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Spalierobst planen und pflanzen

Grundvoraussetzung für Spalierobst

Trägt man sich mit dem Gedanken Spalierobst anzupflanzen, so ist natürlich die erste Frage, die nach der geeigneten Unterstützungsvorrichtung, kurz gesagt, wohin mit dem Spalierbaum. Solche Stützen haben zuerst die Aufgabe, den Baum zu sichern und ihm einen festen Stand zu geben und dann soll das Bäumchen natürlich richtig geformt und gestaltet werden. Bei der Auswahl des Materials sollte man sich auf jeden Fall der Umgebung einigermaßen anpassen. Nicht zu vergessen, fallen die Blätter sieht man auch das Spalier. Materialien können Stahl, Beton oder Holz sein, man muss bei der  Auswahl auch die Stärke des Baumes oder des zukünftigen Baumes beachten, sowie die Witterungseinflüsse bedenken. Verwendet man desöfteren Pflanzenschutzmittel, so ist es vielleicht ganz gut, dies auch in die Materialplanungen einzubeziehen. Optimal ist es natürlich, wenn das Spalier genauso lange hält wie der Baum.
Grundsätzlich unterscheidet man drei Arten der Unterstützung, nämlich das sogenannte Freie Spalier, das Wandspalier und die Pergola. Am bekanntesten dürfte dabei das Wandspalier. Bei Baum ist darauf zu achten, dass ein kleiner Abstand zwischen Haus und Spalier bleibt. Niemals die einzelnen Spalierteile direkt an der Hauswand befestigen. Vor allem für die Gewährleistung der Durchlüftung ist dies ein wichtiger Aspekt.

Das Spalier langfristig und gut haltbar planen

Das gesamte Spalier besteht normalerweise aus einem unteren und oberen Querträger, die an Stahlhaken in der Wand gehängt werden. Daran kann man dann im Abstand von etwa 30-35cm senkrechte Latten oder ähnliches befestigen.  Die Latten sollen nicht zu dünn oder zu dick sein, ideal sind ungefähr 25cm x 30cm.  Je nach persönlicher Vorlieben und Funktion, kann man auch einfach senkrechte oder waagrechte Drähte ziehen und spannen. Dopppelt verzinkter Eisendraht korrodiert, deshalb vielleicht eher plastikummantelten Draht nehmen. En weiteres bekanntes Stützkorsett für Spalierobst ist die Pergola oder Dachlaube. Dabei gibt es vielerlei Gestaltungsmöglichkeiten. So kann man Sitzplätze schaffen oder Laubengängen schaffen. Die Pergola ist mit Sicherheit das dekorativste Spalier. Hauptmaterial sind dabei fast immer Holz oder Eisen, für die bedachte Pergola zusätzlich Holzlatten und Drähte. Da auf einem Dachspalier hoher Druck lasten kann, sollte die dazugehörige Pergola stabil und sicher gebaut sein. Vor allem die waagrechten Latten müssen stärker sein als die vergleichbaren  beim Wandspalier.

Um Schäden an dem verwendeten Holz zu verwenden, müssen Holzpfosten so angebracht werden(an einbetonierte Eisen geschraubt), dass zwischen Betonsockel und dem Fuss des Pfostens ein kleiner freier Raum verbleibt. Für kleine und schwachwüchsige Pflanzen eignen sich auch freie Spaliere gut, siehe beim Weinbau. Im eigenen Garten werden sie auch oft genutzt, um die einzelnen Gartenbereiche abzutrennen. Meist bestehen diese Spaliere aus stabilen in den Boden eingesetzten Holz-,Beton-, oder Stahlpfosten. Je nach Länge der Spalierreihen müssen etwa alle fünf Meter Pfosten gesetzt werden, dazwischen werden Spalierdräht straff gezogen. Der unterste Draht verläuft dabei in Stammhöhe. Danach folgen im Abstand von ca. 30cm die weiteren Drähte(für die Sommertriebe). Wenn man sich die Arbeiten mit dem Anbinden an die Dräht sparen will, dann kann man Doppeldräht spannen und die Triebe einfach in die Zwischenräume leiten. Beim Anlegen des Spalier muss man auch noch darauf achten, dass sich die Pflanzen nicht gegenseitig beschatten, also für ausreichen Abstand sorgen. Höher als zwei Meter sollte ein solch Freies Spalier nicht sein, damit man auch noch bequem eventuelle Pflegearbeiten ausführen kann.

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