Selbst Pilze auf kleinem Raum züchten
Eine weitere Form der Strohzucht von Pilzen ist die im Eimer oder Topf.
Tatsächlich kann man dies auch im Raum durchführen, der allerdings schon recht feuchte Luft haben sollte. Am besten geeignet sind Plastiktöpfe mit etwa 20-30liter Fassungsvermögen. Dazu auf jeden Fall Untersetzer besorgen. Auch ein ganz normaler Eimer oder Kübel ist geeignet. Dazu braucht man dann nur noch Strohpellets, Plastikbeutel und Körner bzw. Substratbrut.
Die Strohpellets gibt man dann in den Topf und feuchtet es mit warmen Wasser an, auch kaltes Wasser funktioniert, dauert aber länger. Nach etwa vier Stunden ist alles aufgequollen und auseinandergefallen. Um einen feuchten Brei zu erhalten, nochmals Wasser zugeben. Der soll ganz knapp von Wasser bedeckt sein. Ist alles soweit erledigt, dann einfach beimpfen. Dies geschieht, indem man mit gereinigten Händen die Brutbrocken oder -körner gleichmäßig verteilt. Für die Fermentation den Brei in Plastikbeutel füllen und locker zubinden, Löcher in den Beutel stechen, um überschüssiges Wasser abzulassen. Die ganze Mischung dann in die Töpfe und Gefäße füllen. Bei einer Temperatur von etwa 20Grad zeigt ein weißes Gespinst, dass die Brut wächst. Auch hier gilt, nie austrocknen lassen, aber auch nicht ertränken. Vor allem nicht in der prallen Sonne aufstellen! Schattenplätze oder auch Keller sind dagegen gut geeignet für die Pilze. Etwa sechs Wochen nach dem Ansetzen kann man erstmals ernten, danach folgen noch mehrere Erntewellen. Für diese Art der Pilzzucht sind Austernpilze gut geeignet.
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