Auf der schiefen Ebene – Gärten am Hang anlegen
Natürlich ist ein Garten in der ebenen Fläche leichter zu gestalten, als ein Hanggarten. Aber durch die doch recht individuelle Lage erhöht sich auch der Reiz der Gestaltung und die meisten gelungenen Gärten schauen wunderbar aus.
Am wichtigsten und am meisten zu beachten beim Anlegen eines solchen Gartens ist die Himmelsrichtung und damit auch die Sonneneinstrahlung bei der Hanglage. Am besten zu sehen ist diese tatsächlich im späten Winter, die Zeit, in der man eigentlich schon auf den Frühling hofft. Dann sieht man nämlich an welchen Stellen der Schnee am längsten liegen bleibt und an welchen er sofort weg ist. Bei einem Hanggarten darf man nicht vergessen, dass es keine Schattenspender wie Mauern oder Häuser gibt, sondern dass beim Südhang eigentlich die Sonne ungehindert direkt auf die Gartenflächen scheinen kann und umgekehrt bleibt ein Nordhang immer sehr kühl und oft feucht. Westhänge als Witterungsseite sind Wind und Regen meist ungebremst ausgesetzt und steile Hänge bekommen noch mehr Sonne ab als richtige Südhänge.
Die Gestaltung richtet sich nach Neigung und Himmelrichtung
Neben der Himmelsrichtung hängt die Gartengestaltung noch kräftig von der Neigung ab.
Ein wirklich gutes Argument für den Hanggarten ist das Abwechslungsreiche im Gelände. Man bekommt hier die besten Bachläufe oder sogar „Wasserfälle“ hin, ebenso gibts nur hier den besten Ausblick und schlußendlich kann man in einen solchen Garten eigentlich alles hineinpacken, Trockenmauern, Grillplätze, Kinderspielplatz oder tatsächlich auch noch sowas wie einen Erdkeller, ein Eishaus.
Natürlich gibts auch Nachteile wie die doch recht aufwendige Planung und meist auch teuere Ausführung. Häufiges Problem ist auch dieErosion des Untergrunds. Nicht zu vergessen, die Gartenarbeit wird mit Sicherheit auch anstrengender.
Hat man nun einmal einen Hanggarten, dann sollte man vor aller Planung und Arbeit die Beschaffenheit des Geländes im Bezug auf Stabilität und Bewegung genau feststellen. In sehr steilen Lagen und mit lockerem Boden sollte man gar nicht oder nur mit großer Vorsicht in die Landschaft eingreifen.

