Die wichtigsten Rosengruppen auf einen Blick
Vielen zukünftigen Garteninhabern, die ihr Schmuckstück planen, stehen oft vor einer Fülle von Rosengruppen. Hier sollen nun die meistverbreitesten Rosen kurz erklärt werden.
Zentifolien, diese Rosen stammen ursprünglich von flämischen Gärtnern. Der Name
bedeutet „hundertblättrige Rose“ und sie ist eine sehr wuchtige Blume, die extrem dicht gefüllt ist. Ihre Erscheinungsform ist rundlich und sie duftet meistens sehr intensiv. Eine weniger schöne Bezeichnung ist „Kohlrose“. Blütezeit der Zentifolie ist Juni/Juli, sie sind im allgemeinen sehr resistent gegen Krankheiten und wachsen dicht, kräftig und ausladend. Eine bekannte Vertreterin ist die „Petite de Hollande“
Damaszenerrose, für viele ist sie die Rose schlechthin. Sehr stachelig, üppiger Wuchs, zarte Blütenfarben, „typischer“Rosenduft und sie lieben die Sonne. Aus diesen Rosen wird das kostbare und reine Rosenöl gewonnen, vor allem aus der Rose „Madame Hardy“. Sie steht bei Rosenliebhabern ganz vorne und hat den Ruf, die allerschönste zu sein. Sie gedeihen am besten an geschützten, aber unbedingt sonnigen Plätzen. Sie blühen eine relativ große Zeitspanne. Dringend ist zu einem guten Winterschutz zu raten. Neben „Madame Hardy“ ist eine recht bekannte Vertreterin die dunkelrosa „Ispahan“.
Bourbon-Rosen, sind öfter blühende Rosen, die Anfang des 19.Jhd. auf Reunion(früher Ile de bourbon)entstanden ist. Die Abkömmlinge der Züchtung gelangten nach Frankreich, wo die Rose weiter vervollkommnet wurde. Bourbonrosen besitzen einen üppigen Farben- und Formenreichtum. Eingeteilt werden sie meist in sogenannte Wuchstypen. Aus den Tropen stammend brauchen die meisten einen guten Winterschutz, Kletternde Vertreter sollten nur an windgeschützen Wänden gepflanzt werden. Die Rose ist allgemein sehr wuchsfreudig, sind aber auf ideale Rosenbedingungen angewiesen. Ein Nachteil der Bourbonrose ist ihre Anfälligkeit gegen Pilzerkrankungen. Bei entsprechender Pflege gibt es jedoch keine Probleme. Die Blüte selbst sieht edel aus und ist meist gut gefüllt, sie haben wenige, kurze Stacheln, eine Vertreterin ist die „Madame Isaac Pereire“ oder „Reine Victoria“
Remontantrosen, wie schon der Name sagt, remontieren(Blüten treiben immer wieder aus) bis in den Spätherbst. Sie besitzen edelaussehende, hohe Blüten und sind meist gut gefüllt, es gibt sie sozusagen in allen Farben und Formen. Durch die Konzentration auf diese Eigenschaften wurde oft Wuchsform und Krankheitsresistenz bei der Züchtung vernachlässigt. Neben den zarten Diven gibt es heute mittlerweile auch ein paar sehr robuste Sorten, trotzdem sollte man dies beim Pflanzen einer Remontantrose bedenken. Ihre Winterhärte ist relativ gut. Ein Merkmal der Rose ist das Ausbilden langer Zweige, an deren Ende erst die Blüte sitzt. Rosenkenner biegen diese Zweige nach unten und verankern sie an einigen stellen im boden, um eine reichere Nachblüte anzuregen. Bekannte Vertreter sind „Ruhm von Steinfurth“ oder „Sidonie“
Chinarosen, in China vor ca. 1000 Jahren gezüchtet, bringt sie die Fähigkeit am jungen holz zu blühen und zwei neue Farbvarianten(rote/gelblich) nach Europa. Die Chinarosen enden grundsätzlich immer mit Blütenknospen. Allerdings sind sie recht anfällig für Sternrusstau und Mehltau, ihre Winterhärte ist auch nicht sehr groß. Insgesamt sind sie doch recht zäh, obwohl sie feingliedrig und zerbrechlich erscheinen. Die Blüten sind eher Spitz bis rosettenförming und eher klein, dafür haben sie reshct spitze Stacheln, die Wuchform ist sehr kompakt.
Edelrosen, erste Züchtung „La France“ um 1860. Alle Rosenzüchtung ab hier gelten bei vielen Züchtern als modern, alle vorher als historisch. In früheren Zeiten hießen die Edelrosen noch Tee-Hybriden. Sie sind hoch gebaut und eher locker gefüllt und recht groß. Die Knospe ist meist schmal, spitz und recht elegant. Die Wuchshöhe ist aufrecht und leidlich kompakt, die Winterhärte gut. Ihr Farbspektrum ist legendär, außer blau gibt es eigentlich alle Farben. Die ist wuchsfreudig und krankheitsresistent. Ein Merkmal der Edelrosen ist, dass sie immer wieder kamen und gingen, d.h. spektakuläre Züchtungen vor 30Jahren sind heute kaum mehr pflanzbar. Bekannte Vertreter sind „Erotica“, „Aachener Dom“ und „Ingrid Bergman“
Moschatarosen, aus England kommend, sind sie in ihrem Erscheinungsbild etwas anders als sonstige Rosen. Sie wirken graziöser und besitzten sehr zarte Farben. Den Namen erhielten sie unter anderem wegen ihres moschusartigen Duftes. Ihre Blütenstände sind bisweilen sehr ausladen ansonsten aber recht kompakt. Die Blüte im Herbst ist etwas üppiger als der erste Flor. Die Farben sind meist zart oder pudrig, perlmuttartig und wirken recht elegant-dezent. Tatsächlich glaubt man in der Sommerdämmerung manchmal, dass die Blüten schimmern. Diese Rosen sind wesentlich kräftiger und robuster als ihr Aussehen vermittelt. Beim Winterschutz sollte man auf jeden Fall sorgfältig vorgen und z.Bsp. recht viel häufeln. Eine bekannte Vertreterin ist die “Buff Beauty” oder “Robin Hood”