Pflanzen und vermehren eines Holunder
Wer schon einmal Holundergelee, Holundersirup oder andere Köstlichkeiten aus Holuder probiert hat, der möchte vielleicht selbst einen Holunder im Garten haben. Wie Holunder gepflanzt wird und welche Sorten zu empfehlen sind lesen Sie hier.
Sorte Samidor und Samy aus der Baumschule
Am einfachsten ist es natürlich das Pflänzchen in der Baumschule zu holen, wo man sich eine kräftige Jungpflanze holen sollte. Man kann zwischen mehreren Sorten, die gute Ernte bringen auswählen. Außerdem ist es vielleicht sinnvoll auf die verschiedenen Reifezeiten zu achten und die Pflanze damit sinnvoll zu den anderen Nutzpflanzen im Garten auszusuchen. Eine Züchtung, die ungewöhnlich größe Früchte hervorbringt ist dabei die Sorte „Haschberg“. Für die frühe Ernte empfehlen sich Sorten wie Samidor oder Samy. Wird im Frühjahr gepflanzt, dürften die die Sprösslinge schon bis zum Winter Holz gebildet haben, danach gehen die Vögel an die Arbeit.
Den Pflanzabstand unbedingt beachten
Sind mehrere Bäumchen vorgesehen, dann einen Abstand von mindestens vier Metern einhalten, damit sich der Hollunder oberhalb und unterhalb der Erde gut ausbreiten kann. „Wachstumsbeschleuniger“ aus dem Fachhandel sind völlig unnötig. Es genügt, denn Baum nach der Blüte immer gut zu gießen, damit die Beeren nicht „abrieseln“. Düngen sollte man so gut wie vermeiden. Allerdings sollte der Holunderbaum regelmässig ausgelichtet werden, indem man die älteren Äste vorsichtig kürzt und schwaches Holz abschneidet, ebenso wie abgetragene Triebe.Wenn nach der Einpflanzung alles gut klappt, kann man schon im zweiten Jahr Früchte ernten.
Wie Holunder selbst vermehren?
Wer sich beim Holunder „anstrengen“ will, zieht die Pflanze selbst. Suchen Sie ein halbschattiges feuchtes Plätzchen im Garten, idealerweise in der Nähe des Kompostes, und los geht’s. Die ganz simple Methode, allerdings nicht die zuverlässigste ist, im Frühjahr einen grünen Hollerzweig ins Wasser zu stellen, dabei alle Blätter bis auf drei entfernen. Kommt es zur Wurzelbildung, direkt in die lockere Gartenerde setzen, Stützen dabei nicht vergessen.
Dann kann man die Pflanze noch aus dem Samen ziehen, vereinfacht wie in der Natur. Die Vögel fressen und hinterlassen die unverdauten Kerne auf dem Boden.
Man steckt also getrocknete, vollreife Beeren in ein Töpfchen mit Gartenerde, stellt es sonnig und ohne Zug, ohne Staunässe, aber gut feucht. Sind die ersten Keimlinge zu sehen, das Ganze unbedingt in den Halbschatten stellen. Sind die Pflänzchen dann kräftig genug einfach auspflanzen und warten.
Die sicherste Methode dürfte das Vermehren durch harte Stecklinge sein. Vor dem erstem Starkfrost dicke Hartholzstecklinge von einjährigen Treiben abschneiden. Ein Steckholz sollte dabei eine gewisse Zahl von Augenpaaren, also Knospen, haben. Kann man es nicht erkennen, einfach im Sommer einen ca. 40-50cm langen jungen Ast von einem Holler abschneiden, eine handbreit in die Erde eines Blumentopfes stecken oder in humusreichen Gartenboden, die Erde dabei stets gut feucht, aber nicht nass halten. Hat alles gut funktioniert, treiben nach etwa einem Monat die ersten Wurzeln.

