Gräser im Schatten
Sucht man nach Pflanzen für die Begrünung von Schattenflecken im Garten, so kommt man eigentlich um die vielfältigen Gräserarten kaum herum. Sie wachsen recht schnell und sind die meiste Zeit des Jahres grün. Außerdem blühen sie meistens sehr schön und wirken in ihrer Gestalt immer sehr elegant. Natürlich kann man die Gräser, die dringend Sonne benötigen, nicht in den Schatten setzen, aber es gibt noch genügend andere Arten, die man nutzen kann. So z.Bsp. das Pfeifengras, das Zittergras oder die Waldschmiele. Schneemarbeln wachsen auch direkt unter Bäumen.
Man sollte aber unbedingt beachten, dass manche Arten zu einem geradezu ausufernden und ungehemmten Wachstum neigen, das man nur sehr schwer wieder eindämmen kann.
Was den Rückschnitt betrifft, sollte man den auf jeden Fall schon im Frühjahr machen, damit sie frisch ins neue Jahr starten können und auch im Winter ansehnlich bleiben.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Wuchsformen, der horstbildende Wuchs und der Wuchs, der Ausläufer treibt. Dies sollte man bei der Pflanzung beachten.
Verbreitetste Sorten bei uns sind die Seggen, Schmielen und Marbeln.
Die Seggen sind eine sehr artenreiche Familie, eine der bekanntesten sind die Morgensternseggen, die man gleich an ihren Blütenständen erkennen kann. Sie mag sumpfige Wasserstandorte und auch den Halbschatten. Eine beeindruckende Erscheinung sind Pendelseggen, sie erreichen eine Höhe von über einen Meter. Bevorzugter Standort ist ein leicht sumpfiger, kalkarmer Boden, möglichst alleinstehen. Beliebter Nachbar ist die Funkie. Die Schattensegge wächst am liebsten unter Gehölzen und Schattenstauden.
Bei Den Marbeln und Schmielen gibt es ebenfalls einige sehr attraktive Vertreter.
So erreicht die Waldschmiele eine Höhe von ca. 50-60cm. Der Vorteil der Pflanze ist die Tatsache, dass sie nicht wuchert. Deshalb eignet sie sich hervorragend zur Bepflanzung bei Gehölzen, ist wintergrün, außerdem sind ihre fontänengestaltigen Blüten immer eine Zierde.
Bei den Sumpfgräser empfiehlt es sich auf jeden Fall, ein bißchen im Schattenbereich zu experimentieren.
