Igelhilfen im Garten
Der uns heute bekannte Igel ist in ganz West- und Mitteleuropa beheimatet und ist ein sogenannter Braunbrustigel. Früher lebte er in völlig freier Natur, mittlerweile hat er sich aber an die veränderte Landschaft angepasst und lebt fast schon ausschließlich in oder in der Nähe des menschlichen Siedlungsgebietes. Sie sind nachtaktiv und fressen überwiegend Insekten, als Winterschläfer sind sie häufiger Gast in den Gärten, immer vorausgesetzt sie finden die richtigen Bedingungen vor.
Wichtig sind z.Bsp. durchlässige Zäune, durch enge Lättenzäune oder Zäune aus Draht kann der Igel auf seinen Streifzügen nicht krabbeln. Auch die richtige Bepflanzung ist für einen Igel sehr wichtig. Sie verstecken sich tagsüber gerne im hohen Gras, wo auch der Tisch mit Schnecken, Regenwürmern und sonstigen Insekten, reichlich gedeckt ist.
Man könnte also bei einem Rasengarten ein kleines Stückchen frei wachsen lassen, um so dem Igel was Gutes zu tun. Außerdem lieben sie heimische Pflanzen und Gräser.
nicht zu vergessen ist eine Wasserstelle, flach auslaufende Uferzonen, aber auch eine Schale mit frischen Wasser sind ausreichend. Und natürlich sollte man mit chemischen Pflanzenschutzmitteln sehr sehr sparsam umgehen, oder sie möglichst ganz vermeiden.
Ein Igelhaus bauen
Ganz begeisterte Freunde des Stacheltieres bauen für ihre Gartenbewohner tatsächlich ein sogenanntes Igelhaus. Die Grundfläche sollte dabei etwa 30 x 30cm sein, und die Höhe nicht mehr als 35cm, ein schräges Dach sollte abnehmbar sein und eventuell mit Dachpappe oder einem anderen Witterungsschutz versehen sein. Das Holz für das Häuschen muss natürlich unbehandelt sein, Kiefer oder Lärche eignen sich hervorragend.Will man sich die Arbeit nicht machen, genügt für einen Unterschlupf das anhäufen von Reisig, Laub oder ähnlichem an Gartenhäuschen, Schuppen, Steinhaufen oder alten Baumwurzeln.
Natürlich passiert es immer wieder, das man im Winter Jungtiere, die sich zuwenig Fettpolster angefressen haben, im Garten findet. Aber nicht jeder Igel braucht Hilfe, man sollte sich für die Einschätzung der Situation unbedingt an Fachleute oder Naturschutzverbände wenden, die darüber korrekte Auskunft geben können. Mehr Infos finden Sie auch in unserem Artikel zur Igelhilfe.

