Schneckenbekämpfung auf natürliche Weise

Mittel gegen Schnecken im Garten

Schnecken – wer kennt sie nicht als “gute” alte Bekannte im Garten, vor allem im Gemüsegarten. Diese ungebetenen Gäste gehören zu den Weichtieren und diese bilden die zweitgrößte Tiergruppe nach den Gliederfüssern. Man sieht also, allein ihre Zahl ist schon immens groß. Die bei uns in Europa heimischen Schnecken waren alle mal Bewohner der Meere und haben sich nach und nach spezialisiert. Grob einteilen kann man die sogenannten Schadschnecken in solche mit Gehäuse und die, die nackt durch die Gegend kriechen. An ihren Fühlerspitzen sitzen die Augen, mit denen sie allerdings nur Hell-und Dunkelkontraste erkennen können. Das ausgeschiedene Schleimsekret dient hauptsächlich der Fortbewegung. Die bei uns hauptsächlich vorkommenden Schadschnecken sind in erster Linie die Große Wegschnecke, die bis zu 18cm lang werden kann und sie ist der wichtigste Schädling in unserem Garten. Dann noch die Gartenwegschnecke, etwa 3-4cm lang und hat eine gelbe Sohle, sie ist etwa gehfaul und richtet wesentlich weniger Schaden an als die Große Wegschnecke. Dann gibt es noch die Genetzte Ackerschneck, die hauptsächlich auf Kulturgelände wandert und die Spanische Wegschnecke aus Portugal, die der Großen Wegschnecke ähnelt. Es gibt auch noch ein paar weniger verbreitete Schadschneckensorten.

Alle Schnecken legen ihre Eier in einer Art Nesthöhle in der Erde ab, wo sie sich weitgehend temperaturunabhängig entwickeln, allerdings entwickeln sich im Sommer abgelegte Eier wesentlich schneller als solche vom Frühjahr.

Es gibt natürlich vorbeugende Mittel gegen Schnecken, die wichtigste ist wohl, es gar nicht so weit kommen zu lassen, dass hunderte von Schnecken es sich im Garten gemütlich machen. Für natürliche Maßnahmen muß man allerdings etwas Geduld aufbringen. Ein wichtiger Bestandteil der Schneckenbekämpfung ist die gezielte Bodenpflege. So gibt es in lockeren Gartenböden keinerlei Möglichkeit für die Tiere, die selbst nicht graben können, in die Erde zu gelangen. Man nennt das eine gute Krümelstabilität der Gartenerde. Drückt man eine Handvoll Erde fest in der Faust zusammen und klebt sie nach dem Öffnen der Hand weiter zusammen, so ist dies schlecht. Wenn allerdings die Erde wieder zerfällt, ist ihr Zustand optimal. Der optimale ph-Wert des Bodens wäre hierbei etwa sechs bis sieben. Allgemein kann man den Boden durch Mulchen, Pflanzenjauche oder Kompost verbessern und dadurch den Humusanteil erhöhen und so eine feinkrümelige Struktur schaffen. Setzt man all diese Massnahmen falsch ein, erreicht man genau das Gegenteil, also vorher unbedingt Rat holen beim Fachhandel, Untersuchungsanstalten und ähnlichem. Komposthaufen, ein Wohnplatz von Schnecken(wo sie auch nützen), sollte man unbedingt in Entfernung der Nutz-und Zierpflanzen aufstellen.

Den fertigen Kompost auf jeden Fall schon im Sommer abräumen und gleichzeitig den neuen ansetzen, so werden die Tiere von frischem Futter angelockt. Schneckenfreier Kompost erfordert eine Menge Arbeit, so muss man den Kompost grundsätzlich auch mal sieben oder auseinanderrechen, wenn man Eier oder Erwachsene Tiere entdeckt, ihn trocknen lassen und dann wieder zusammenschieben.  Schlafplätze der Schnecken,wie Steinhaufen und Büsche, sollte man auch beachten. Wenn man einige Regeln beachtet, kann man durch Mulchen den Schnecken das Leben erschweren. Immer getrocknete und gehäckselte Abfälle nehmen, die sind für Schnecken uninteressant, keine Rasenabfälle oder ähnliches. Die Mulchschicht nicht zu dicht streuen. Hacken und Umgraben des Bodens sollte man so früh wie möglich machen, also wenn man die Schnecken noch aus ihrem Winterquartier vertreibt, nicht dann wenn es im Frühjahr schon wärmer wird. Nach dem Umgraben den Boden wieder glatt ziehen. Jetzt kann man auch Köder ausbringen und die Weichtiere nachts oder frühmorgens absammeln. Pflanzen am Morgen gießen statt am Abend, damit würde man den Tieren auch noch einen Gefallen tun, und nur die Pflanzen direkt gießen, nicht den ganzen Boden. Natürlich kann es auch an der Umgebung liegen, wenn man Schneckeninvasionen hat, deshalb sind Barrieren ein wichtiger Schutz. Kurzgeschnittene Rasenstreifen z.Bsp. überqueren die Tier sehr sehr ungern, aber keinen Rasenschnitt liegen lassen. Dann gibt es noch eine Strecke mit Weißklee, den Schnecken nicht fressen, oder auch Petersilienteppiche. Schnecken mögen den Geruch von Thymian,Salbei, Lavendel und Knoblauch nicht, dies wäre auch eine Duftbarriere. Künstliche Schutzstreifen wie gehäckselte Baumrinde oder getrocknete Fichtennadeln sind auch ideal, ebenso wie ein Schneckenzaun, die man im Fachhandel erhält. Dann gibts natürlich noch die Haltung von Laufenten und Hühner, wers mag. Dies ist nur eine begrenzte Auswahl an natürlichen Schneckengegenmitteln.
Daneben gibt es auch noch Schneckenkorn und andere Schneckenmittel. Hierbei sollte der Gartenbesitzer darauf achten, dass Kinder und Haustiere nicht zu Schaden kommen.


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