Was muss man bei einem Komposthaufen alles bedenken?
Wer plant einen Komposthaufen oder Kompoststelle anzulegen, der fragt sich meistens zuerst, wohin mit dem neuen Gartenelement. Wählt man dabei den Platz vorausschauend und unter praktischen Überlegungen, kann man sich eine Menge an Arbeit ersparen.
Ist der Garten klein, kann man davon ausgehen, dass jeder kleine Platz verplant ist. Deshalb ist es gerade hier sehr wichtig, dass beim Kompost bestimmte Regeln beachtet werden. Eine schöne Alternative sind hier die handelsüblichen Kompostbehälter, sie benötigen dazu auch noch kaum Raum. Bei großen Gärten, bei denen auch normalerweiser viel Kompost anfällt, bietet es sich an, zwei Kompoststellen anzulegen.
Ein Kompost sollte seinen Standort möglichst im Halbschatten haben, zudem sollten alle extremen Bedingungen wie Wind und Starkregen, große Hitze und starker Frost, möglichst ausgeschlossen werden. Allerdings ist davon abzuraten, ihn in die dunkelste Ecke zu verbannen. Mangelnde Wärme und Nässe könnten die Aktion Kompost zum Alptraum werden lassen. In solchen Situationen bilden sich auch Schädlinge.
Deshalb wäre es am besten, der Kompostplatz ist durch kurze Wege leicht zu erreichen, also ohne Auszurutschen oder dreckige, nasse Füsse. Um den Kompost sollte genügend Platz sein, um Eimer und Schaufel, im besten Fall auch den Schubkarren abstellen zu können. Bei viel Platz und zwei Komposthaufen, sollte man einen alleine für Laub und ähnliches anlegen, da die Verrottung hier um einiges länger dauert. Der Komposthaufen selbst braucht dabei einen lockeren Boden, um nicht dauernd in Erde zu stehen, empfiehlt es sich, davor Trittsteine oder dicke Bretter zu legen.
Auch die Pflanzen neben der geeigneten Kompoststelle sind eine Überlegung wert. Bäume geben Schatten und bieten gewissen Windschutz. Auch an einem Zaun ist ein geschützter Platz, allerdings sollte man in Erfahrung bringen, was der Nachbar direkt auf der anderen Seite anbaut. Obstbäume bieten durch ihr dichtes Blätterdach einen guten Regenschutz. Einer der idealsten Nachbarn für Kompost ist der Holunder, er mag stickstoffreichen Boden und liebt deshalb die nährstoffreiche Nachbarschaft, zudem wächst er sehr schnell und überhängend, dadurch bietet er guten Wind- und Regenschutz.
Außerdem noch gut geeignet, der Haselstrauch wegen seines dichten Laubes und der großen Höhe, der Flieder, ebenfalls wegen seiner Höhe und des überhängenden Wuchses und natürlich wegen seines betörenden Duftes.
Für eine schöne Einfassung und damit einen schönen Anblick sorgen einjährige Pflanzen wie Sonnenblumen oder Feuerbohnen. Sehr beliebt auch die Kapuzinerkresse mit ihren leuchten Blüten, noch dazu wuchert sie, wenn sie sich wohlfühlt. Und zuletzt das Kompostgemüse schlechthin, Zucchini in allen Formen und Farben und Kürbisse an.
