Gegen Blattläuse mit einfachen Mitteln

Blattläusebekämpfung auf natürliche Weise

Eigentlich gibt es keine Pflanze, die Blattläuse verschmähen würden. Sie mögen Zimmerpflanzen, Kräuter, Balkonpflanzen, eigentlich alles. Ihr Erscheinungsbild ist meist Grün oder Schwarz, aber auch gelb und weiß können die Übeltäter auftreten. Die meisten von ihnen fressen die Blätter, einige Arten jedoch bevorzugen das Wurzelwerk.

Die Blattläuse entziehen durch Saugen den Pflanzen ihren Saft, dabei dringt auch der giftige Speichel der Läuse ins Pflanzeninnere und schädigt diese dort weiter. Wichtigste Vertreter sind die grüne Pfirsichblattlaus, die schwarze Bohnenblattlaus, dann einzelne Lausarten nach Pflanzen benannt, z.Bsp. Rosenblattlaus, Chrysanthemen…usw. Dies zeigt schon, dass sich die winzigen Schädlinge spezialisiert haben. Die grüne Pfirsichblattlaus jedoch mag sie alle, über 400 Pflanzenarten schädigt sie. Bei hohen sommerlichen Temperaturen und Trockenheit können sie sich explosionsartig vermehren.Vorbeugende Maßnahmen gibt es , als allererstes muss man die Lebensbedingungen seiner Pflanzen kennen. Denn eigentlich befallen die Läuse fast ausschließlich geschwächte Pflanzen. Ein guter Ansatzpunkt ist der Boden, passen die Pflanzen zum Boden und gedeihen gut, dann wird auch eine Laus Probleme mit der Pflanze haben, ansonsten hilft es schon mal den Boden zu verbessern. Zur Schwächung der Pflanzen führt ein sauerer Boden, ein zu sandiger Boden(Trockenheit), ein verdichteter sehr schwerer Boden und ein humusarmer Boden.

Alle Mängel kann man beseitigen, indem man einen Fachmann fragt oder sich selbst mit der Materie ausführlich beschäftigt. Licht, Temperatur und Wasser spielen ebenfalls eine wichtige Rolle für das Gedeihen der Pflanzen und damit für einen eventuellen Blattlausbefall, ebenso sollte man sich bei den Nährstoffen bzw. deren Mangel kundig machen(Stickstoff, Phosphor, Kali und Kalk). Sind die Blattläuse allerdings schon in der Überzahl, auch trotz Vorbeugung z.Bsp. bei ungewöhnlicher Witterung,, dann helfen oft zahlreiche natürliche oder sanfte Pflanzenschutzmittel. Wie schon Gärtner vor langer Zeit wußten, helfen Auszüge oder Jauchen von anderen Pflanzen, welche die Blattläuse nicht ausstehen können.Die bekannte Brennessel oder der Ackerschachtelhalm sind hierbei ganz vorne mit dabei, ebenso Wurm –oder Rainfarn, Farnkrautjauchen sind als Blattlausmittel sehr wirksam. Rhabarberblätter(nur die Blätter 500g zerkleinert mit 3l Wasser)hilft hauptsächlich bei schwarzen Läusen. Ebenfalls hochwirksam ist das Wermutkraut(300g frisch, 30g getrocknet und 10l Wasser ansetzen, unverdünnt anwenden). Eine Alternative sind noch Alaun, ein Salz aus Kalium und Aluminiumsulfat(Gerbmittel). Er wird in kristalliner Form verkauft(50g auf 1l kochendes Wasser, unverdünnt). Hierbei entsteht allerdings ein Belag, den man mit warmen Wasser wieder entfernen kann. Vor der möglichen Ernte also nicht unbedingt verwenden. Dann gibt’s natürlich noch die allseits bekannte Schmierseifen-Spiritus-Lösung, eine sehr gute Abwehr auch gegen andere Schädling. 200g Schmierseife mit 10l heißen Wasser und verstärkend noch etwa 0,2l Spiritus. Aber Vorsicht, diese Lösung ist nicht unbedenklich für andere Tiere und Pfanzen, lieber noch ohne Spiritus verwenden, nehmen sie auch reine Kali-Seife aus dem Biohandel als Schmierseife.
Blattlausabwehrende Pflanzen sind übrigens Kapuzinerkresse unter Obstbäumen, Lavendel für Rosen oder Bohnenkraut für Bohnen.
Als tierische Helfer  sind vor allem Marienkäfer, Gallmücken und Schweb-und Florfliegen bekannt. Vor allem der Marienkäfer ernährt sich fast ausschließlich von den Blattläusen. Die Florfliegen können auch im Versandhandel gekauft werden. Die Marven werden dann nach Anweisung ausgebracht.


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