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Das Vogelhaus/Futterhaus wo aufstellen?

Winterfütterung  am Vogelhaus für Gartenvögel

Heimische Vogelarten bleiben oft auch den Winter über hier und sind an die kalte Jahreszeit recht gut angepasst. Deshalb verlangt auch mancher Naturschutz ein striktes Nein zu Winterfütterung im Vogelhaus. Das Argument dabei ist, das kaum ein gesunder Vogel beim Ausbleiben von Futter oder Meisenknödel verhungert, allerdings setzt dies voraus, dass der natürliche Lebensraum erhalten worden ist. Das kann bedeuten, dass Beerenfrücht aus einheimischen Sträuchern wie Hartriegel, Hagebutte, Schlehe, Weißdorn oder Holunder gepflanzt und vor allem erst am Ende des Winters beschnitten werden.

Vogelhaus immer sauber halten

Doch auch dem Naturschützer bietet sich bei der Winterfütterung von Vögeln immer ein einmaliges Naturerlebnis, das manchmal auch neue Erkenntnisse bringen kann. Außerdem ist für viele Menschen das Beobachten des munteren Treibens am Futterplatz Ruhe und Erholung. Will man also Vögel im Winter füttern, sollte man auf jeden Fall ein paar Regeln beachten. Zuallererst sollte man wirklich nur bei sehr kalter Witterung, also etwa -5Grad, bei geschlossener Schneedecke und bei Dauerfrost füttern. Das Futterhaus muss auch regelmässig gesäubert werden, sonst können sich über den Kot der Vögel Krankheiten ausbreiten. Ist das Futter verdorben oder durchnässt, muss man es auf jeden Fall entsorgen. Man unterscheidet grundsätzlich drei Futtervorlieben. Allesfresser sind z.Bsp. Meisen, Kleiber oder Spechte. Sie nehmen sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung zu sich. Fettkörnermischungen wie Meisenknödel sind hier das beste Futter. Den Knödel kann man übrigen selbst herstellen, indem man Rindertalg beim Metzger besorgt, erhitzt und mit Körnern mischt, das Ganze muss dann abgekühlt und geformt werden.
Eine weitere Gruppe sind die Körnerfresser, zu ihnen gehören Finken oder Spatzen. Gemischt werden sollten zum größten Teil, ca.60%ungeschälte Sonnenblumenkerne, dann Hanfsaat und noch ein kleiner Teil gemischt Haferflocken, gehackte Nüsse und ähnliches. Dann gibt es noch die Gruppe der Weichfutterfresser, dies sind Zaunkönige, Amseln oder Rotkelchen. Sie verspeisen im Sommer bevorzugt Tiere und Insekten, aber auch Beeren. Ihre Schnäbel sind an diese Futterart angepasst, deshalb brauchen sie sie auch im Winter. Hier sind Rosinen, Haferflocken, getrocknete Beeren und ähnliches geboten.
Dann unterscheidet man noch die Art der Futterstelle. Meisen, Buntspechte und Kleiber wollen am liebsten frei schwingend und hängende Plätze, Amsel, Finken und Sperlinge mögen es lieber fest montiert. Und manche picken ihre Nahrung gerne vom Boden. Deshalb ist es am besten, man bietet für jeden was.