Welche Mohnblumen für den Garten pflanzen?
Für den Gärtner interessant ist meist der Klatschmohn, auch Ackermohn, Blutblume oder Pfarrjüngferli genannt. Für den Menschen sind die leuchtenden Blüten knallrot, für Bienen und Hummeln allerdings wirken sie ultraviolett. Die Pflanze liebt kalkreiche Böden, am liebsten solche aus Lehm. Man kann im März/April in Töpfen vorkultivieren, bevorzugt man das direkte Aussäen, dann sollte dies von April bis Juni passieren. Von der Keimung bis zur Blüte dauert es etwa drei Monate. Übrigens, breitet sich der Klatschmohn in Getreidefeldern aus, so bedeutet dies, dass keine oder extrem wenige Herbizide ausgesprüht wurden.
Ziermohnarten für das Gartenbeet
Für den Garten gibt es mittlerweile eine ganze Menge von Ziermohnarten des Klatschmohns. Sie alle wachsen buschig bis ca. 60cm. Allerdings muss man darauf achten, dass die einzelnen Pflanzen nicht zu nahe stehe, da sie sich sonst kaum verzweigen können. Eine besondere Zuchtform ist der Seidenmohn, er passt auch in kleine Gärten und kann rosa, rot und weiß blühen. Zu empfehlen ist, den Mohn direkt in Reihen von etwa 35cm auszusäen. Dabei sollte man die Samen eher dünn aussäen und recht flach. Mohn ist ein Lichtkeimer, soll also durch den Boden noch die Sonne sehen. Man sollte den Mohn nicht versetzen, er besitzt Pfahlwurzeln, die sich eigentlich kaum erfolgreich woandershin versetzen lassen. Soll im Garten früh der Mohn blühen, so kann man unter Umständen den Samen schon im September/Oktober aussäen. Vor Wintereinbruch bildet die Pflanze dann noch eine kräftige Rosette aus Blättern, sie wird normalerweise auch den Winter überstehen.
Weitere schöne Ziermohnarten sind der Pfauenmohn, dessen Blüten dreifarbig sind, der stark gefüllte Ferdermohn und kultivierte Schlafmohnarten wie der scharlachrote Danebrog oder der schwarz-purpur blühende Mesphisto.
Eine eigene Gruppe bilden mehrjährige Staudenmohnsorten, darunter der sehr beliebte Türkische Mohn. Er stammt ursprünglich aus dem Kaukasus, Teilen der Türkei und des Iran. Die Pflanze bevorzugt durchlässige, sandige, leicht humushaltige Böden. Und Sonne! Da ihre Blütenstengel stark behaart sind, sind sie nicht sehr attraktiv für Schnecken. Dieser Mohn verfügt über eine breite Blütenfarbpalette. Ein etwas unwirklich wirkender Mohn ist der Blaue Scheinmohn, er wurde in China um 1890 entdeckt. Diese Art wächst sogar in Höhenlagen von etwa 5000m im Himalaya. Für interessierte Gärtner gibt es Infos zu Saatgut auch unter www.hof-berggarten.de.cx, www.dsv-saaten.de.

