Welche Rasenmischung ist für meinen Garten richtig?
Die wichtigsten Rasengräser kurz erklärt
Ein Rasen ist nicht gleich ein Rasen, es gibt die verschiedensten Mischungen für alle möglichen Bedingungen. Grundsätzlich ist der Rasen eine Fläche von Pflanzen, die sehr kurz geschnitten sind und durch mehrmaliges Mähen auch kurz bleiben sollen, die Pflanzen werden gleichsam am blühen und Samen tragen gehindert.
Hauptsächlich unterscheidet man vier bis fünf wichtige Rasengräser. Deutsches Weidelgras, Rohr-, Schaf-, und Rotschwingel, sowie Wiesenrispengras und Straussgräser.
Das Weidelgras ist eine schnellwachsende Art, die sehr gut trittverträglich ist, aber auch recht pflegeintensiv. Es muss rechtmässig gemäht werden, um gut zu gedeihen. Rotschwingel wächst recht langsam und ist mässig trittverträglich, Schafschwingel ist recht gut für schwierige Böden geeignet, hat eine hohe Frosttoleranz, sollte allerdings nicht für betretbare Rasen genutzt werden, außerdem verträgt es Trockenheit gut. Rohrschwingel hat dagegen eine gute Trittverträglichkeit, hält auch für eine gewisse Zeit Wasser stand(Überschwemmungen). Wiesenrispengras ist trittverträglich, wächst durchschnittlich schnell und kann sich gut regenerieren. Allerdings ist es pflegeintensiv.
Straussgräser sind sehr schmale Blätter und ergeben ein sehr dichtes Rasenbild. Sie sind schnell bodendeckend, verlangen intensive Pflege und sind normal trittverträglich.
Wie man nach dieser kurzen Auflistung erkennen kann, ist es am besten zwei oder sogar mehrere Rasenmischungen. Aber natürlich garantiert die Mischung keinen perfekten Rasen, aber es hilft.
Will man einen sogenannten Zierrasen, der gut aussehen soll, aber nicht oder kaum betreten wird, so mischt man am besten die Arten Rotschwingel und Straußgras, für einen normalen Gartenrasen eignen sich am besten eine Mischung, die einen guten Teil (bis 40 – 45%) Deutsches Weidelgras enthält. Soll der Rasen pflegeleicht sein, empfehlen sich Sorten, die langsam wachsen. Dadurch muss weniger gemäht werden. Soll er aber auch betreten werden, muss sorgfältig abgewägt werden, was wichtiger ist.
Natürlich garantieren die aufgezählten Sorten nicht, dass der Rasen sich immer „wohlfühlt“. Manchmal gibts auch besondere Bedingungen, wie Schatten oder extremes Sonnenlicht, steile Hänge (bei sehr steilen Stellen eher Bodendecker pflanzen) oder steinige Flächen. Außerdem noch wichtig der Baumbestand, Laubbäume gestatten Rasen, Nadelbäume eher gar nicht. Will man Blumen unter den Rasen mischen, muss man sich bewußt sein, dass der Rasen bzw. die Wiese mit der Sense ca. 2-3mal im Jahr gemäht werden muss, außerdem ist hier Unkrautvertilger nicht einsetzbar.






