Kürbissorten – Kürbisrezepte

Die bekanntesten Kürbissorten

Von der größten Beere der Welt, dem Kürbis, sind ca. 800 Sorten bekannt. Allerdings vermehren sie die Kürbisse auch noch jedes Jahr um ein paar weitere, da sie dauernd gekreuzt und veredelt werden. Die meisten Kürbissorten sind dabei recht länderspezifisch, was dazu führen kann, dass man Kürbisse manchmal gar nicht also solche erkennen kann, so ungewöhnlich ist ihre Gestalt. Wo Sie Kürbisse kaufen können erfahren Sie u.a hier.

Ein paar dieser Arten, vor allem die, die gut schmecken und leicht zu handhaben sind , sollen hier beschrieben werden. Einer der bekanntesten und wohl auch schon durch Omas und Großtanten bekannt, ist der Gelbe Zentner. Seine wahrlich riesenhafte Gestalt wurde vormals oft als süßsauereingelegte Mischung in Gläser gefüllt. Die Farbe ist gelb und auch leicht orange, sie sind nicht ganz rund und vor allem wiegen sie eine ganze Menge, im Normalfall bis etwa 30kg, in Einzelfällen kann es aber eine ganze Menge mehr an Gewicht sein. Beim Anbau dieses Riesen muss man viel Platz im Garten freihalten, da die Ranken des Kürbisses bis 5m lang werden. Außerdem muss er auf jeden Fall regelmäßig gedüngt werden. Ansonsten sind sie recht robust und schwächeln auch nicht bei schlechtem Wetter. Der Geschmack ist allerdings jetzt nicht außergewöhnlich, manche bezeichnen ihn auch als fad, aber es hat eine Menge an Fruchtfleisch und das will auch verarbeitet werden. Daran sollte man denken, wenn man ihn pflanzt. Er eignet sicht sehr gut für Kürbissuppen und Gebäck. Sozusagen der kleinere Bruder ist der Rote Zentner, er ist etwa 10kg schwer und aromatischer als der Gelbe.

In Frankreich liebt man diesen Kürbis, dort heißt er “Rouge Vif d´Etampes“. Der Halloweenkürbis schlechthin heißt “Jack O´Lantern”, er ist vor allem fast komplett rund, die Schale ist sehr fest und er hat innen einen großen Hohlraum, was ihn natürlich zum Schnitzen geradezu geschaffen hat. Das Fruchtfleisch ist sehr wohlschmeckend und vor allem für Suppe, Sauce oder Mus geeignet. Im Anbau ist er nicht besonders platzgreifend und rank, aber sehr ertragreich. Ein sehr ungewöhnlicher Kürbis ist der Türkenturban, er hat eine Turbanform und ist meist eine Farbmelange aus grün, rot und gelb. Die meisten verwenden ihn nur zur Dekoration, aber man kann ihn ohne Probleme essen, er ist sehr aromatisch und nicht so wässrig. Man verwendet ihn oft als Füllung. Da er genauso rankend ist wie der Gelbe Zentner, benötigt er beim Anbau viel Platz. Der Hokkaido ist geschmacklich wohl für die meisten Menschen der beste Kürbis, sein Fleisch ist kräftig orange und fest, wenn man ihn jung erntet kann man sogar die Schale mit verarbeiten. Den Hokaido gibt es auch in Grün, er errreicht meist ein höchstgewicht von etwa 4kg. Wegen des hohen Karotinanteils verwertet man ihn auch oft als Babybrei. Der Spaghettikürbis ist für viele eher gewöhnungsbedürftig, er ist länglich, gelblich und wird etwa 30 cm lang. Zuerst gart man den Spaghettikürbis im Ganzen im Backofen oder im großen Topf. Dann kann man mit etwas Geschick mit einer Gabel das Fruchtfleisch so herausziehen, das es aussieht wie Spaghetti. Dazu Pastasauce und fertig! Im Garten benötig er wenig Platz, manche ziehen ihn auch auf der Terasse oder dem Balkon. Beim Butternut gibt es auch mehrere Sorten. Sie ähneln sich zwar in Farbe und Form, aber alle schmecken sehr charakteristisch. Normalerweise sind diese Kürbisse birnenförmig, etwa 20cm lang und besitzen ein sehr glatte, harte Schale. Das Früchtfleisch ist bei fast allen dunkelorange und schmeckt leicht süß und nach Nuss. Seine Reifezeit dauert etwas länger als bei anderen Kürbissen, außerdem liebt er die Sonne und wirds mal im Sommer länger kühl, dann mag er eigentlich schon nicht mehr. Dagegen ist er beim Lagern der Beste. Gut ausgereift, kann man ihn fast zwei Jahre aufheben.

Meist nutzt man ihn zum Füllen und Überbacken. Einer der schmackhaftesten Exemplare ist der Muskatkürbis, der Muscade de Provence. Er kann bis zu 20kg schwer werden, ist eher flach als rund, und etwa 35cm im Durchmesser. Frisch geerntet hat er eine grüne Farbe, ist er voll ausgereift, dann nimmt er eine dunkelbräunlichorgane Farbe. Das Fruchtfleisch hat tatsächlich ein süßes Muskataroma und eignet sich eigentlich für alle Zubereitungen. Ob für Süßspeisen wie Marmelade oder Kuchen oder für Suppen und Gemüsetöpfe, es eignet sich für alles. Will man ihn anbauen, dann sollte man ihm auf jeden Fall den windgeschütztesten und wärmsten Ort. Kleinere Kürbisse, wie Sunburst, Sweet Dumpling oder Patisson, werden meist wegen ihres tollen und ungewöhnlichen Aussehens nur als Zierkürbisse verwendet sie können jedoch auch gegessen werden. Ihr Fruchtfleisch ist normalerweises sehr schmackhaft, allerdings sind sie wegen ihrer Größe nicht sehr ergiebig.