Rosen schneiden

Regeln des Rosenschnitts

Um Rosenhecken und Rosenstöcke zu schneiden, braucht es einige grundsätzliche Regeln.
Als erstes müssen unbedingt saubere und scharfe Scheren für den Schnitt genutzt werden. So erzielt man saubere Schnittränder und durch die Sauberkeit des Gerätes ist die Gefahr einer Infektion der beschnittenen Stellen recht gering. Die einfachste Methode ist, sich eine Schere nur für die Arbeit mit den Rosen zu reservieren. Nach der Schnittarbeit sollte man das Schnittwerkzeug immer mit reinem Alkohol zu säubern und hin und wieder das Scharnier zu ölen.
Dann ist es wichtig, den Schnitt der Rose ungefähr einen halben Zentimeter oberhalb der Blattknospe auszuführen, nicht dichter dran, da die Gefahr der Verletzung sonst zu groß ist. Um zu sehen, wohin man schneidet, muss man die Schere richtig halten, am besten mit den Klingen schräg aufwärts nach oben.
Um die Triebe richtig zu schneiden, muss man wissen, dass alle Rosenverzweigungen aus den Knospen(Augen) in den Blattachseln wachsen. Alle Hauptriebe kommen aus dem Wurzelstock direkt und bilden Seitentriebe 1.Ordnung, an diesen wachsen Seitentriebe 2.Ordnung und an diesen wiederum Seitentriebe 3.Ordnung. Blüten entstehen an aus den jeweils jünsten Trieben eines Jahres. Man schneidet den Rosenstock, um ihn offener und lockerer zu gestalten.Das gilt auch für den Rosenbogen.
Dabei ist zu beachten, dass die obersten Seitenknospen stärker und früher wachsen, manche treiben allerdings gar nicht aus. Desweiteren muss man wissen, dass sich dickere Triebe stärker und kräftiger verzweigen als dünne. Diese muss man auf jeden Fall direkt an der Verzweigungsstelle schneiden, dann gibt es keine neue Austreibungen.
Je tiefer Triebe zurückgeschnitten werden, desto kräftiger und länger sind seine Seitentriebe. Mit diesem Wissen kann man den Wuchs gezielt steuern.  Schneidet man nämlich solche kräftige Trieb bis zu drei Augen zurück, so werden die Seitentriebe im nächsten Jahr länger und dort der gesamte Strauch kräftiger und verzweigter. Um dann einen gleichmäßig verzweigten Rosenstrauch zu erreichen, kann man die dünnen Triebe gezielt fördern, indem man sie ebenfalls stark zurückschneidet.
Eine wichtige Regel ist auch noch, abgestorbene oder schadhafte Äste bis ins gesunde Holz zurückzuschneiden. Das Triebstummel oft vertrocknen und von Pilzen befallen werden, sollte man die Rose gezielt nach ihnen absuchen und wegschneiden. Außerdem sollte man regelmässig kreuzende und ins Strauchinnere wachsende Triebe entfernen. Manchmal tritt die Wirkung eines guten Schnittes erst im Folgejahr ein, deshalb sollte man sich auf jeden Fall in Geduld beim Schneiden üben.
Wann die Rosen geschnitten werden, ist etwas strittig. Bei mehrmals blühenden Rosen sollte man im Sommer auf jeden Fall immer die verblüten Rosen und Blütenstände abschneiden. Dabei muss man bis zum nächsten entwickelten grünen Blatt gehen und dann zwischen Blattstiel und Seitentrieb leicht schräg eher waagrecht abschneiden.

Den grundsätzlichen Schnitt sollte man entweder im Frühjahr(zu bevorzugen) kurz vor Austrieb, je nach Region und Wetter, Mitte Februar bis Anfang April an einem frostfreien Tag oder im Herbst nach dem Abblühen durchführen.