Austernpilze aus der eigenen Zucht – das ist leicht möglich
Trotz der Tatsache, dass der Austernpilz eine heimische Pilzart ist, ist er eher selten im Laden zu sehen, jedenfalls wenn man es mit den allgegenwärtigen Champignons. Tatsächlich kann man den Pilz eigentlich überall in der Natur und im Garten antreffen, oft an Baumstämmen. Manchmal kennt man sie auch unter den Namen Kalbfleischpilz oder Austernseitlinge. Ihren Namen haben sie von ihrer Ähnlichkeit mit Muscheln. Man unterscheidet in Winterausternpilze mit dunkelbraunen bis bläulich schimmernden Kappen und dickem, festem Fleisch und den Sommerausternpilzen.
Bei den Winterpilzen muss man wissen, dass er nur zwischen 4Grad und 15Grad Früchte trägt, dagegen ist er nicht so anspruchsvoll und gerade deshalb recht weit verbreitet. Seine Fruchttemperatur beträgt zwischen 15 und 25 Grad und er ist insgesamt von hellerer Farbe als sein winterlicher Verwandter. Dann gibt’s noch einen Liebling der Gartenpilzzüchter, eine amerikanische Art des Austernpilzes, der seine Fruchtkörper zwischen 6 und 28Grad ausbildet und, vor allem, ganzjährig Ernte bringt, wenn er in Heimkultur gezogen wird, im Freien gibt’s ihn vom Frühjahr bis zum Herbst. Alle Austernpilze benötigen Licht, jedoch keinesfalls pralle Sonne, und keine Kellerplätze, dort verkümmern ihre Fruchtkörper regelrecht. Das Stroh ist wohl der Lieblingsplatz des Pilzes, auch wenn sie gut an Stämmen und Sägemehlplatten gedeihen und natürlich gibt es sie auch als Fertigkultur.
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Misserfolge hat man bei der Zucht vor allem bei sehr starken Regenfällen, dann wird das Substrat oft zu sehr durchnässt und das Pilzmycel stirbt regelrecht ab oder wird von Schimmelnestern befallen. Insgesamt ist zu sagen, dass der Austernpilz in all seinen Varianten hohe Erträge bringt. Es gibt 3-4 Erntewellen im Abstand von etwa 4Wochen. Ein kleiner Nachteil kann die hohe Zahl der Pilze sein, die gleich auf einmal reif sind und vor allem auch geerntet werden müssen, da die kleinen Austerpilze zwischen den anderen nicht mehr weiterwachsen. Man muss die Pilze geradezu büschelweise ernten. Vergisst man das abernten, dann setzt sich oft Mehlstaub an, was die Qualität ansich nicht beeinträchtigt, aber viele Allergiker erschauern lässt.Trotz anspruchsloser Zucht, man sieht, auch der Austerpilz braucht ein gewisses Mass an Beachtung und Pflege. Hat man die Pilze geerntet, dann bleiben sie mehrere Tage haltbar, nur an den Stielen erkennt man, dass sie „altern“. In der Küche verwendet, haben sie den Vorteil, dass man sie nicht zu putzen braucht.
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