Dachbegrünungen für Haus und Carport

Infos zu Substrat, Pflanzen und Aufbau der Begrünung

Heute ist vor allem in Grossstädten der Grund wieder extrem kostbar geworden, doch auch auf dem flachen Land verstärkt sich der Drang nach mehr Natur. So ist es kein Wunder, dass die Dachbegrünung wieder Thema geworden ist. Wie schon bei anderen neuen alten Sachen gibts hier entweder große Gegner oder bedingungslose Befürworter. Eine Dachbegrünung fand nachweislich im größeren Stil schon vor langen Zeiten statt. So wurde im römischen Reich, und hier vor allem in der Hauptstadt Rom, die Begrünung des Daches diskutiert und ausgeführt. Die Überlegungen dazu sind nach wie vor die gleichen. Bewachsene und grüne Dächer schützen besser vor Kälte oder Wärme, schaffen ein ausgeglicheneres Innenklima, mindern auch oft Lärm und Dreckbelastung, und manchmal schützen sie auch noch das Dach als solches.

Ein wesentliches Merkmal der Dachgärten ist auch, keiner kommt rein und sie sind klein und nicht sehr arbeitsintensiv. Einer Begrünung und vor allem Nutzung eines Dachgarten stehen in unserer heutigen Zeit oft die recht steilen Dächer entgegen.Sollte man mit dem Gedanken an ein „Naturdach“ spielen, muss man sich vorher ein paar grundlegende Gedanken machen.Man unterscheidet meisten zwischen extensiver und intensiver Begrünung. Intensiv ist sie, wenn die Erde oder das Substrat für die Pflanzen mehr als 20cm aufgetragen werden muss, wenn es anspruchsvolle Pflanzen mit ebenso anspruchsvoller Pflege, wie regelmässige Düngung oder Wasserversorgung, sind. Extensiv, also leichter behandelbar, sind Dächer mit dünnen Subrat und kaum Pflege.Mittlerweile kann man sich auch fachkundig beraten lassen, viele Firmen bieten solche Gartengestaltung schon an. Erkundigen sollte man sich aber, wieviel Erfahrung eine solche Firma hat.Die Begrünung hat auch umweltfreundliche und ökologische Vorteile.

Eigentlich sind die Gärten so etwas wie magere Standorte, wie sie z.B. im Hochgebirge vorkommen, an Steinbrüchen oder anderen Flächen. Manche Dächer begrünen sich auch selbst. Je nach Standort werden vor allem die gescholtenen Eternitdächer oder Dachpappe von Moos und Flechten besiedelt. Und diese dienen nach einiger Zeit auch anderen Pflanzen als Untergrund. Wichtig für die Begrünung sind Dachneigung, Dachdämmung und Dachlast. Ist ein Dach mehr als 50Grad geneigt, sollte man von einem Dachgarten lieber absehen. Bei Nullgraddächern kann man auch eine Neigungen nachträglich erzielen, z.Bsp. durch Einsetztung keilförmiger Dämmelemente. Entscheidend bei Dachneigungen sind Sonneneinstrahlung und Wasserversorgung. Bei den Fragen zur bestehenden Dachdämmung und einer zusätzlichen Dämmung durch Pflanzen sollte man auf jeden Fall vorher einen Fachmann konsultieren. Und natürlich muss bei einer Begrünung die Traglast des Daches berücksichtigt werden, vor allem, ob es zur Normallast ständig auch zu anderen Lasten wie Schnee, Eis und ähnlichen kommen kann.