Wie überwintere ich meine Rosen?
Rosen überwintern
Entgegen der landläufigen Meinung gibt es eigentlich nur sehr wenige Rosensorten, die zum Überwintern ein Gewächshaus brauchen oder ein so mildes Klima wie z.Bsp. der Weinbau. Sehr empfindlich sind dabei „Marechal Niel“. Wie winterhart Rosen wirklich sind unterscheidet sich von Sorte zu Sorte sehr. Eine Grundregel, die man beachten sollte, ist die, dass öfterblühende Rosen auf jeden Fall frostanfälliger sind als einmal blühende. Der Grund dafür ist das späte Blütenwachstum am jungen Trieb, oft bis in den November. Ein junger Trieb ist eben recht weich und unreif, im Gegensatz zu Trieben deren Besitzerin im Juli abblüht und die dann verholzen.
Natürlich von großer Bedeutung ist der Winterverlauf. Wie bei allen anderen Pflanzen ist auch hier der Wechsel von Frost, Sonne und milden Wetter extrem schädlich. Am gefährlichsten dabei sind Nachfröste im Frühjahr. Deshalb sollte man, auch wenn die Rose geschützt wächst, unbedingt gut Anhäufeln durch Erde. Vorbeugend sollte man auch Kaliumdünger bei sehr empfindlichen Rosensorten einsetzen, sie verhelfen den Pflanzen zur Bildung von festen und widerstandsfähigen Zellwänden.
Bei Rosen, die immer schon in den Ruf stehen, recht sensibel und wenig frosthart zu sein, sollte man im Spätherbst mit Erde behäufeln, etwa so hoch wie Maulwurfshügel. Torf sollte man dabei nicht einsetzen, da er zu einer Säuerung des Bodens führt, eher normale Blumenerde mit Kompost benutzen.
Ein Sonderfall sind noch Rosen, die auf einem Stamm wachsen, hier befinden sich sämtliche empfindlichen Teil oberhalb der Erde. Ohne Wintermassnahmen schaffen es in unseren Breiten solche Rosen kaum unbeschadet über den Winter. In milden Gegenden(z.Bsp. Moselgebiet) reicht es oft die Krone und die Veredelungsstelle gut einzupacken. Nutzen kann man dabei Holzwolle oder Stroh, darüber dann einen Jutesack stülpen. Bitte wegen Kondenswasser kein Plastik benutzen. Eine aufwendigere und sichere Massnahme für Rosenstämmchen ist aber das Eingraben der Krone. Allerdings muss im Beet dazu Platz sein. Im Spätherbst muss man den Stamm vorsichtig zur Stelle im Stamm hinbiegen, an der er leicht verkantet aus den Wurzeln kommt. Klappt das nicht ganz, kann man im Notfall auch das gegenüber liegende Wurzelwerk lockern. Dann die Krone und vor allem die Veredelungsstelle mit Erdreich bedecken, etwa 15-20cm. Das Ganze dann mit Pflöcken stabilisieren.
Bei Rosen die in einem Eisen-Rosenbogen wachsen, helfen die altbewährten Tannenzweige immer sehr gut den Stamm vor Frost zu schützen.






