RSS

Die Rasenpflege darf nicht vernachlässigt werden

Rasenpflege aber richtig



Der „englische Rasen“, welcher deutsche Rasenbesitzer bekommt nicht strahlende Augen, wenn er an den Ablick von sattem, dichtem Grün denkt. Bevorzugt werden die Briten natürlich vom reichlichen Niederschlag auf der Insel, allerdings ist bekannt, dass die Inselbewohner ihren Rasen regelmässig mähen und pflegen und auch bei den Geräten zur Pflege nicht sparen.

Grundsätzlich gilt, dass ein schöner Rasen sehr regelmässig gemäht werden muss, mindestens einmal pro Woche sollte ca. ein Drittel des Grashalmes abgeschnitten werden.
Außerdem ist es tabu, den Rasen ins Kraut schießen zu lassen, das erschöpft die Gräser zu sehr. Das Mähen dient dem Zweck eine gleichmässig dichte Grasoberfläche zu erhalten. Ist dies möglich, so sollte in parallelen Bahnen von einem Ende zum anderen in recht trockenem Zustand gemäht werden. Bei der Planung sollte man deshalb gleich einmal Hindernisse im Rasen vermeiden. Gewöhnlich ist die Grashöhe ca. 4cm, bei Zierrasen 2cm, dieser muss auch öfter, nämlich alle drei Tage, gemäht werden.
Konnte der Rasen witterungsbedingt länger nicht gemäht werden, darf kein Rasierschnitt erfolgen, sonst wird der Rasen gelb. Die Höhe muss dann allmählich gekürzt werden.
Großes Thema ist der Rasenmäher, Spielzeug vieler Männer. Für kleine Rasenflächen ohne regelmässiges Mähen genügt z.Bsp. ein kleiner Mäher mit geringer Breite, der leistungsstark ist. Man sollte im Fachhandeln seinen Rasen genau schildern, damit man das richtige Gerät erhält. Auch wenns schwerfällt, keinen großen Mähertraktor für einen kleinen Rasenfleck nutzen.
Nach dem Schnitt sollte man das Schnittgut auf jeden Fall entfernen, da es nur Feuchtigkeit auf dem Rasen staut und dies begünstigt Krankheitsentwicklungen. Außerdem verrottet Rasenschnitt sehr schlecht, es entsteht unansehnlicher Filz.
Will man auch im Sommer einen schönen Rasen muss man auf jeden Fall regelmässig wässern. Natürlich verträgt gesunder Rasen auch eine Zeitlang Wassermangel, aber es sollte nicht zu lange dauern. Es gilt, dass beim Wässern der Boden etwa 8-10cm tief feucht werden sollte, mehr brauchts nicht. Man kann auch nach Regen immer wieder einen Anstich machen, dann kann man sich öfter das bewässern sparen. Soll der Rasen widerstandsfähiger werden, einfach einmal eine Zeit nicht sprengen, dann wurzelt die Pflanze in tiefere Schichten. Durch diese kräftigere Bewurzelung wird der Rasen in der kommenden Saison widerstandsfähiger.
Möchte man einen dichten und gesunden Rasen, sollte man auch hin und wieder düngen.
Rasendünger liefert Nährstoffe für das Grün, vor allem Phosphor(P), Kalium(K) und Stickstoff(N). Schnellwirkende Dünger mit Ammoniumstickstoff sollen nur mit Bedacht genutzt werden, sonst wird schnell überdüngt. Vermieden werden soll grundsätzlich Dünger, der keine Wachstumsschübe auslöst, auch hier gilt, eher langfristig und langsam.
Eigentlich reichen 3 Düngungen pro Jahr, im Frühjahr März bis Mai. Vermeiden sollte man Mistdünger oder Kompost, sie sind in ihrer Wirkung recht unberechenbar.
In regelmässigem Abstand, ca. 2-3mal im Jar, sollte man den Rasen belüften. Das geht ganz einfach mit einem Rechen oder einer Gartengabel, auch Nagelschuhe eignen sich dafür. Außerdem empfiehlt sich die Besandung. Dies muss nach der Belüftung erfolgen, ca. 2Liter auf einen Quadratmeter. Einfach mit einem Nylonbesen in die Löcher kehren.
Weitere Pflegemassnahmen sind Vertikulieren oder das sogenannte Topdressen.
Beides sollte man wirklich nur gelegentlich ausführen.