Tipps – wie lege ich einen Steingarten an ?
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Schon bei der Planung eines Steingartens sollte man die wichtigsten Details, die benötigt werden, beachten. Der wohl wichtigste Teil eines solchen Gartens sind, wie der Name schon sagt, die Steine. Dieser Punkt der Planung ist nicht immer einfach. Welche Steine nimmt man bloss, was passt zur Umgebung und sieht auch noch ansprechend aus, welches Material ist zu teuer….? Am besten ist es eigentlich immer, sich beim Aussuchen des Steinmaterials an den Steinen der Umgebung zu orientieren.
Die richtigen Steine aussuchen
Es sollten Steine sein, die auch kleine und große Löcher haben, vielleicht auch interessante Unebenheiten und kleine Spalten. Man kann sich das Material in Steinbrüchen der Umgebung besorgen, das spart auch meistens die Transportkosten. Auch Natursteinhändler und Gartencenter sind eine Anlaufstelle. Vielleicht wird aber auch in der Nähe ein altes Haus abgebrochen, von dem man Abbruchmaterial erhalten kann. Braucht man eigentlich nur kleinere Steine für ein Alpinum, so kann man vielleicht auch im Aquarienhandel nachfragen. Wenn man Glück hat, gibts hier auch ein paar ausgefallene Steinexemplare. Nimmt man Steine von Wiesen, Feld und Wegen mit, unbedingt die Besitzverhältnisse klären, kein Witz, das hat schon zu Anzeigen wegen Diebstahl geführt. Zu vermeiden sind Steinarten, die verwittern oder sich auflösen wie weicher Tuffstein, Schiefer oder Sandstein. Der allerdings bemoost normalerweise recht schnell und trägt vielleicht deshalb zu einem Blickfang bei. Ist ein „ruhiger, etwas kontemplativer Steingarten“ geplant, sollte man sich für runde, „weiche“, abgeschliffene Steine entscheiden. Es hört sich vielleicht etwas ungewöhnlich an, aber die Steine muss man sorgfältig und mit Zeit auswählen. Schließlich sind sie das Wichtigste im Steingarten.
Transport, Werkzeug und Hilfspersonen für den Steintransport
Für das Setzen und Transportieren der Steine sollte man schon vorher für die geeigneten Hilfsmittel sorgen. Flaschenzüge, Sackkarren oder Bretter mit Rollen genügen für kleinere Steine, für die größeren Exemplare empfiehlt sich tatsächlich das Mieten von Kleinmaschinen, bevor man sich kräftig „verhebt“. Wird das Steinmaterial angeliefert, sollte man darauf achten, dass man „frei Baustelle“ vereinbart, einen Lagerplatz vorbereitet hat und die geplante Zufahrt freihält. Große Einzelsteine sollte man sofort legen lassen.

Hauswurz für den Steingarten
Nicht zu vergessen beim Anlegen des Steingartens sind die Dränagen. Staunässe ist verheerend für den Steingarten. Deshalb sollte man zuerst eine Dränageschicht legen und dann den Garten aufbauen. Je nachdem wie der gewachsene Boden aussieht, nimmt man dazu etwa 30cm Split oder etwa 5cm Rollkies. Wenn der Boden sehr feucht und dicht ist, sollte man die Dränageschicht auch höher machen.
Der Pflanzboden sollte hohen Ansprüchen genügen, da die meisten Pflanzen für den Steingarten dies fordern. Allgemein gesagt, sollte ein Substrat für Steingärten auf jeden Fall zu einem Drittel Humus enthalten. Er sollte eher stickstoffarm sein. Beim Boden ist auch noch zu beachten, ob man sogenannte Kalkflieher(Gletscher-Petersbart) oder Kalkholde(Zwerg-Gänsekresse, Blaukissen oder die Karpatenglockenblume) pflanzen will.
Das Bodensubstrat ist eigentlich wichtiger als die Steine, er sollte allgemein locker, luftig und humos sein.
Ist das Material beisammen, muss man den geplanten Gartenteil von jeglichem Bewuchs freimachen. Also keine Ackerwinde, Brombeeren oder Brennesseln, nicht mal eine kleiner Wurzelrest sollte hier bleiben. Bei einem gutem Boden, genügt es, einen Aushub von etwa 20cm zu machen, beim feuchteren, dichteren Boden etwa 40cm. Und dann gehts ans Gestalten. Ist alles erledigt, dann muss man alle Zwischenräume mit Substrat auffüllen und so sichern, dass es nicht von Regen oder Grundwasser ausgewaschen wird. Ist die Bepflanzung fertig und das Bodensubstrat zusammengesunken, dann sollte man die Pflanzen mit Quarzsand oder Silikatresten oder ähnlichem abdecken, um Staunässe an den Wurzeln zu verhindern. Außerdem wirkt dies auch hemmend auf den Unkrautbewuchs. Bitte keinen Rindenmulch im Steingarten verwenden, der Gerbsäurengehalt ist zu hoch und man weiß nicht genau, welche Stoffe, auch schädliche noch im Mulch enthalten sind.

