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Mit der Sense mähen

So mähen Sie mit der Handsense richtig

Die Sense erfreut sich seit einigen Jahren wieder größerer Beliebtheit, Gründe dafür gibt’s genug. Mit der wachsenden Beliebtheit von Blumenwiesen allein kann man das allerdings nicht begründen, ökologische Gesinnung, Lärmschutz oder tatsächlich Fitnesstraining, tun noch ein übriges.
Eine Handsense besteht aus dem sogenannten Sensenbaum, dem Sensenblatt, dem Sensenring und dem Sensenschlüssel. Alle diese Teile spielen eine große Rolle für die richtige und leichte Handhabung dieses Werkzeuges.
Der Sensenbaum sollte ungefähr der Körpergröße des Mähers entsprechen und die an ihm angebrachten Griffe(zwei) sollten richtig für den einen Benutzer eingestellt sein, dabei ist der Griff für die linke Hand oben am Sensenbaum, der für die rechte Hand etwa in der Mitte. Unterschieden wird auch im Material und Form für den Sensenbaum, so gibt es Metall oder Holzsensenbäume und gerade und geschwungene. Bei der Größe sollte darauf geachtet werden, dass man aufrecht stehend mähen kann, alles andere kann auf die Dauer recht quälend werden, meist rechnet man von der jeweiligen Körpergröße etwa 25cm weg. Man kann die Größe prüfen, indem man sich mit der Sense bequem aufrecht hinstellt, die Beine leicht gespreizt und den rechten Arm ausgestreckt, den linken angewinkelt. Dann sollte das Sensenblatt etwa zwei Zentimeter über dem Boden schweben.

So hält man die Gartensense beim Mähen

Obwohl es auch Sensen mit einem Griff gibt, sind die mit den zwei Griffen am gebräuchlichsten. Probiert man beim Kauf die Sense aus, sollten diese Griffe(möglichst unlackiert) einfach gut in der Hand liegen, so verhindert man Blasen. Vor allem der Rechte-Hand-Griff muss passen, denn hier wird die Kraft übertragen. Für die Griffestellung ist wichtig, welchen Mähschwung man anwenden will, nämlich ziehen oder schiebend, wobei eigentlich der ziehende Mähschwung vorzuziehen ist, hierfür soll der Mittegriff nach links zur Sensenspitze zeigen. Der zweite Griff dient der Sensenführung. „Profis“ lassen den Griff gerne weg und fassen am Sensenbaum direkt an. Um Muskelkater zu vermeiden, ist die Abstandseinstellung der Griffe zueinander wichtig, ein Tip, der Abstand sollte in etwa so groß sein wie von der Achselhöhle zum Mittelfinger.

Die Qualität des Sensenblatt beachten

Das Sensenblatt gibt es in unterschiedlichen Längen(30-140cm) und Breiten(50-80mm), Stahlqualitäten, Rückenkrümmung und Schneiden zu kaufen. Das Wesentliche ist hier die Qualität des Stahls, sogenannte halbgeschmiedete Sensenblätter, so bezeichnet man gewalzte Stahlblätter, sind für häufigen Gebrauch nicht zu empfehlen, sie lassen sich schlechter dengeln(schärfen der Sense). Geschmiedete Sensen dagegen sind meist schärfer, dünner und besser verarbeitet, aber auch teuerer als die halbgeschmiedeten. Der Rücken des Blattes ist zur Stabilisierung verstärkt und außerdem gewölbt. Die Schneide des Blattes besteht aus den Riefen und dem Dangl, ersteres ist die Schneide. Der Dangl ist ein Teil dieses Riefens, nämlich der, der beim Anfassen nachgibt. Der Blattbogen ist der Zirkel. Merkmal eines guten Sensenblattes ist wie bei jedem Schneidewerkzeug, die langanhaltende Schärfe und die leichte Schärfbarkeit. Leider gibt’s keine Möglichkeit, dies vor dem Gebrauch zu testen, nachdem ersten Dengeln weiß man allerdings Bescheid, so oder so! Ein paar optische Merkmale gibt es natürlich schon, so soll das Sensenblatt ohne Unebenheiten oder Hubbel sein, die Schneide sollte über das ganze Blatt weg nicht dicker als 0,5mm sein und bei etwa 65cm nicht mehr als 500g wiegen, der Blattrücken sollte sich zur Schneide keilförmig verjüngen.

Sensen gibt es für verschiedene Einsätze

Wie bei jedem oft gebrauchten Werkzeug gilt auch hier, nicht geizig sein, auch der Sicherheit zuliebe. Es gibt Sensenblätter für Gras, Heide, Busch und Forsten.
Wichtiges Detail einer Sense ist der sogenannte Sensenring, er hält das Sensenblatt am Baum fest, ist also unerläßlich. Es gibt sie in verschiedenen Größen und Materialien.
Eine Alternative zur Handsense ist ein Rasenmäher-Traktor oder ein Rasenroboter.