Apfelgarten-Teil2-Spalierapfelbäume pflanzen

Im ersten Teil habe ich mir Gedanken grundsätzlicher Art über die Anlage eines Apfelgärtchens gemacht.

So soll das später einmal aussehen.Hier die neue Apfelsorte " Admiral" eine Wintersorte die bis Mai lagerbar ist und sehr hohe und regelmäßige Erträge bietet
So soll das später einmal aussehen.Hier die neue Apfelsorte “ Admiral“ eine Wintersorte die bis Mai lagerbar ist und sehr hohe und regelmäßige Erträge bietet

Nun geht es um die konkrete Umsetzung und Pflanzung.

Die fertig gepflanzten Bäumchen mit Wildzaun geschützt
Die fertig gepflanzten Bäumchen mit Wildzaun geschützt

Standort:

Mein Standort für die ersten 5 Apfelbäumchen ( auf M 9 Unterlage) ist eine Lücke zwischen Halbstamm Apfelbäumen auf einer Wiese. Groß genug um mit Licht und Luft ausreichen versorgt zu werden.

Diese kleinen Spalierbäume werden zwischen 2-3 Meter hoch. Gerade so hoch um ohne Leitern diese zu pflegen. Ausserdem kann man die Blüten etwas reduzieren und so die Ernte steuern. Das soll heißen das man das Aussetzen der Erträge ( Alternanz) somit aufheben kann und jährlich eine Apfelernte erhält!

Sortenauswahl

Es sollen ein paar alte Wintersorten sein. Die Wahl fiel schließlich auf einen Ontario, eine rote Sternrenette, einen roten Boskoop und einen roten Grafensteiner. Jetzt hab ich noch Platz für einen einen bis zwei weitere Bäumchen. Die kommen dann später dazu. Zur Auswahl stehen einen Jakob-Fischer Sommerapfel, eine Hetlina Lokalsorte oder einen Admiral.

Neue Apfelsorten

Meine Meinung dazu ist mittlererweile eine andere. Ich denke das es einige neue Sorten gibt die sich sehr gut fü rden ein oder anderen Standort bestens eignen. Deshalb denke ich auch an ein paar neue Apfelsorten. Vielleicht einen Admiralapfel, eine relativ neue Züchtung aus Tschechschien.

Die Gründe für eine neue Apfelsorte liegen darin, dass sie u.U gegen Schorf und Mehltau meist resistent sind und eine reiche Ernte bringen. Was nützt es mir wenn ich zwar eine ganz alte Apfelsorte im Garten pflanze, die Früchte dann aber so mit Schorf überzogen sind das man sie nicht essen kann.

Grundsätzlich sollte man die Apfelsorte vorher schon einmal probiert haben, bevor man einen Baum davon in den Garten pflanzt. Mittlerweile gibt es Apfelbauern die ihre Äpfel online verkaufen. Der Supermarkt bietet meist die geringste Auswahl zum probieren.

Hat man einen Apfelbaum im Garten, dessen Sorte nicht so passt, kann man ihn später noch umveredeln. Dazu aber in einem späteren Artikel mehr.

Material für ein Spalier mit ca. 6 m Länge:

2 Gartenpfosten, ca 2,60 m

einen Erdbohrer ( erleichtert die Arbeit)

Spanndraht ( 55 m)

2 Erdacker mit Öse

5 Apfelbäumchen auf M 9 Unterlage

Hasendraht ca, 5 m

5 Bambusstäbe, daumendick

Wildzaun, 1,60 hoch

Komposterde ( ca. 80 Liter)

Zange, Schaufel, Schubkarre

Sicher kann man sich das ein oder andere an Material sparen. Gerade der Wildzaun ist im Vergleich schon eine Investition. Aber unser Garten liegt ausserhalb einer Ortschaft, Hasen und Rehe knabbern gerne im Winter an der frischen Rinde. Der Wildzaun schützt meine Apfelbäumchen so vor dem Verbiss. Die Maschen im unteren Bereich des Wildzauns sind enger und werden oben dann breiter.

Von einem Freund hab ich mir einen Erdbohrer mit 10 cm Durchmesser  geliehen. Die 2 Löcher für die Gartenpfosten sind je nach Erde schnell gebohrt. Pfosten ausrichten und mit Sand, Steinen und Erde dann wieder fest stampfen. Am besten ihr arbeite zu Zweit, dann ist die Arbeit viel leichter.

Als nächstes bohren wir die Erdacker neben die Pfosten. In die Ösen kommen danach die Spanndrähte. Ihr könnt auch Drahtspanner mit einbauen. Ich hab das jetzt noch nicht gemacht. Meine Gartenpfosten haben bereits angenietete Auflagen in die der Draht geführt wird.

Der Erdbohrer für die großen Gartenpfosten
Der Erdbohrer für die großen Gartenpfosten

Mit dem Draht spannen wir grob eine Reihe durch um die Richtung für die Pflanzlöcher zu bekommen. Dann heben wir alle Pflanzlöcher aus und legen den Hasendraht zum Schutz vor Wühlmäusen in die Löcher hinein.

Die Pflanzlöcher mit dem grob eingelegten Hasendraht zum Schutz gegen Wühlmäuse
Die Pflanzlöcher mit dem grob eingelegten Hasendraht zum Schutz gegen Wühlmäuse

Anschliessend mischen wir die Aushuberde mit der Komposterde und pflanzen die Bäume mit dem Bambusstab so ein, dass die Veredelungsstelle etwa 10-15 cm über der Erde heraus steht.

Nach dem einschwemmen der Erde rollen wir die Ränder des Hasendrahtes zusammen.
Nach dem einschwemmen der Erde rollen wir die Ränder des Hasendrahtes zusammen.

Wenn alles soweit steht, stellen wir den Wildzaun auf. Der Zaun ist sehr stabil und hat entsprechendes Eigengewicht. An den Ecken und jeweils in der Mitte der Einzäunng schlagen wir ein paar Metallstäbe zum Halt ein. Mit Draht wird der Zaun daran befestigt.

Alles in allem haben wir zu Zweit etwa 6-7 Stunden daran gearbeitet.

Da die kleinen Bäumchen schnell tragen sollen, erwarte ich im kommenden Jahr die ersten Äpfel. Mal sehen. Ich werde weiter hier berichten.

Wenn ihr Fragen dazu habt, schreibt in die Kommentare.