Welche Komposterde gibt es?
Für Kompost gibt es zwei Reifegrade, den frischen,rohen Kompost und die reife Komposterde. Der frische Kompost ist zwar schon braun, aber noch sehr grob und voller Krümmel. Diese Krümmel sind Materialien wie Zweige und ähnl., die länger zur Verrottung brauchen. Man kann die Teil noch gut erkennen. Dieser frische Kompost ist recht nährstoffreich und kann sofort eingesetzt werden. Solchen „scharfen“ Kompost sollte man nur in lockere, gut durchlüftete Erde einarbeiten und dies auch nur in Maßen und an der Oberfläche. Diese Erdauflage sollte man nach dem Einarbeiten mit Laub oder Gras bedecken, damit die Erde warm und feucht bleibt. Da die innewohnenden Lebewesen weiter arbeiten sollen, ist dies sehr wichtig.
Anders beim reifen Kompost, er ist zu Humus ausgebildet. Dabei werden die Materialien, die schwerer verrotten, weiter umgewandelt und kleingemacht. Je mehr der Kompost dabei reift, desto feiner und gleichmäßiger wird die Konsistenz. Es werden immer mehr der Bestandteile eingearbeitet und zerlegt. Dabei wird der Umsetzungsvorgang immer langsamer. Durch die Lebewesen im Boden werden dabei die Materialien bearbeitet. Einen großen Anteil hat, wie allgemein bekannt, dabei der Regenwurm. Sie vermehren die Mikroorganismen in ihrem Darm im großen Stil. Reifer Kompost dient zur Bodenverbesserung und auch zur Düngung. Was alles auf den Komposthaufen darf finden Sie im weiteren Artikel zum Thema Kompostierung.
Es gibt den sogenannten Kressetest, um zu testen in welcher Reifestufe der Kompost sich gerade befindet. Man verteilt eine kleine Menge Kompost in einem flachen Gefäß und sät Kressesamen aus. Das Ganze wird abgedeckt und leicht feucht gehalten. Nach drei bis vier Tagen erfolgt die Keimung. Passiert dagegen nichts, ist der Kompost noch sehr unfertig. Werden die Keime aber noch ein paar Tage später gar gleichmäßig grün, ist der Kompost reif. Werden die Keime unterschiedlich groß und gelb oder braun, muss man mit dem Ausbringen noch etwas warten.
Die schnellste Kompostierung ist im Spätsommer, manchmal auch im Frühjahr, wenn es sehr warm ist. Dann braucht der Kompost nur etwa drei bis vier Monate. Im Winter dagegen gibt es keine Verrottung, oder fast keine. Fängt man also im Herbst mit einem Komposthaufen an, muss man auf jeden Fall bis zum nächsten Sommer warten.
