Die Holunderernte flüssig verarbeiten
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Viele kennen ihn, den traditionellen Holunderblütensekt. Er gehört oft zu den Erinnerungen aus der Vergangenheit und ist auch nicht immer gelungen oder hielt sich nicht lange. Trotzdem umweht ihn ein Hauch von Ungewöhnlichem, schon allein durch sein Aussehen mit den schwimmenden Blütendolden und den Zitronenscheiben. Tatsächlich scheinen wieder immer mehr Leute den Hollersekt anzusetzen, auch wenn die Rezepte stark varieren, hier eines davon.
Rezept für Holundersekt
Das Wichtigste sind natürlich die Blütendolden, davon etwa vier Tassen der einzelnen Blüten. Das reicht für etwa 5-6Liter Wasser je nach Geschmack. Dieses Wasser erwärmen und etwa 800g Zucker einrühren, wer es süßer mag, ca. 1kg. Das Ganze kochen lassen. Die Hollerblüten gemeinsam mit den geschnittenen Scheiben von drei Zitronen (unbehandelt) in ein Glas oder Porzellangefäss füllen, darauf das heiße Zuckerwasser geben und mindestens 5Tage abgedeckt an einem warmen Ort stehen lassen. Gelegentlich das Ganze umrühren. Manche geben noch einen kleinen Spritzer Holunderblütenessig hinzu, aber das ist Geschmackssache. Ist die Zeit um, die Flüssigkeit in dickwandige Flaschen durch ein Sieb einfüllen und fest verschließen. Nun muss der Sekt nur mehr mindestens einen Monat an einem kühlen Platz gären lassen. Dabei gilt, je länger die Gärung, desto spritziger der Sekt. Natürlich muss man die Flaschen immer wieder kontrollieren und beim Öffnen sollte man ganz vorsichtig vorgehen. Das Gegenstück zum Blütensekt ist der Beerensaft, nicht ganz so beliebt in der Kindheit, denn es bedeutete meistens, dass eine Erkältung mit im Spiel war. Auch hier ein Rezept für die süße Variante des Saftes. Holunderbeeren im Topf zerquetschen und Wasser zugeben, die Menge liegen etwa bei 1Kg Beeren auf 1 kleines Glas Wasser. Diese Beerenmasse kurz aufkochen und dann durch ein Tuch oder ein Sieb die Flüssigkeit ablaufen lassen. Je nach Bedarf und Geschmack Zitronnensaft hinzugeben und natürlich Zucker einrühren, hier die Menge etwa 1 l Saft mit 300g Zucker versetzen. Das Ganze danach nochmals kurz aufkochen und durch z.Bsp. Einen Kaffeefilter abgießen, in Flaschen abfüllen und dunkel lagern.

