und Qualität des Tons stehen in engen Zusammenhang. Tonbauelemente für den Teichbau bestehen aus naturreinem, aufbereiteten Ton aus Abbaugebieten in Deutschland, so in Süddeutschland, der Gegen von Hannover oder östliche Nachbarn. Für den Teichbau eignen sich dabei nicht alle Tonelemente, besonders feinstrukturiert, fett und schwer sollte das Material sein.

Dieser Ton ist frostbeständig und jederzeit reversibel im Trocken-Nass-Zustand. Nass ist dieser Ton schwarz, getrocknet eher dunkel- bis hellgrau, gebrannt hellorange. Über einen Produktionsweg wird das Material am Schluss in ein entsprechendes Formteil gepresst.

Vorteile des Teichbau mit Ton

Der größte Vorteil dieser Formbauteile aus Ton ist jegliches Fehlen von Zusätzen und Zuschlägen, sowie keine Gift- oder Schadstoffe. Außerdem gibt es bei einem Rückbau gegenüber Teichfolien oder Beton keine Entsorgung, außerdem unterliegt die Abdichtung durch Ton keiner Alterung. Auch jahreszeitliche Witterungswechsel haben, bei richtigem Einbau, keinen Einfluss. Da das Material extrem flexibel ist, sind der naturnahen und plastischen Gestaltung keinerlei Grenzen gesetzt. Sind bestimmte Voraussetzungen gegeben, dann kann man eine solche natürliche Bauweise in jedem Gelände anwenden. Bei Dichtigkeit und Wasserundurchlässigkeit erreicht das Material hervorragende Werte, entsprechen etwa 20cm Stahlbeton. Die Tondichtung ist auch begehbar, vorausgesetzt man hat das Material fachgerecht eingesetzt. Verstärkt man den Aufbau, die Tragschicht, dann wird die Teichabdichtung hochbelastbar und kann sogar als Badeteich oder Regenrückhaltebecken genutzt werden. Gibt es Schäden, lassen die sich mit entsprechenden Tonstücken beheben, dabei muss man aber die Stelle sorgsam verstampfen. Das Teichwasser bleibt bei einem solchen Teich eigentlich immer sehr klar, vorausgesetzt man verzichtet auf nährstoffreiche Substrate im Teichbett. Außerdem heizen sich solche Teiche im Sommer weniger auf, die Konsequenz daraus ist mehr Sauerstoff und bessere Wasserqualität. Da die Uferböschungen meist sehr flach und naturnah sind, gedeihen Wasserpflanzen hier recht üppig. Allerdings gibt es Pflanzen, bei denen man vorsichtig sein muss, und eventuell rechtzeitig eingreifen muss. So sind z.Bsp. rhizombildende Bambusarten ohne Sperren in Teichnähe zu meiden. Neben diesen Vorteilen gibt es natürlich auch Nachteile, so der teure Transport oder der große Arbeitsaufwand.

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