Wie nützlich sind Ohrschlüpfer, Ohrwürmer
Biologische Schädlingsbekämpfung
Zugegeben, recht schön sehen sie nicht aus und selbst der Mensch spürt ihr Zwicken auf der Haut, aber sie sind sehr nützlich für den Garten - die Ohrschlüpfer -
Sieben Arten gibt es in Europa, sie sind meist dunkelbraun bis gelblich in ihrer Färbung und können bis ca. 30mm groß werden, außerdem gibt’s da noch die beeindruckenden Zangen an ihrem Ende. Diese dienen sowohl dem Angriff als auch der Verteidigung und die Männchen halten damit die Weibchen bei der Begattung fest. Die Männchen haben auch die eindrucksvolleren gebogeneren Zangen. Grundsätzlich können die Käfer fliegen, doch unser heimischer Gemeiner Ohrwurm wird kaum dabei zu beobachten sein. Die Zwicker leben eigentlich das ganze Jahr über im Garten, tagsüber mögen sie es feucht und dunkel, z.Bsp. unter Steinen oder Baumrinden, ansonsten sind sie nachtaktiv.
Fortpflanzung findet im Herbst oder im frühen Frühjahr statt. Die gelegten Eier werden in Erdhöhlen abgelegt und sorgfältig vom Weibchen bewacht. Eine Eigenart ist, dass die Eier gewendet und geleckt werden, um sie vor Austrocknung zu schützen.
Sowohl die Larven als auch die erwachsenen Ohrwürmer sind richtige Allesfresser, sie knabbern auch gerne mal an Obst. Das kann sie allerdings so gar nicht locken, wenn Blattläuse oder Spinnmilben in der Nähe sind. Bis zu 120 davon können ausgewachsene Tiere in einer Nacht vertilgen. Sehr geschätzt werden die Ohrwürmer an Obstbäumen, da sie vor allem die Blutläuse fressen.
Fördern kann man die Nützlinge, wenn man z.Bsp. Mulch ausbringt, eventuell aufgelockert durch kleinere Ästchen und Steine. Außerdem gibt es die berühmten Tonblumentöpfe als Heim. Sie kann man in die Bäume hängen, versehen mit etwas Heu oder Stroh, darin fühlen sie die Ohrwürmer wohl und bilden einen natürliche Schädlingsbekämpfung.






