Wie Obstbäume richtig schneiden?

Obstbaumschnitt im Frühjahr und Herbst

Jedes Jahr wieder stellt sich für Hobbyobstanbauer die leidige Frage des Obstbaumschnittes. Hört man sich in seiner Umgebung um, gibt es anscheinend unzählige Schnitttechniken, um die beste Ernte aus jedem Baum herauszuholen. Ausserdem sorgt man mit dem richtigen Formschnitt für eine bestimmte Baumform und beeinflusst das Wachstum.

Obstbaumschnitt

Obstbaum im Frühjahr schneiden

Es gibt aber einige Grundlagen, die jeder, der seine Bäume selbst schneiden möchte, beherzigen sollte. Je nachdem, um welche Obstsorte es sich handelt oder wie alt der Obstbaum ist, gibt es unterschiedliche Schnitttechniken. Sind die Obstbäume  noch recht jung und daher auch noch niedrig, wird der fällige Schnitt durch Formierungsarbeit ergänzt oder ganz ersetzt. Bei älteren Bäumen dient der Schnitt eher der Auslichtung. Bei Reben wird mit dem kurzen Zapfenschnitt eher eine Art Ertragsregulierung betrieben. Für den Schnitt wichtig sind auch allerlei Hilfsmittel wie Schnüre, Spanner, Steine oder Klammern.
Eines der wichtigsten Grundprinzipien ist der sogenannte Oeschbergschnitt, aus der ersten Hälfte des 20.Jhd. und der Schweiz stammend, wurde dieser Schnitt immer weiter entwickelt und den jeweiligen Gegebenheiten angepasst. Auch heute hat er noch eine recht große Bedeutung. Der Oeschbergschnitt wird hauptsächlich bei Äpfel, Birnen, Kirschen, Zwetschgen und Pflaumen angewendet. Ursprünglich für Hochstämme gedacht, besteht der Schnitt aus einem Mitteltrieb und ca. vier gleichmässig verteilten und starken Ästen, sogenannten Leitästen. Daran wiederum ist das Fruchtholz. Heute wird das Ganze meistens „Rundkrone“ genannt. Sie dient dazu, dass der Baum möglichst viel Licht bekommt und eine klare Struktur hat.
Es gibt natürlich auch Bäume mit Früchten, die man im Ertragsalter nicht mehr schneidet, dazu gehört der Nussbaum oder die Mostbirne.

Verwandte Artikel

Share