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Wann den Garten umgraben?

Tipps für die Gartenerde und das Umgraben

Da das A und O guter Ernten der Boden ist, sollte man beim Winterschutz auch den Boden selbst nicht vergessen. Lange wurde automatisch im Herbst der Boden im Garten umgegraben. Das hatte sicher manchmal seinen Sinn, aber fast nur bei sehr schweren Böden. Eindringender Frost verursacht dort nämlich die sogenannte Frostgare. Sie macht den schweren Boden dann feiner, durchlässiger und krümeliger. Umgraben kann allerdings dem Boden auch sehr schaden. So werden jedes Jahr aufs Neue die Bodenschichten durcheinander gebracht, das ist schlecht für Bodenbewohner, die immer wieder in andere Bodenschichten befördert werden. Außerdem beeinflusst  und begünstigt das Umgraben das Unkrautwachstum, weil die oft lange überdauernden Samen wieder an die Oberfläche kommen und dort keimen. Außerdem ist der Boden den Winter über völlig ungeschützt. Und natürlich lieben Schnecken das Umgraben. Durch das Auflockern ist es für die Schnecken leichter ihre Eier in die groben Schollen zu legen.

Gründüngung hilft

Eine gute Möglichkeit ist das Bepflanzen von schon abgeernteten Früchten im Sommer durch die Gründüngungspflanzen. Dies sind etwa Wicken, Lupinen oder auch Ringelblumen. Nach der Keimung bedecken und schützen sie den Boden, außerdem lockern die Wurzeln auch noch den Boden. Dann gibt es noch die sogenannten Überwinterungssaaten wie z.Bsp. Winterroggen. Im Oktober ausgesät, gehen sie noch auf und schützen den Boden. Eine besonders geeignete Pflanze ist auch die Phacelia, auch gut für die Bienen, die sie lieben. Im Winter friert das Kraut ab und bedeckt bis ins Frühjahr den Boden und eventuell auch die neue Aussaat. Allerdings ist es mühsam, diese ganzen pflanzlichen Massnahmen im Frühjahr wieder auszuhacken. Auch das Mulchen ist eine Option. Der Boden kann dadurch vor starken Temperaturschwankungen oder dem Eindringen von Frost geschützt werden. Laub als Mulch eignet sich besonders für Staudenbeete, Bäume und Sträucher, Rindenmulche für die Wege, Sträucher und ebenfalls Bäume. Flusskies eignet sich für den trocknen Ziergarten, Stroh für Beerensträucher.