Regenwasseranlagen für den Garten
Gute Gründe für eine Regenwasseranlage zum Auffangen und Verwerten von Regenwasser gibt es eigentlich genügend.
Einer der wichtigsten Gründe ist mit Sicherheit der, dass die Wasservorräte begrenzt sind. Gutes Trinkwasser wird immer rarer und teuerer. Vor allem in Gegenden mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung ist die Nitrat- und Pestizidbelastung schon heute ein Problem.
Deshalb wird das kostbare Nass immer öfter aus weit entfernten Regionen unter hohen Kosten herangeholt. Dies führt auch zu heiklen Grundwasserabsenkungen in den liefernden Gebieten. Ein weiterer Punkt sind die Kosten, heute kostet der Kubikmeter Trinkwasser in Deutschland, unabhängig vom Gebiet ab 1,50 Euro aufwärts, Brauchwasser liegt ebenfalls in dieser Kategorie, zusammen ergibt das einen durchschnittlichen Preis von ca. 160 Euro pro Bundesbürger. Durch Nutzung von Regenwasser kann man diese Kosten reduzieren. Dann gibt es natürlich auch Gründe wie geringere Waschmittelnutzung, längere Gerätestandzeiten…., die eine Regenwassernutzung als Vorteil sehen lassen.
Auch den Pflanzen im Garten bekommt das kalkfreie Regenwasser, bis auf wenige Ausnahmen, sehr gut und die Topfpflanzen lieben das weiche Wasser sowieso. Außerdem bilden sich bei den beliebten Tontöpfen keine Kalkbeläge. Leitungen und Rohre verkalken nicht.
Als letztes ist zu sagen: Regenwasser ist kein Abwasser. Die mögliche Gesundheitsgefährdung, die von einigen befürchtet wurde, hat sich nicht bestätigt. Es gab ganz vereinzelt Fälle von Verunreinigung durch Keime. Diese Verschmutzung kann man durch ein paar Massnahmen wie einen Zisternenfilter verhindern. Außerdem ist natürlich ausschlaggebend, für welche Zwecke Regenwasser verwendet wird. Die Toilettenspülung, Waschmaschine und Gartenbewässerung ist die übliche Verwendung. Und, was noch besser ist, der Einsatz von Regenwasser aus den Anlagen könnte dazu führen, dass in den Gemeinden weniger überdimensionierte Kläranlagen oder Abwasserleitungen gebaut werden.

