Diese Baumformationen für Ihren Obstbaum

Welche Baumformen sind beim Obstanbau üblich?

Für Obstbäume gibt es verschiedene Baumformen, ideal sind dabei sogenannte Spindeln und Spaliere. Hat man allerdings mehr Platz im Garten und soll das Obst verarbeitet werden, eigenen sich auch gut Hochstämme.
Spindeln haben den Vorteil, dass es schon nach zwei bis drei Jahren eine Vollernte geben kann. Der grösste Teil aller Arbeiten lässt sich bequem vom Boden und im Stehen ausüben, wohl der Grund überhaupt, um hauptsächlich Spindeln zu Pflanzen. Die Lebensdauer allerdings beträgt im Durchschnitt lediglich etwa 15Jahre. Die Spindelform ist recht einfach und leicht zu erziehen. Man muss für diese Baumform nicht der große Experte sein und alles über Obstanbau wissen. Sie ist auch gut für Kernobst geeignet.
Eine weitere Form ist ist der Spalierobstbaum, darunter versteht man hauptsächlich den Anbau an Fassaden und Mäuern. Mit dieser Form kann man auch anspruchsvolle Obstarten ermöglichen. Und ein unschlagbarer Vorteil ist natürlich das dekorative Aussehen der Spalierbäume. Natürlich setzt der Spalieranbau auch hohe Fertigkeit und Kenntnisse voraus. Mit Spalierobst kann man klimatische Bedingungen im Garten maximal nutzen. An den üblichen Süd- oder Südwestfassaden herrschen normalerweise die besten Bedingungen für Obstbau. Und ein letzter großer Punkt ist, dass an Fassaden gezogene Obstbäume weniger von Pilzen befallen werden. Da man nicht beliebig viele Fassadenflächen im Garten zur Verfügung hat, empfiehlt es sich, nur die anspruchsvollsten Obstsorten dort zu pflanzen. Im Süden und Südwesten sollten dabei die

wärmebedürftigsten Früchte wie Aprikosen, Pfirsiche, Nektarinen, Kiwis und ähnl. angebaut werden. Nord und Nordostfassaden sind nur sehr bedingt geeignet für Obst, allenfalls Frühzwetschgen kann man empfehlen. Eines der wichtigesten Elemente für das Spalierobst ist natürlich das Spalier. Es sollte möglichst solide und dauerhaft hergestellt werden, außerdem sollte man daran denken, dass man bei Reparaturen auch wieder leicht an das Gerüst herankommt. Das Drahtgerüst mit sogen. Eisenspannern ist sehr verbreitet, es wird mit verzinkten Eisendraht oder mit Stahldraht(2,5mm). Die Eisenspanner ermöglichen auch nachträgliches Nachspannen. Dann wird auch noch ein Drahtgerüst mit Holz-oder Metallstäben genutzt. Das Holz hat dabei einen Querschnitt von 20 mal 10mm und wird am besten mit Bindedraht oder Spalierhacken befestigt.
Und natürlich gibt es das tradionelle Holzgerüst. Man sollte beim Wandspalier darauf achten, dass ein Abstand von etwa 10-15cm verbleibt. Die Holzlatten sollten vor allem nicht direkt an der Hauswand befestigt werden. Richtwert für die Holzlatten ist ca. 25 x 35mm. Als Holz sind Fichten und Eichen geeignet. Das Imprägnieren von Spalierstäben ist nicht anzuraten, es könnte bei den Trieben zu Verbrennungen kommen. Wenn man sich letztlich für Hochstämme entscheidet, muss man auf jeden Fall eine Aufbauphase von 10Jahren einrechnen, im Höchstfall werden sie bis zu zehn Meter hoch. Die Pflegearbeiten sind dadurch sehr aufwendig und die Ernte wird erschwert.

Tipps zum Pflanzen von Obstbäumen finden Sie hier. Ein nicht unwesentlicher Aspekt sollte der Schattenwurf des Baumes sein, solche Prachtexemplare können den Garten zum Großteil von der Sonne abschirmen. Für größere Obstwiesen eignen sich die Hochstämme optimal, sie können außerdem 50Jahre und mehr werden.

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