Was darf in den Komposthaufen?

Materialien für den Kompost

Beachtet man die Hauptregel beim Kompostieren, nämlich die richtige Aufschichtung, dann kann eigentlich gar nicht mehr so viel passieren.

Jetzt braucht man nur noch die Art und Sorte der Materialien zu kennen und diese sorgfältig zu mischen.

Gut geeignete Stoffe sind dabei:

Organische Küchen-Abfälle:

das sind hauptsächlich Obstschalen und -reste, von Südfrüchten immer nur in kleineren Mengen und im besten Falle ungespritzt, Kartoffelschalen, Gemüserest- und schalen.

Kaffeesatz, sehr beliebt bei Kompostwürmer,


Eierschalen, haben einen sehr hohen Kalkgehalt, nämlich über 90%, man sollte sie aber auf jeden Fall zerkleinern, manche befürchten eine Salmonellenvergiftung des Komposts, aber wenn man alles gut durchmischt und es möglichst in die Mitte des Haufens bringt, ist die Gefahr sehr gering.

Teebeutel, siehe Kaffeesatz

Asche, keine Kohlenasche, hier ist Schwermetall enthalten.

Und in kleineren Mengen und vor allem zerkleinert Papier und Pappe, keine beschichteten Papiere

Organische Gartenabfälle:

Laub, braucht grundsätzlich länger zum Verrotten, Eichen- und Nussbaumblätter noch länger und enthalten viele Mineralstoffe, große Laubmengen vorher zerkleinern.

Grasschnitt, nicht zuviel aufbringen, möglichst mischen mit Strauchschnitt oder Heckenschnitt, mit Erdschicht bedecken und trocknen lassen

Moos

Unkraut, möglichst in die Mitte des Haufens geben, dadurch werden eventuelle Samen durch die hohe Temperatur abgetötet.

Baumnadeln

Eingeschränkte Abfälle:

Kranke Pflanzenteile, von Pilzen und Bakterien befallene Teile werden in der Heißrottphase eliminiert oder durch die Bodenlebewesen abgetötet.

Äste, Zweige oder Häckselgut, möglichst in geringer Auflage, dienen zur Durchlüftung oder zur Abdeckung

Schnittblumenreste, mit Vorsicht geniessen, möglichst Blumen aus dem Fair Trade-Handel kaufen, alle anderen sind oft mit Pestiziden behandelt, immer in die Haufenmitte geben.

Sägemehl, nur sehr dünn aufbringen und feucht halten

Mist, möglichst wenig, und eher Hühnermist, da er sehr stickstoff- und phosphorhaltig ist

Ein Sonderfall sind Thujen, sie soll man nur in Kleinstmengen aufbringen, da sie giftig sind. Wenn unbedingt, dann sollte man sie an einem anderen Platz vorverrotten lassen und erst nach einiger Zeit zugeben.

Auf keinen Fall zugeben sollte man:

Kunststoffe, Glas oder Metall, Knochen und Leder

Metalle

Speiseöle

Staubsauerbeutel mit Inhalt

Kleintierstreu und Abfall

Fäkalien

Gekochte Speisereste, sonst gibt es eine eigene Rattenzucht

Zigarettenreste

Windel mit Plastikfolie

Mehr Infos zum richtigen Aufschichten des Kompost finden Sie im folgenden Artikel.