Ist der Obstanbau lukrativ oder Liebhaberei?
Wann ist der eigene Obstanbau sinnvoll?
Natürlich gibt es wieder immer mehr Menschen, die tatsächlich Obstanbau wieder aus finanziellen Gründen anbauen. Man sollte sich aber dabei überlegen, ob man die Arbeit und Pflege der Bäume wirklich übernehmen will. Ansonsten wäre es besser, man kauft das Obst direkt beim Erzeuger oder Bauern.
Hat man sich dann doch für einen Obstgarten entschieden, sollte man die Bodenbeschaffenheit, die Lage und das dort herrschende Klima überprüfen.

Reiche Obsternte
Auch sollte man sich überlegen, ob man den normalen Obstbaum wählt, oder ob man ihn veredeln will. Beim Veredeln besteht der Baum übrigens dann aus zwei Teilen, nämlich dem Wurzelwerk und der eigentlichen Sorte. Veredelte Bäume haben auch eine kürzere Lebenserwartung, hier gilt je besser die Verträglichkeit an der Veredlungsstelle, desto länger lebt der Baum. Obstbäume, die über eine längere Zeit nicht mehr gepflegt oder geschnitten werden, sind eher keine“glücklichen“ Bäume. Sie können keine Reserven halten, haben weniger Triebwachstum, d.h. sie vergreisen mit der Zeit. Es kann sogar soweit gehen, dass sie absterben, vor allem bei Hochstämmen besteht diese Gefahr.
Grundsätzlich besteht das Leben eines Obstbaumes aus drei Phasen, der Aufbauphase, der Hauptertragszeit und der Zeit der abgehenden Erträge.
Bei der Auswahl der Pflanzstelle sollte man auf die Obstsorte achten. Sehr anspruchsvoll sind Aprikosen und Pfirsiche, sowie Tafeltrauben oder Feigen. Man sollte sie geschützt und nach Süden oder Südwest ausgerichtet pflanzen, z. Bsp. an Gebäudefassaden oder an der Südwand eines Schuppens. Meiden sollte man grundsätzlich Schattenhänge, sehr steile Böschungen oder Stellen an dem kalte Winde gut hinkommen, auch direkt unter Stromleitungen ist nicht gerade ideal. Der beste Standort ist sonnig und windoffen, bei Regen trocknen solche Standort gut ab und sind damit besser vor Pilzen geschützt. Vor allem Äpfel und Kirschen lieben die Sonne. Recht anspruchslos sind Pflaumen und Zwetschgen. Vielleicht sollte man mal nachsehen, welche Bäume in der Nachbarschaft gedeihen. Frühblüher wie Pfirsiche, Kirschen oder Aprikosen sind auch stärker spätfrostgefährdet als andere.
Stellen mit Staunässe sind ebenso zu meiden wie extrem trockene Pflanzorte, also hier wirklich auch mal hin und wieder mit der Gießkanne oder Eimer für Wasser sorgen.
Was den Boden betrifft, lieben die Obstbäume einen mittelschweren, durchlässigen und ph-neutralen Boden mit mittleren Humusgehalt.






