Sonnenuhr Glossar

Erklärungen zu Begriffen rund um die Sonnenuhr

Diese Begriffsliste zur Sonnenuhr wird laufend ergänzt

Bilder lieferbarer Sonnenuhren gibts hier.
Es gibt verschiedenste Arten der Sonnenuhr, hier versuche ich die gängigsten zu beschreiben.
Die Bezeichnung „ Gartensonnenuhr“ ist ein allgemein üblicher Begriff, der einfach eine Sonnenuhr, die im Garten positioniert wird bezeichnet.

Die Wandsonnenuhr ist die häufigste und auffälligste Sonnenuhr von allen. Man kann immer wieder Wandsonnenuhren an Kirchen und öffentlichen Gebäuden entdecken. Manche Sonnenuhr ist aber auf den ersten Blick nicht als solche zu erkennen, weil vielleicht der Schattenstab fehlt oder das Ziffernblatt der Sonnenuhr verwittert ist.
Eine Wandsonnenuhr wird sehr oft auf die Fassade gemalt, es gibt aber auch Sonnenuhren aus Metall oder Stein, die dann an der Wand angebracht werden.

Die Horizontalsonnenuhr kenne wir meist aus der Gartengestaltung, sie ruht auf einer dekorativen Steinsäule und der Schattenstab besteht aus einer Art Dreieck aus Messing oder Edelstahl. Es gibt aber auch viele andere Gestaltungsmöglichkeiten der Horizontalsonnenuhr auf öffentlichen Plätzen. Hier finden sich immer wieder dekorative Gestaltungen mitten in der Stadt auf belebten Plätzen.

Die Äquatorialsonnenuhr ist eher etwas unbekannt und besitzt einen geraden Schattenstab. Die Neigung der Erdachse wird durch die „ Schieflage“ des Ziffernblattes erzeugt. Die Äquatorialsonnenuhr wird meist aus Edelstahl oder Stein gefertigt.

Sonnenuhr Glossar
Halbkugelsonnenuhr

Die Kugelsonnenuhr zeigt die Uhrzeit auf dem Ziffernband auf der Kugel an. Der Schattenrand der durch die Kugel selbst entsteht ist der Schattenwerfer. Dadurch dass die Sonne auf die eine Seite der Kugel scheint, entsteht auf der rückseitigen Hälfte der Kugelsonnenuhr der Schatten. So wandert bei dieser Sonnenuhr der Rand des Schattens am Ziffernband entlang und zeigt die Uhrzeit an.

Die Ringsonnenuhr funktioniert in etwa wie eine Äquatorialsonnenuhr. Der Ring hat meist in der Innenseite eine Skala, an der man die Sonnenstunden ablesen kann. Die Sonne fällt meist durch ein Loch auf der gegenüberliegenden Ringseite hindurch. Ringsonnenuhren sind sowohl als Standmodell als auch zum Tragen am Körper zu verwenden. Manche Sonnenuhr wurde auch als eine Art Fingerring-Sonnenuhr konzipiert und diese nennt man heute noch Bauernring.

Wichtige Begriffe rund um die Sonnenuhr

Äquinoktikum: auch Tagundnachtgleiche genannt, findet jedes Jahr am 21.3. und am 23.9. statt, bei Äquatorialsonnenuhren fällt an diesen Tagen der Schatten genau auf die „Zifferblattkante“und es gibt keinen Schattenwurf auf das Zifferblatt. Es gibt das Frühjahrs- und das Herbstäquinoktikum, bezeichnet auch den astronomischen Frühjahrs oder Herbstbeginn.

Besonnungsdauer: bezeichnet die Uhranzeige einer Sonnenuhr, also den Beginn und das Ende des Schattenwurfs. Bei vertikalen Uhren ist dies von Bedeutung, da je nach Aufstellungsort und Gegebenheiten die Besonnung auch sehr spät am Mittag beginnen, aber auch schon enden kann.

Breite, Breitengrade: Die Kenntnis des Breitengrades ist bei fast allen Sonnenuhren für die Aufstellung wichtig. Er wird vom Äquator Grad 0 bis zum Nord-bzw Südpol mit 90Grad gezählt.

Datumsgrenze: Bezeichnet den Verlauf des 180Grad-Meridians im Stillen Ozean

Datumslinien: werden auch als Deklinationslinien bezeichnet, sie kennzeichnen auf der Sonnenuhr den Weg des Schattens. Dieser wird durch die Art des jeweiligen Schattenwerfers verursacht. Die Linien verlaufen als Gerade zur Tagundnachtgleiche, dazu im Gegensatz verlaufen die gekrümmten Linien der Tierkreislinien.

Erdachse: bezeichnet die Linie zwischen den beiden Polen

Erhebungswinkel, bezeichnet den Winkel zwischen Wand, an der die Sonnenuhr befestigt wird und dem Schattenwerfer.

Kugel-,Globussonnenuhr: kugelförmige Sonnenuhr, ein Ebenbild der Erde sozusagen. Je nach Ausgestaltung der Kugel kann man die verschiedensten Dinge ablesen, die Uhrzeit natürlich, die Längen- und Breitengrade, Sonnenaufgang,  Sonnenuntergang usw.

Gnomon, bezeichnet den Schattenwerfer der Sonnenuhr, er kann senkrecht oder geneigt angebracht sein. Gnomonik ist die Wissenschaft von den sonnenuhren.

Horizont, bezeichnet die Grenze zwischen Himmel und Erde. Es gibt den wahren und den natürlichen Horizont. Ersterer verläuft parallel zum scheinbaren Horizont durch den Erdmittelpunkt, zweiterer ist die Grenze zwischen Himmelsgewölbe und Erdoberfläche, beeinflusst durch Gebäude, Gelände, usw..

Horizontalsonnenuhr

Horizontalsonnenuhr, bezeichnet die Uhr, die ein horizontales, ebenes Zifferblatt hat

Kompass bezeichnet das Gerät, das die Nordrichtung ermittelt, zeigt immer zum magnetischen, nicht zum geographischen Nordpol. Kompassmacher waren früher Hersteller von Sonnenuhren.

Lochgnomon ist eine kleine Scheibe mit Loch, die den Schattenwurf durch einen Lichtpunkt darstellt.

Kulmination bezeichnet das Durchwandern eines Gestirns durch den jeweiligen Ortsmeridian (Mittagslinie).

Mittag, ist der wahre Mittag, der Zeitpunkt der Sonnenkulmination, als der Durchgang des Gestirns Sonne durch den Ortsmeridian.

MEZ, mitteleuropäische Zeit, in Dtl. Eingeführt 1893. Die mittlere Ortszeit des 15.Längengrades gilt.

Nadir, bezeichnet den Fusspunkt bei Sonnenuhren.

Norduhr ist eine Sonnenuhr mit nach Norden gerichteten senkrechten Zifferblatt. Sie funktioniert eigentlich nur im Sommer von etwa sieben Uhr morgens bis etwa nachmittags drei Uhr.

Ortszeit: bezeichnet die wahre Ortszeit(WOZ), also die Zeitangabe der Sonnenuhr. Sie entspricht genau dem Sonnenstand des jeweiligen Ortes. Alle unterschiedlichen Längengrade haben unterschiedliche Ortszeiten, einer der Längengrade entspricht ungefähr einen Zeitunterschied von vier Minuten.

Ostuhr auch Vormittagsuhr genannt, mit nach Osten gerichteten Zifferblatt

Pol bezeichnet den Punkt auf einer beliebigen Kugel, der von allen anderen Punkten eines umgebenden Kreises auf der Kugel einen Winkelabstand von 90Grad besitzt.

Polare Südsonnenuhr ist eine Uhr, deren zifferblatt parallel zur Erdachse(und damit zum Schattenwerfer)liegt

Punktzeiger bezeichnet Schattenwerfer,  nur mit einem markanten Punkt die Zeit anzeigen.

Skaphe ist eine antike Sonnenuhr, eine hohle Halbkugel

Sonnenwende auch Solstitium genannt. An diesen Tagen steht die Sonne am tiefsten und am höchsten Punkt., Sommersonnwende ist der 21.6 und Wintersonnwende am 21.12

Stundenlinie bezeichnet die Markierung der Stunden auf dem Zifferblatt der sonnenuhren

Stützdreieck ist ein Hilfsmittel, damit man den Schattenwerfer bei einer abweichenden Südl. Vertikaluhr anbringen kann.

Süduhr ist eine Sonnenuhr mit nach Süden gerichtetem senkrechten vertikalen Zifferblatt

Wandabweichung ist der Winkel, den eine Wand mit der Ost-West-Richtung bildet. Weicht sie nach Osten ab, so ist er positiv

Weltzeit ist die mittlere Ortzeit von Greenwich

Zeitgleichung bezeichnet die Differenz wzischen wahrer und mittlerer Zeit. Sie kann maximal 16,4 min  plus oder 14,3 min minus betragen. An jeweils vier Tagen im Jahr beträgt sie Null.

Zeitzonen sind Gebiete streifenartig über den Globus verteilt mit einer durchschnittlichen Länge von 15Grad. Für alle im jeweiligen Streifen gilt die gleiche Zeit. Der Unterschied zwischen den jeweiligen Zeitzonen beträft 1Stunde

Zifferblatt ist die Fläche einer Sonnenuhr, auf der der vom Schattenwerfer verursachte Schatten fällt.Sie unterscheiden sie sehr von normalen Zifferblättern

Zylindersonnenuhr ist eine Uhr in Säulenform mit einem Schattenwerfer, waagrecht angebracht. Dieser wird entsprechend der Sonnendeklination verstellt. Alles beruht hierbei auf dem Prinzip der Höhenmessung der Sonne. Die Zeit wird dabei mit gekrümmten Stundenlinien abgelesen.

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Literatur zur Sonnenuhr