Archiv der Kategorie: Verschiedene Gartenformen

Hochbeete sind ein besonderes Pflanzgefäss

Hochbeete selbst bauen

Ein ganz besonderes Pflanzgefäss kommt wieder immer mehr in Mode, das Hochbeet. Dieses „Pflanzgefäss“ ist sehr langlebig und vielseitig und der gröpte Vorteil, es kann auch in großen Dimensionen angelegt werden, was bei normalen Töpfen kaum möglich ist. Das Hochbeet eignet sich nur bedingt für Balkone, das es doch ein beträchtliches Gewicht hat, für eine Terrasse oder kleine Gärtchen ist es hervorragend geeignet.
Plant man die Bepflanzung gut, so kann man vom Frühjahr bis zum Herbst etwas davon haben. Die Hochbeete gibt es auch im Fachhandel fertig in verschiedenen Größen und Formen., meistens werden sie aber selbst gebaut aus Ziegel, Naturstein oder Beton. Das gewählte Material sollte sich auf jeden Fall harmonisch in die Umgebung einfügen.
Grundschritte beim Anlegen eines Hochbeetes:
1. Standort wählen und einen Graben von ca. 30cm h x t ausheben und ein Fundament aus Beton gießen.
2. Trocknen lassen und dann eine Außenmauer machen, z.Bsp aus Klinkersteinen.
3. Arbeiten mit der Wasserwage und Richtschnur.
4. Eine Wandhöhe von ca. 80cm anlegen
5. Abschließend eine Abdeckung z.Bsp. durch Ziegel
6. Aufschichten einer ca. 20cm Lage aus Zweigen, Laub und Ästen, eventuell auch Gehäckseltem
7. Aufbringen einer Lage Kompost oder Gartenerde, ca. 30cm hoch
8. Reifen Kompost und Blumenerde ca. 20cm hoch aufschütten.
9. Bepflanzen

Die Klostergärten und deren Geschichte

Klostergärten im Wandel der Zeit

Die Geschichte der Klöstergärten ist äusserst komplex, sehr widersprüchlich und deshalb auch schwierig zu recherchieren. Es gibt wenige recht schwierig belegbare Grundlagen und Infos. So wurde bis heute keine originale Information zum Klostergarten im Mittelalter gefunden. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass sich die Gärten aus römischer und griechischer Zeit herausgebildet haben und dann weiterentwickelt und geführt wurden. Die Mönche und Nonnen waren dabei so etwas wie die Intellektuellen der Byzantinischen Zeit und des Mittelalters. Sie arbeiteten in Armarien(Bibliotheken) und Scriptorien(SChreibstuben). Sicher verbürgt sind zwei Personen in der Geschichte von Klöstergärten. Hildegard von Bingen um 1098 und der Gelehrte und Dominikanermönch Albertus Magnus etwas später. Eine Grundlage, die Arbeit am Klostergarten zu verstärken, dürfte für die jeweiligen Konvente das Verhindern der Ausbreitung des Islam mit all seinem Heilwissen gewesen sein. Man wollte eigenes Wissen über Heilkunst und Kräuter erwerben. Außerdem strebten die Klöster tradionell nach Spiritualität und Selbstheilung. Dann war noch eine bedeutende Note die Lieferschwierigkeiten bei Heilpflanzen, die langen Handelswege und der Preis.
Der erste historisch sicher nachgewiesene Klostergarten war um 750 – 821n.Chr. die Anlage des Abtes Benedikt von Ariane. Dann natürlich der berühmte Klostergarten von St. Gallen um etw 820 n.Chr.
Natürlich unterlag auch der Klostergarten dem Wandel der Zeit. Zuerst wurden die Gartenanlagen immer eingefriedet mit Hecken, Zäunen oder Mauern, es bildet sich ein abgeschlossener Kosmos wie es auch die Klöster selbst repräsentierten. Man wollte sich auf dem Weg zur spirituellen Vollkommenheit nicht stören lassen. Der Garten diente der Meditation und Recreation. Doch nach und nach verschwanden die eingeschlossenen Zellen und es siedelten sich sogar klösterliche Großbetriebe an die Gärten an. Natürlich gab es auch vehemente Gegner wie den Hl. Hyronimus, der mit Eifer gegen die Gärten wetterte.
Eine Zäsur für die Mönche war die Entdeckung Amerikas. Es wurden neue Pflanzen wie Tomaten, Paprika, Bohnen, Annanas, Kartoffel, Mais oder Kürbis eingeführt, im Gegenzug verbreiteten sich Getreide und andere euröpäische Pflanzen in der neuen Welt.
Trotz der späteren Säkularisierung im 18.Jhd verschwand der Klostergarten nicht, sondern wurde weiterentwickelt und der Zeit angepasst.
Heute gibt es noch immer Klosterprodukte aus früheren Zeiten, wie den Melissengeist von den Karmelitern aus Regensburg, Benediktiner(Kräuterlikör) oder auch das Kölnisch Wasser.
Schöne Klostergärten kann man auch heute noch bewundern, so z.Bsp.:
Heidelberg, Jesuitengarten, Barock
Maulbronn, Zisterzienser, sehr gut erhaltene Anlage
Salem, Bodensee, Schlossgarten, Zisterzienser
Eichstätt, Kapuziner, neu angelegt
Passau, Jesuitengarten, Botanischer Garten
Hildesheim, Zisterzienser, Windmühle, Wassermühle, Gartenhaus

Küchengarten auf kleinem Raum anlegen

Kleine Küchengärten als praktische Helfer

– Nützliches in Pflanzgefäßen, Töpfen, Kübeln und Kisten –

Wenn Sie ein Fan von Küchenkräutern, Heilpflanzen und Kleingemüse sind, aber nur eine Terasse oder einen Balkon zur Verfügung haben, können Sie trotzdem Ihrer Leidenschaft frönen.
Wichtig bei kleinem Raum ist die entsprechende Vorplanung, die Auswahl der Pflanzgefäßen und selbstverständlich die Wahl der Pflanzen.
Sie sollten Sich also schon von vorneherein über die Gegebenheiten eines Küchengartens im Klaren sein.
Im Gegensatz zu den großzügigen Gartenanpflanzungen im großen Garten mit Rabatten und Beeten, denen man durch Sträucher, Hecken und Bäume Struktur geben kann, sind auf kleinem Raum die Möglichkeiten begrenzt.
Wichtigstes Kriterium, wenn man sich auf Töpfe und Kübeln als Pflanzbehältnisse beschränken muss, ist die Lage. Herrscht permanente Sonneneinstrahlung oder liegt der Balkon ständig im Schatten, in welche Himmelsrichtung weist er usw. Dann ist natürlich noch wichtig, für welchen Zweck die Pflanzen gezogen werden sollen, sollen es Küchenkräuter sein, die man verwenden kann oder eher Heilpflanzen, möchten Sie gerne Farbenpracht und Blüten bei einem Glas Sommerbowle bewundern oder dient das Arrangement “nur” als Sichtschutz.
Dann sollten Sie unbedingt auf die Zugänglichkeit der Topfanordnung achten. Es gilt den Zugang zum Wasseranschluss freizuhalten oder zur Regenauffangtonne, wo auch immer Sie sie unterbringen können. Bauen oder pflanzen Sie nicht Fenster oder Balkontüren zu und nehmen damit das Licht für die Innenräume weg. Blumen und Kräuter können ganz schön wuchern, wenn sie sich wohlfühlen. Brauchen Sie noch Wohnraum zu Essen oder Sonnen auf Ihrer Terasse? Dann müssen Sie den auch überlegt vorher einplanen.
Ich empfehle immer allen Planern, auf jeden Fall eine kleine Skizze zu machen. Darauf können Sie noch lange nach Belieben hin und her schieben, ändern oder auch wieder alles verwerfen.
Am Besten wäre es wahrscheinlich, wenn Sie die Zeichnung von Anfang an maßstabsgetreu anfertigen. Viele  können sich dann alles gleich viel besser vorstellen.
Sind Sie schon soweit gekommen, dann müssen Sie “nur” noch entscheiden, ob sie alles als Hochbeet oder als Küchengarten anlegen wollen.
Für das Hochbeet spricht auf jeden Fall die gute Erreichbarkeit der einzelnen Pflanzen, auch für Gärtner, die in irgendeiner Weise gehandicapt sind. Sie müssen dabei jedoch unbedingt wegen des Feuchtigkeitsabzuges den Abstand zwischen Mauern und Beet beachten, außerdem dürfen keine Leitungen oder sonstige wichtige Versorgungen für das Haus zu gepflanzt werden. Und zuletzt ist die Hochbeetvariante auch meistens die platzsparendste Variante.
Wenn Sie dies alles für sich entschieden haben, dann können Sie eigentlich mit der Umsetzung Ihres kleinen Küchengartens mit Töpfen und Kübeln beginnen.
Text AH/FiW

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