Braunkappenpilze wie züchten?

Gartenzucht von Braunkappen

Die Braunkappen kennen manche vielleicht noch als Wildpilz, allerdings ist er mittlerweile doch recht selten zu finden in den heimischen Wäldern. Aufmerksam auf diese aromatisch und sehr mild schmeckende Pilzart wurde man durch Zufall zu Beginn der sechziger Jahre in Berlin. Dort fand man plötzlich ganze Kolonien der Braunkappen auf Strohhaufen. Die Braunkappen ähneln den Stienpilzen in ihrem Aussehen, sie können eine recht stattliche Größe von bis zu 15cm erreichen. Ihre Stiele sind mit einem Häutchen beringt, ihr weißes Fleisch ist wohlschmeckend, aber nicht den Steinpilzen ähnlich. Mittlerweile hat man mehrere Sorten gezüchtet, von hell- bis dunkelbraun, so wurde er zu einem sehr wertvollen Speisepilz. Ebenso wie der Austernpilz bringt die Braunkappe eine recht ansehnliche Ernteausbeute. Bis zu acht Kilogramm kann man pro Strohballen ernten.  Als einfachste Zuchtmethode empfiehlt sich hier ebenfalls der Strohballen, oder Stroh in irgendeiner Form. Die Pilze sind übrigens winterhart und bringen erstmal Ernte in ca. 3 Wellen, haben sie überwintert, dann können es nochmals zwei Wellen werden. Die beste Wachstumstemperatur ist 20-30Grad. Wichtig bei der Ernte des Speisepilzes ist die Tatsache, dass sie keinesfalls abgeschnitten werden sollen, sondern abgedreht, damit sie nicht in Fäulnisgefahr geraten. In der ehemaligen DDR wurde die Braunkappe oder der Träuschling, wie er auch genannt wurde, für den Handel gezüchtet, vor allem in Diskau bei Leipzig wurde der Speisepilz in einer Champignonzucht gehandelt. Dort hatte man den Wert des reichlich wachsenden Pilzes schnell erkannt.

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