Welche giftigen Pflanzen gibt es im Garten?

Gift im eigenen Garten?

Fast alle Pflanzen, die wir im Garten haben, enthalten auf die eine oder andere Weise Gifte.
Doch es gibt nur sehr wenige „richtige“ Giftpflanzen, die meisten enthalten Gift in einer Menge, die für den Menschen bei richtigem Umgang keine toxische Wirkung haben. Die in den Pflanzen enthaltenen Stoffe sind eigentlich immer bekannt und man kennt die Auswirkungen auf den menschlichen Organismus. Heilpraktiker, Ärzte und Homeopathen nutzen die Pflanzengifte, indem sie sie konzentriert und in genauen Dosen verabreichen. Der Ausspruch bei Medikamenten „es ist ja rein pflanzlich“ kann also nicht wirklich beruhigen und dazu aufrufen, ungehemmt solche Mittel einzunehmen. Man unterscheidet auch noch Vergiftungen, die auftreten, wenn die Pflanzen oder deren Früchte roh gegessen oder berührt werden, und solchen bei verarbeiteten und gekochten Pflanzen. Man kann bei der überwiegend Zahl von Pflanzengiften jedoch von vorneherein feststellen, dass sie nur bei sehr hoher und dauernder Dosierung Schaden zufügen. Anrufe bei den deutschen Giftnotrufzentralen betreffen etwa zu 14% giftige Pflanzen. Kinder und Jugendliche sind hier am häufigsten betroffen, wobei erwähnt werden sollte, dass Jugendliche zunehmend Pflanzen als Drogenlieferant nutzen, z.Bsp. die berüchtigte Engelstrompete oder Beeren der Tollkirsche. Eine weitere Ursache für Pflanzenvergiftungen sind Verwechslung, häuftig bei Pilzen oder auch dem allseits beliebten Bärlauch mit der Herbstzeitlosen, auch Verwechslungen des Rucolasalates sind aktuell vorgekommen.
Sollte man merken, dass man sich mit Pflanzen vergiftet hat, gilt als Erstes keine voreilige Anwendung von Hausmittelchen oder Laientherapie. Möglichst die jeweiligen Giftnotrufzentralen anrufen, Symptome und Pflanzen(wg. Identifizierung) genau beschreiben.
Einzig als Hausmittel wirksam ist Wasserzugabe und vorherige komplette Entfernung aus dem Mund oder Rachen. Keine Milch als Spülmittel oder Salzwasser als Brechmittel verwenden!