Archiv der Kategorie: Tiere im Garten

Insektenhotel bleibt leer

Was tun wenn das Insektenhotel keine Wildbienen & Co anlockt?

Vor einigen Monaten fragten mich ein paar Kollegen/innen warum sich in ihren Insektenhotels im Garten keine Bienen ansiedeln. Da war ich zuerst einmal überfragt und hatte ehrlich gesagt die Fragen auch bald wieder vergessen. Aber!

Durch ein Video über den Biologen Werner David( www.naturgartenfreude.de) bin dann wieder auf dieses Thema gestossen.   Zum einen erinnerte ich mich wieder an die Frage mit dem Insektenhotel und zum anderen kann ich vielleicht so meine Apfelbäume besser bestäuben lassen. Nach einigen Recherchen war dann klar warum die Insekten sich nicht in den üblichen “ Baumarkt“Hotels ansiedelten. Mein Versuch mit einem gekauften Hummelnest vor 2 Jahren war zwar sehr erfolgreich beim Einsatz zur Bestäubung vonObstbäumen, kostete aber je Saison ca. 100€ pro Nest.

Deshalb suchte ich nach einer natürlichen Lösung die dazu auch noch effektiv und pflegeleicht sein sollte. Durch das Studium der Videos von WernerDavid wurde mir schnell klar das die Wildbienen die Lösung für meine Apfelbäume sein könnten.

Aber warum werden so viele Insektenhotels nicht bewohnt?

1.Falsches Material Viele Insektenhotels sind schlecht verarbeitet und verwenden (z.B. statt Harthölzern), Weichholz wie Fichte oder Tanne. Ausserdem werden meist die Löcher falsch gebohrt ( ins Hirnholz) So splittert das Holz im Inneren des Bohrloches leicht und würde die Biene so verletzten.

Papier-Brutröhren
Diese Papierröhrchen sind speziell für Wildbienen konzipiert.Quelle: www.Bienenhotel.de Die Röhrchen müssen am hinteren Ende mit Watte oder Papier verschlossen werden.

2. Schlechte Verarbeitung Die Schnittkanten von Schilfrohren und anderen Halmen sind zu scharfkantig oder gar gequetscht. Dadurch kann sich die Biene ihre Flügel zerreissen, was den sicheren Tod  bedeuten würde. Auch das Eindringen von Feuchtigkeit und Parasiten durch Risse  an den Halmen würde die spätere Brut gefährden. Beides erkennen die Insekten beim ersten Check des Insektenhotels und fliegen weiter.

Wer sein unbesuchtes Bienenhotel aufbessern möchte, der kann die schadhaften Röhrchen durch neue ersetzen. Die oben gezeigten sind z.B. aus speziellem Papier und kosten ca. 9 Cent pro Stück. Es gibt sie in verschiedenen Durchmessern. Auch ein Hartholzklotz mit Bohrlöchern von 3-9 mm Durchmesser, können gut verschliffen, die Brutchancen von Wildbienen und Wespen stark erhöhen.

Deshalb teste ich den Eigenbau von Insektenhotels um Wildbienen bei mir anzulocken.

Meine 4 Versionen der Insektenhotels im Test

Ich habe mich für einen Obstholzklotz mit ca. 150 Löchern der Stärke 4, 6 und 8 mm entschieden. Die Bohrlöcher habe ich ausgiebig gesäubert und die Oberfläche mit Schleifpapier geglättet.

Insektenhotel
Ein alter Birnbaum mit Löchern von 4-8 mm als Insektenhotel für Wildbienen. Die Löcher müssen quer gebort und sauber verschliefen werden.

Dann habe ich eine alte Brombeerhecke(ohne Stacheln) eines Freundes abgeschnitten und die Stengel an einem Gartenbindedraht befestigt. So entstanden 2 lange Ketten a ca. 25 Brombeerstengel mit einer Länge von 20-50 cm. Da die Stengel meist nur besiedelt werden wenn diese senkrecht und einzeln angebracht sind, habe ich noch einen kleinen Videoclip dazu erstellt wie ich meine Stengel am Draht befestige. Neben den Brombeerstengel kann man auch Sonnenblumen, Disteln oder Himbeerstengel verwenden. Holunder soll laut Herrn David nicht so gut funktionieren.

In der dritten Version habe ich mir kleinen Papierröllchen in den Stärken von 5- 9 mm bei www.Bienenhotel.de bestellt. Diese Röllchen werde ich in einem alten Tonrohr und kleinen Holzrahmen platziert und den Eingang mit Hasengitter vor Vogel schützen.

Die unten abgebildeten Brettchen sind aus MDF und ich hab mit einer Oberfräse (8mm)hier Gänge gefräst. Gut ich bin kein Schreiner, aber das sieht man ja auch. Den Bienen wird es wurscht sein, hoffe ich mal 🙂 Die Brettchen werden mit einer Abschlussplatte abgedeckt und einem kleinen Spanngurt zusammen gehalten. Das Ganze dient dazu die Bienenkokons besser über den Winter zu bringen. Dazu aber später mehr.

Brettchen aus MDF-Platten mit einem 8 mm Fräskopf bearbeitet.

Alle Nisthilfen sollen vor Regen halbwegs geschützt aufgehängt werden.

Brut von Wildbienen erhöhen-Kokons kaufen

Um die Chancen zu erhöhen das Wildbienen die vorbereiteten Nisthilfen annehmen  werde ich im Frühjahr noch Bienenkokons von Wildbienen kaufen und diese in der Nähe der Bienenhotels zum Schlüpfen aufstellen. Die Kosten pro Kokon betragen je nach Bienenart ca. 50-80 Cent.

Bezugsquellen: www.Mauerbienen.com oder www.Bienenhotel.de

Jetzt im Oktober habe ich mich an die Arbeit gemacht und muss nun bis zum Frühjahr warten ob und wie die Insektenhotels angenommen werden.

Schaut einfach ab und an hier vorbei. Ich werde den Artikel im Frühjahr spätestens wieder aktualisieren und berichte wie es läuft.

Wenn Ihre Fragen dazu habt, schreibt mir hier in die Kommentare oder eine Email.

 

 

 

Bienen in der Stadt halten

Interview mit einem Stadtimker aus München

In diesem Jahr habe ich mehrmals in den Medien über Honigbienen gelesen. Darin ging es meist um Pflanzenschutzmittel, die die Bienen schädigen oder zumindest beim Heimflug irritierten. Dann las ich auch noch, dass Bienen unverzichtbar für unsere Ernährung sind und wir ohne unsere Bienen ziemlich aufgeschmissen wären.

Korb für die Bienenhaltung
Ein Bienenkorb wie man sie früher bei der Bienenhaltung verwendete

Meine Neugier war geweckt und so kontaktierte ich Herrn Armbrecht  von München summt. Ich wollte wissen, was man so über das Imkern in der Großstadt wissen muss. Aber lest selbst, was es mit den Stadtbienen auf sich hat:

Hallo Herr Armbrecht, was machen Sie beruflich und wie sind Sie zu „München summt“ gekommen?

Ich bin Biologe und Webdesigner und arbeite u.a. beim Umweltministerium in München. Viele Jahre war ich in Umweltschutzprojekten aktiv. 2007 bin ich durch einen Infokasten der Münchner Imkervereine auf die Bienenhaltung in der Großstadt aufmerksam geworden. Das war der erste Impuls; sich mit Bienen zu beschäftigen. Denn auch ein Studienkollege hatte bereits Bienen. Die Tierhaltung sollte artgerecht sein und da boten sich Bienen an, auch wenn das nicht ganz so einfach in der Gr0ßstadt ist.

Warum bevorzugt ihr die Bienenhaltung in der Stadt. Ist es auf dem Land nicht besser/gesünder?

Wenn man in der Stadt lebt, bietet es sich eben auch an dort seine „Tiere“ zu halten. Man kann nicht sagen, dass es auf dem Land oder in der Stadt besser oder schlechter ist. Stadtimkerei erfährt im Zuge der neuen Generation der Stadtgärtner oder jetzt „urban gardening“ einen Aufschwung mit immer jüngeren Imkern. Das ist gut für die Imkerei in Deutschland, die ja überwiegend als Hobby betrieben wird.

Ist der Stadthonig genauso gesund wie der, der auf dem Lande produziert wurde?

Wir haben in diesem Jahr unseren Stadthonig untersuchen lassen und er war von sehr guter Qualität. Ob der Landhonig gesünder ist, kann man gar nicht so einfach beantworten. Nur soviel – in der Stadt gibt es so gut wie keine Pestizide und auch keine Monokulturen wie z.B. den Mais. Dafür gibt es natürlich in den Gr0ßstädten die Abgase des Strassenverkehr. Aber man bedenke, dass die Blumen ihre Blüten zu bestimmten Zeiten geöffnet haben und nur in diesem kurzen Zeitfenster auch die Bienen fliegen und ernten können. Der gesammelte Nektar wird durch die Biene aufgenommen und gelangt in den Bienenmagen und wird im Bienenstock dann später weiter gegeben. Schadstoffe verbleiben bei diesem Prozess meist in der Biene selbst.

Wie sieht das eigentlich aus, wenn ich als Mieter auf meinem Balkon Bienen halten möchte? Darf ich das einfach so tun oder gibt es da Regeln, Vorschriften, etc?

Die Bienen benötigen natürlich etwas Platz und sind vielleicht nicht gerade für einen Minibalkon in einem Mietshaus geeignet. Wer aber einen Garten oder eine Terrasse besitzt, kann sich durchaus mit dem Thema Bienen in der Stadt beschäftigen. Grundsätzlich ist es kein Fehler mit seinen Nachbarn darüber zu sprechen und aufkommende Ängste im Vorfeld schon zu besprechen. Ob es wirklich Gesetze dafür gibt, weiß ich allerdings nicht genau. Man sollte es nach dem Gestzt der Verhältnismäßigkeit sehen, dort, wo es möglich ist im Garten oder auf einer Dachterrasse Bienenvölker zu halten, solte es keine Probleme geben.

Wie starte ich dann als Laie mit meinen Bienen? Gibt es da eine Art „Starter-Set“? Was kostet so ein Start?

Am besten man nimmt mit einem Imker oder einem Imkerverein Kontakt auf. Dort sollte man sich unter Anleitung eines erfahrenen Imkers in die Bienenhaltung einführen lassen. Das dauert je nach Intensität 1-2 Jahre. Hier bekommt man dann auch sein erstes Bienenvolk, für das man dann zuständig ist. So hat man immer einen Fachmann an seiner Seite, der bei Problem helfen kann. Es gibt auch Imkerkurse in Großstadt, die man besuchen kann. Das reine Erlernen der Imkerei aus Büchern oder dem Internet kann ich nicht unbedingt empfehlen. Dafür ist die Bienenzucht doch zu komplex.
Die Imkerei ist eher ein Hobby und kostet erst einmal etwas Geld. Imkeranzug, Hut…ein Bienenvolk (ca. 120€) Bienenkasten und etwas Zubehör werden so um die 300-400 Euro kosten.

Benötigt man in der Großstadt eine besondere Bienenart? Oder finden sich alle Bienen gleichermaßen gut im Großstadtdschungel zurecht?

Nein es gibt keine speziellen Stadtbienen oder Landbienen.
Wie kann man die Sorgen vieler Eltern über Bienen entkräften. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Bienenkasten in einem Innenhof viele skeptische Eltern auf den Plan ruft?

Zuerst sollte man mit den Eltern reden und erklären das Bienen keine Wespen sind. Oft werden sie einfach verwechselt und man denkt, dass Bienen genau wie Wespen zeitweise aggressiv auf einen zufliegen und z.B. den Frühstückstisch in Beschlag nehmen. Bienen fliegen aber zu Blüten und nur selten zu Marmeladenbrötchen & Co. Hat eine Biene einmal einen Blütenstand entdeckt, fliegt sie so lange dorthin bis der Nektar erschöpft ist. Dabei lässt sie sich von Dingen rechts oder links nicht ablegen. Wie von Geiosterhand gelenkt steuert sie die ergiebigen Blüten an.

Gibt es Münchner Stadthonig irgendwo zu kaufen?

Münchner Stadthonig gibt bei den Münchner Imkervereinen. Unserer Honig von „München summt“ gibt es u.a. beim Gasteig ( vorauss. ab 2014 wieder), an der Seidlvilla (im Bistro)  und der Neuen Pinakothek ( im Museumsshop). Leider weiß ich aber nicht genau, ob und wieviel Honig dort noch vorrätig ist. Im Honigpreis ist noch ein Beitrag für das Projekt „München summt“ enthalten.

Welche Ziele und Wünsche haben Sie für die Bienen in der Stadt?

Uns liegen die Honigbienen und die Wildbienen gleichermaßen am Herzen. Mit dem Projekt „München summt“ möchten wir auf die Bienen in der Stadt aufmerksam machen. Durch eine Vielfalt an Blumen über das ganze Jahr hinweg können Bienen sich gut ernähren und dazu kann jeder beitragen.

 

Vielen Dank an Herrn Armbrecht von „München summt“ für die Antworten auf unsere Fragen. Für mich war das auch sehr lehrreich und interessant, mehr über die Münchner Honigbienen zu erfahren.
Hier noch ein Blick in einen Bienenstock hinter Glas. Mitte September wenn es  draussen schon kühl ist, sind die meisten Bienen im Stock versammelt.

Vogelhaus mit Kamera

Warum einen Nistkasten mit Kamera?

Angespornt durch meine kleine Videoserie über das Storchenest im Sommer, habe ich mir ein Vogelhaus gekauft. Genauer gesagt einen Nistkasten mit Infrarotkamera. Damit versuche ich Vögel nahe am Haus zu beobachten. Vielleicht habe ich ja Glück und kann einer Vogelfamilie bei der Aufzucht zusehen.

Zuerst war da diese Idee. Dann die Frage wie man das Ganze wohl ohne viel Aufwand umsetzen kann. Eine Eigenkonstruktion kam für mich nicht in Frage. Ich bin da nicht so geduldig mit dem ganzen Elektronik-Kram.

Infrarotkamera im Innenraum des Nistkastens

So hab ich mir einen fertigen Kasten inklusive der fertigt montieren Kamera gekauft. Zu dem Nistkasten gehört noch ein Übertragungsgerät, dass die Daten auf den heimischen Fernsehen zeigt.

Ist das recht aufwendig oder kann das Jeder umsetzen?

Leider brauche ich 2 Stromquellen für die Filmarbeit. Die Kamera im Kasten braucht eine Steckdose und das Übertragungsgerät neben dem Fernseher ebenfalls eine. Das macht die Filmarbeit bzw. die Vorarbeiten schon etwas aufwendiger. Der Nistkasten mit aus Holzbeton, dadurch wird der Kasten leichter. Das Vorderteil kann man mit Hilfe eines Imbusschlüssels aufschrauben. Durch das Rückteil führt das Kabel für die Stromversorgung der Videokamera. Das Kabel ist gerade einmal so lang, dass es aus dem Rückteil heraus schaut. Ich finde es zu kurz und es ist eine Fummelarbeit bsi die Kabel verbunden sind ohne das sich das innere Kabelstück immer wieder ins Kasteninnere „verzieht“. Nun, jetzt hängt der Nistkasten mit Videokamera an unserem Sichtschutz, der mit wildem Wein überwachsen ist. Das Einflugloch zeigt nach Osten und hat damit die selbe Himmelsausrichtung wie ein altes, erfolgreiches Vogelhaus an der Hauswand.

Wie bereits gesagt, die Kamera braucht eine eigene Stromquelle. Da heißt es jetzt ein Verlängerungskabel legen damit das Ganze mal ans Laufen ( hoffentlich) kommt.

Dann merke ich auch, dass die Qualität der Bilder bei den ersten Versuchen etwas wacklig sind . Na das kann ja nur besser werden. In der Hoffnung bessere Bilder zu bekommen, montiere ich den Nistkasten etwas zu spät Mitte Mai.

Vogelhaus getarnt
Vogelhaus im wilden Wein – das  Stromkabel zur Videokamera ist noch zu sehen

In diesem Jahr waren mir andere Gartenarbeiten wichtiger als das Vogelhaus. Sorry liebe Vögel, aber die Bauarbeiten haben sich etwas verzögert. Wie im richtigen Leben eben auch 🙂 Statt richtiger Livevideos denke ich nach den ersten Testläufen wird es wohl eher Schnappschüsse vom Fernsehgerät geben. Ich teste weiter. Bis hierher ist das alles für jedermann/frau einfach umzusetzen. NUR.

Die Qualität der Bilder….. Ich schaffe es einfach nicht ein richtiges Bild aus dem Nistkasten zu bekommen. Bei meinem letzten Versuch hab ich zwei Stunden rum probiert und maximal ein „Schneebild“ bekommen.

Ich ruf bei dem Versandhandel mal nochmal an. Sollte sich hier noch was Neues ergeben, sag ich euch Bescheid.

Fazit: Es ist nicht so Leicht einen Hersteller für diese Nistkästen mit Kamera zu finden.

 

Storchennest – Woche 6

Jungstörche am 15. Juni

Es ist jetzt fast 6 Wochen her das ich mit der Beobachtung des Storchenestes begonnen habe. Mittlerweile kann man es fast nicht glauben wie gross die Jungstörche  geworden sind. Da ich im Moment noch an den Videos arbeite und diese erst später veröffentlichen kann, hier schon mal ein paar Bilder von dieser Woche.

Wie schon gesagt kann ich das Nest von unserer Terrasse und vom Dachfenster aus beobachten. Die nächsten Storchennester sind 4 km und 15 km entfernt. Trotzdem kommen immer wieder Störche am Nest vorbei, umfliegen es und sorgen für höchste Aufregung. In der Nachbarstadt wurde ein Storchenwitwer von einem neuen Storchenpaar vom Nest verdrängt nachdem die Storchenfrau nach einem Verkehrsunfall verstarb.

Die Rivalität unter Störchen kann sehr heftig sein. Oft überfliegen bis zu 8 Störchen „unser“ Nest.

das erste Video, noch beim Brüten    Video 2 mit Jungen

Die Jungstörche erkennt man am besten an den noch schwarzen Schnäbeln.

Junge Störche mit noch schwarzen Schnäbeln

 

 

 

 

 

 

 

Im Vergleich dazu ein Foto von gestern (14.Juni) Während meiner Aufnahmen sehe ich wie die Storcheltern schon einige Arbeit mit ihren “ Teenagern“ haben.

Kaum vorstellbar, dass die Störche schon in knapp 2 Monaten in Richtung Afrika fliegen werden. Deshalb schaffen die Eltern auch Unmengen an Futter heran. Seit etwa 4 Tagen gehen die Störche gemensam auf Jagd um die Jungen zu füttern.

Altstorch mit rotem Schnabel gut zu erkennen

 

 

 

 

 

 

 

In den nächsten Tagen werde ich ein paar Videos der letzten 2 Wochen veröffentlichen. So kann man den Verlauf des Storchennachwuchs sehr gut mit verfolgen.

!! Nachtrag !! Ein Junges ist gestorben

Leider habe ich gerade erfahren das das dritte Strochenjunge gestorben ist. Es wurde unterhalb des Nestes gefunden. Es war ja fast nicht im Nest zu erkennen und hat wohl auch die Wetterumschwünge nicht verkraftet. Trotz dieser traurigen Nachricht freue ich mich über 2 kräftige, gesunde Störche. In etwa 3-4 Wochen werde diese zum Fliegen anfangen. Bin mal gespannt wie das aussieht. Ich werde Fotos und auch ein Video dazu machen.

 

Storchennest am 26.Mai

Wieviele Junge sind im Nest?

Ich sehe ein drittes Storchenjunge im Nest

Es ist nur eine Woche seit meinem letzten Video vergangen aber der Storchennachwuchs hat sich prächtig entwickelt.

Dieses Mal seht ihr als erstes die „Morgentoilette“ eines Jungen.

Später am Abend beobachte ich dann wie sich einer der Altstörche für „Samstagabend“ heraus putzt. Das sieht wirklich sehr lustig aus, wie sich so ein Storch kratzt und dabei seine Federmähne im Wind zerzaust wird.

An dieser Stelle möchte ich meinen höchsten Respekt allen Tierfilmern aussprechen. Es ist unheimlich schwer bestimmte Szenen „in den Kasten“ zu bekommen. Sprich auf Video aufzunehmen. Ich stehe immer wieder am Dachfenster und beobachte das Nest ohne das was passiert. Meist steht der Storch im Nest und schützt die Jungen vor der Sonne oder kaltem Wind.

Storch mit Jungen
Junge Störche im Nest

Aber immer wieder komme ich nicht schnell genug an den Auslöseknopf der Kamera.

Wachablösung im Storchennest

So eine Szene seht ihr im letzten Teil des Videos.

Das Elternteil, das auf der Jagd für die Kleinen war kommt zum Nest. Es wird ein Begrüssungsritual veranstaltet und der Vogel, der den ganzen Tag über im Nest verharrte fliegt davon. Jedes Mal wenn der zweite Storch das Nest anfliegt, klappert das Paar vor Freude zuerst ein Mal eine Runde. Dann fliegt der eine der beiden davon und wechselt sich mit dem jagenden Storch ab. Im Nest würgt dann der Storch die Beute aus und die Kleinen machen sich darüber her. Das kann man schön an den hektischen Flügelschlägen der Jungtiere im Video erkennen. Immer dann, wenn es Futter gibt, gehen die Flügel nach oben.

Aber bei allen Neuigkeiten und schönen Szenen sehe ich am Abend beim Schneiden des Videos, dass es doch drei Junge sind. Das dritte Junge sitzt immer sehr tief im Nest und wir hatten es bisher nicht gesehen.

Ich hoffe, dass auch der kleinste Nachwuchs der Weißstörche eine Chance hat und nicht aus dem Nest gestossen wird.

Also dann, seit gespannt auf die nächste Woche.

Hier findet ihr das 1. Video vom 02. Mai

Haben die jungen Störche überlebt?

Am 18. Mai, genau 2 Wochen später schaue ich wieder mit der Videokamera in unser Storchennest. Die Eisheiligen waren in diesem Jahr mit so manchen Pflanzen unerbitterlich. Und so gehe ich mit einem leicht flauen Gefühl zu meiner Dachlucke von wo aus ich das Storchennest beobachten.

Gerade als ich die Kamera auspacke, sehe ich noch das erste Junge wie es seinen Toilettengang erledigt. Leider konnte ich es nicht aufnehmen, ich war zu langsam. Dabei wagt es sich ganz wie der Altvogel nahe an den Rand des Nestes. Um dann fröhlich sein Geschäft zu verrichten. Ich habe den Atem angehalten und hatte Angst um das Kleine.

Während der Aufnahmen kam dann starker Wind auf und ihr könnt selbst sehen wie sich der Altstorch gegen die Naturgewalten stemmt. Aber dabei cool aussieht und auch noch die Storchenstube aufräumt. Fantastisch und sehr unterhaltsam. Auch wenn mein Beobachtungsplatz auf die Dauer anstrengt wird. Ich habe höchsten Respekt vor Tierfilmer die sich stundenlang auf die Lauer legen.

Übrigens. Eigentlich hatte ich vor Raben beim Nestbau zu filmen. Die Raben haben es sich aber anders überlegt….

Schön das der Storchennachwuchs tapfer im Nest durchgehalten hat. Ich bin überrascht wie gross die Störche geworden sind. Vor nicht einmal 2 Wochen war noch nichts von Ihnen zu sehen.

Ich bin schon auf die nächste Woche gespannt. Ihr könnt mit dabei sein, den wenn sich nichts ändert zeige ich jede Woche ein neues Video vom Storchennest.

Brütende Störche – der Klapperstorch

Heute möchte ich euch unser Storchenpaar vorstellen. Jedes Jahr im April fliegen Sie zu uns und ich kann sie bequem von meiner Terrasse aus beobachten. Manchmal fliegen sie so tief und werfen dabei große Schatten auf den Garten. Dann kommen wir uns vor wie in Jurassic Park. Es ist schon sehr beeindruckend einem landenen Stroch bei seinemMänover zusehen zu können. Da das Nest nur etwa 30 Meter entfernt ist sind wir praktisch Nachbarn.

Die Störche finden bei uns seit 1965 ihren Nistplatz jedes Jahr an fasst immer der gleichen Stelle. Sie brüten auf einem alten Schornstein. Bis vor etwa 10 Jharen hatten sie einen Korb auf dem Nachbarhaus Jahrzehnte lange bewohnt. Aber regelmäßig Anfang April steuern sie tapfer das Nest an Das ist schon eine beeindruckende Leistung! Wie die Störche immer wieder die lange Strecke aus Nordafrika schaffen.Wir sind da auch immer ein kleines bisschen stolz drauf, dass sie gerade bei uns brüten. Jede Bewegung beobachten wir genau, damit auch ja nichts schief geht mit dem Nachwuchs.

Das Video zeigt die Störche Anfang Mai beim bekannten Klappern. Daher kommt wohl auch der Name “ Klapperstorch„. Also zuerst klappern  und dann kommt der Nachwuchs. So jetzt wisst ihr Bescheid oder?

Aus Diskretionsgründen zeige ich euch nur das „Schmusevideo“

Nächste Woche gibts ein neues Video

Nur 14 Tage später filme ich die Störche erneut…..mal sehen was im Nest passiert ist. Die Eisheiligen war diese Jahr ja besonders kalt. Leider passiert es jauch schon mal, dass die jungen Störche im Nest erfrieren. Ich hoffe mal, das es in diesem Jahr gut gegangen ist und wir im Herbst wieder ein paar neue Störche in Richtung Süden ziehen sehen.