Leben im Schatten des Gartens
Eine Pflanzenart, die es wunderbar auch im Schatten aushält, ist das Moos und der Farn.
Vor allem Moos bildet dabei einen durchgehenden und geschlossenen Pflanzenbereich.
Sie brauchen sehr wenig Licht und haben die Fähigkeit bis zum 300fachen ihres eigenen Gewichts an Wasser zu speichern und dienen damit auch anderen Lebewesen als Wasserspeicher. Moos zu pflanzen ist keine einfache Sache, man braucht vor allem Zeit und Geduld. In unseren Breiten gibt es im Moment kein geeignetes Pflanzmaterial. In Japan dagegen ist es sehr angesagt mit Moos den Garten zu gestalten.
Bei uns hingegen gibt es die größten Moosflächen noch immer im Wald, dort finden sich regelrechte Teppiche der Pflanzen. Sie bieten im Wald, wie auch im Garten geradezu ein Paradies für andere Lebewesen. Besonders beliebt für allerlei kleinste Tierchen wie Asseln, Pilze und andere Organismen, bieten sie eine wahre Fundgrube an Nahrung für Vögel. Asseln sind dabei eine der wichtigsten Elemente beim Zersetzen von gefallenen Laub und Totholz. Kurioserweise gehören die Asseln zu den Krebstieren, sie kommen also ursprünglich aus dem Meer und sie atmen noch immer durch Kiemen. Diese befinden sich an den hinteren Beinen.
Eine weitere Pflanze für Schattenbereiche ist der elegantgewedelte Farn mit seinen vielen verschiedenen Arten, es gibt derer etwa 10 000 weltweit. Bekannteste Arten bei uns sind der Wurmfarn, der Trichterfarn, Schild- und Königsfarne. Dies sind auch die Farne, die für den Garten am besten geeignet sind. In unseren Breiten trifft man die Pflanzen eben so wie das Moos meist im Wald an. Doch man kann sie wie schon erwähnt auch für die Gartenbepflanzung nutzen. Allerdings sind sie auf Feuchtigkeit im Schatten angewiesen. Viele Gartenbesitzer pflanzen sie deshalb irrtümlich unter Bäumen im Garten, wo sie ohne Vorkehrungen für Feuchtigkeit und Wasser verkümmern. Sie sind vor allem für die Stellen an Mauern oder Häuserwänden geeignet. Ihre Köpfe, die sogenannten Rhizomköpfe, sind kälteempfindlich. Werden sie im Winter nicht von den abfallenden und absterbenden Wedeln bedeckt, sollte man sich um eine andere Abdeckung kümmern.
