Marienkäfer im Garten
Blattläuse und Marienkäfer
Wer mag sie nicht, die kleinen roten Marienkäfer mit den schwarzen Tupfen auf den Flügeln. Fast sehen sie aus wie Halbkugel auf Beinen und sie sollen Glück bringen. Dabei kann sowohl die Färbung als auch die Punkte sehr unterschiedlich sein, sogar rote Punkte auf schwarzen Flügeln kennt man. Dabei ist die Anzahl der Punkte innerhalb einer Art immer die gleiche und das Gerücht es habe mit dem Alter der Käfer, vergleichbar der Ringe bei den Bäumen, zu tun, es eben ein Gerücht. Diese schnuckeligen, von Groß und Klein geliebten Käfer, sind aber tatsächlich Raubtiere. Sie ernähren sich von Blattläusen, Milben und Schildläusen, also hauptsächlich von Tieren, die Pflanzen den Saft aussaugen. Man rechnet, dass die größeren Exemplare der Käfer oder ihrer Larven bis zu 150 Blattläuse pro Tag “verarbeiten”können. Rechnet man die Zahl hoch auf das gesamte Marienkäferleben, dann hält sich das Mitleid mit den räuberisch Überfallenen doch sehr in Grenzen. Im Garten sind sie fast unentbehrlich. Tatsächlich gibt es jedoch auch Marienkäfer, die nur Pflanzen fressen, und dabei zum Glück jedes Gärtners, auf Mehltaupilze. Übrigens kann man von der Lieblingsnahrung der einzelnen Käferarten auch auf die Farbe der Glücksbringer schließen. Rot und gelb hauptsächlich für Blattläuse, dunkle Färbung für Schildläuse und Spinnmilben. Zusätzlich sind Marienkäfer noch sehr weitgereist, sie legen pro Jahr enorme Strecken zurück, ob fliegend oder krabbelnd, egal, Hauptsache bei der Ankunft gibt es Futter.
Gibt’s davon nichts, wird kurzzeitig auf Alternativen wie Pollen oder Nektar umgestiegen. Praktischerweise pflanzen sich Marienkäfer im Frühjahr fort, dann also wenn ausreichend Nahrung in Form von Blattlausbefall zur Verfügung steht. Die Eier werden gruppenweise in der Nähe von Blattlauskolonien abgelegt. Überwintern können die Käfer an geschützten Stellen wie unter Steinhaufen oder Bodenstreu. Vor Temperaturschwankungen und Sonnenlicht geschützt, aber gut durchlüftet.
Natürliche Feinde des Marienkäfers gibt es reichlich, Nagetiere, Eidechsen, Vögel, Spinnen und andere Insekten. Nähert sich einer davon, so ziehen die Käfer die Beine an und stellen sich tot, ausserdem sondern sie eine übelriechende Flüssigkeit ab.
Wenn man vom Einsatz chemischer Mittel im Garten absieht und im Frühjahr an manchen Pflanzen Blattläuse duldet, kann man sich die Marienkäfer regelrecht heranziehen.






