Den Zaunbau selbst in die Hand nehmen
Holzzäune sind ein traditioneller Bestandteil von Gärten. Das kann ein einfacher Weidenzaun oder ein ornamental ausgestalteter Zaun aus Hartholz sein, dass spielt keine Rolle. Holz als Werkstoff für die Zäune hat einige gewichtige Vorteile, allerdings auch ein paar, wenn auch wenige Nachteile.

Gartenzaun selber bauen
Die Vorteile eines Holzzaunes sind zum ersten die geringen Kosten bei der Anschaffung von Holz, zum anderen lässt es sich recht einfach und gut bearbeiten. Holz ist nachhaltig und als nachwachsender Rohstoff auch ökologisch eine gute Wahl. Unübertroffen ist der Werkstoff Holz in der Vielseitigkeit seiner Verarbeitung und Verwendung. Zäune aus Holz lassen sich auch deshalb, sogar für Laien, leicht bearbeiten, da es eigentlich immer jemanden gibt, der Holzbearbeitungsmaschinen wie Kreis- oder Bandsäge
besitzt und einem gerne mal daran arbeiten läßt.
Einer der größten Vorteile von Holzlatten ist allerdings die Reparatur eines Zaunes. Gefaulte oder morsche Latten lassen sich meist leicht austauschen. Und, in der heutigen Zeit recht wichtig, Holz ist zu 100% biologisch abbaubar. Dem gegenüber steht einer der größten Nachteile bei Holz, nämlich die Haltbarkeit. Im Ideal liegt diese bei ca. 25 – 30 Jahren. Und manchmal passen die Holzzäune einfach nicht zum jeweiligen Haus oder Garten.
Gartenzaun selber bauen
Bei der Verwendung von Holz für Zaunlatten, gibt es einige Regeln, die man möglichst berücksichtigen sollte. So gibt es Hölzer, die sich für einen Zaun eigentlich garnicht eignen. Dies sind Fichte und Kiefer wegen ihrer Witterungsanfälligkeit. Deshalb sollte man sich auch nicht vom billigen Preis beeinflussen lassen. Ein weiteres ungeeignetes Holz ist die Zirbe, früher oft benutzt, heute jedoch viel zu selten im Vorkommen, um als Zaun verwendet zu werden. Auch die sibirische Lärche ist ungeeignet, mehr aus moralisch-ethischen Gründen ähnlich dem Tropenholz, es wird recht unkontrolliert abgebaut und außerdem leben viele seltene Tierarten auf, in und in der Nähe der Bäume. Denn durch den hohen Harz- und Gerbstoffgehalt ist das Lärchenholz witterungsbeständig und resistent gegen Schädlinge. Allerdings sollte man dabei unbedingt auf heimische Arten zurückgreifen. Das leidige Thema „Tropenholz“ ist auch hier Thema, kein Gütesiegel der Welt kann über lange Transportwege und wilde Abholzung hinwegtäuschen. Für Holzpuristen und –tradionalisten sind Hölzer aus der Region oder dem Land sowieso tabu. Sehr gut für den Holzzaunbau eignen sich Robinie, Edelkastanie und Eichen, alles sehr witterungsbeständige Arten, aber als Hartholz auch schwieriger zu bearbeiten und teuerer. So entwickelt neben der Pilz- und Fäulnisresistenz und langen Haltbarkeit eine wunderschöne Patina. Vorsicht allerdings in der Nähe von Pflaster und Mauern, bei Regen kann die Gerbsäure ausschwemmen und Steine färben.
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