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Pflanzen im Winter schützen

Überwintern von Gartenpflanzen

Ich möchte an dieser Stelle die sonst im Herbst üblichen Winterschutz-Tipps nochmals erwähnen. Gerade in einem Winter wie in diesem Jahr ist es wichtig seine Pflanzen zu schützen. Hier kann man auch im Winter das Ganze nochmals kontrollieren und ggf. nacharbeiten.

Pflanzenschutz für den Winter
Hagebutten mit Eisüberzug

Beim Überwintern von Gartenpflanzen spielen die sogenannten Winterhärtezonen eine große Rolle. Diese Zonen sind meistens beim Händler schon angegeben und sollten als Kaufhilfe unbedingt beachtet werden. Winterhärtezonen sagen aus, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass eine Pflanze die kälteste Jahreszeit überlebt. 100%ige Gewissheit gibt es natürlich nicht, zumal dabei auch noch ein paar andere Dinge eine Rolle spielen, wie z.Bsp. die Pflege der einzelnen Pflanzen. Insgesamt gibt es zwar 11 Zonen bei uns in Europa, vor allem im mittleren Europa werden meist nur etwa sechs Zonen unterschieden, wobei es auch noch die Halbzonenwerte gibt. Sie alle beruhen auf empirischen Mittelwerten.

Vor dem Kauf von Gartenpflanzen beachten

Am wichtigsten sind die Härtezonen für den Kauf von Pflanzen, die recht lange brauchen bis sie „ausgewachsen sind. Ein Winter kann manchmal einer liebevoll hochgezogenen und liebgewordenen Pflanze den Garaus machen. Die mitteleuropäischen Winterhärtezonen sind aufgeteilt von -25Grad bis etwa -7Grad. Die mildeste Zone ist dabei die Lage, die für den Weinanbau geeignet ist, die kälteste ist den Gebirgsregionen vorbehalten. Neben dieser Einteilung ist für die Überwinterung auch noch das sogenannte Kleinklima des Standortes wichtig. Darunter versteht man Windlagen, Hanglagen, Stadt oder Freifläche usw.
Allgemein ist bekannt, je höher der Garten vom Meeresspiegel gemessen liegt, desto länger und härter dürfte der Winter sein, je näher man dem Meer kommt, desto geringen werden die Wettertemperaturen schwanken,  Ausnahmen häufen sich zur Zeit allerdings immer mehr. Hier finden Sie meine Liste der winterharten Ziergräser als Orientierungshilfe  beim Kauf von Neupflanzen.

Schnee schützt viele Gartenpflanzen im Winter

Hauptmerkmal des Winters ist gemeinhin der Schnee und er ist ein Schutz für jede Pflanze, da er sie gegen die Kälte isoliert. Neuschnee hält z.Bsp. auch bei Niedrigsttemperaturen den Boden etwa bei einer Temperatur leicht am Gefrierpunkt. Der Schnee wird allerdings mit zunehmender Dauer im schwerer, deshalb sollte man hin und wieder einen Teil des Schneees abräumen, oder ihn, bei ständigen Schneefall immer mal ganz entfernen.
Wichtig beim Winterschutz ist auch die Auswahl des Gefässes, sollte die Pflanze nicht im Erdboden stecken. Vor allem Staunässe ist fatal für die zu überwinternde Pflanze. Deshalb bei zu überwinternden Pflanzen immer auf genügend Abfluss im Topf achten oder eine Dränageschicht aus Kies oder Blähton einfüllen und darüber eventuell ein Vlies legen. Außerdem dürfen die Gefässe nicht direkt auf dem Boden stehen, sondern auf irgendeine Art Füsse wie Latten oder ähnl. Da im Topf der Frost von allen Seiten kommt und nicht nur von oben, wie bei in die Erde gesetzten Pflanzen ist es sinnvoll beim Pflanzen an der Innenwand entlang mit Styropor isolieren. Wer dies nicht möchte, sollte unbedingt im Herbst Luftpolsterfolie oder Styropor um den Topf aussen befestigen.
Frostfest sind Töpfe und Gefässe übrigens nur dann, wenn man gewisse Dinge beachtet, wie auch im Winter kein Wasser drinnen stehen lassen oder ähnl. Eine Norm für Frostbeständigkeit gibt es nicht.
Und neben all diesen Massnahmen sollte man nicht vergessen, dass man manche Pflanzen auch tatsächlich noch unbedingt, wenn auch sehr massvoll, gießen muss….auch im Winter.

Frostschäden trotz Vorbeugung

Jeder kennt das, man hat alles gewissenhaft vorbereitet und geschützt und trotzdem hat es eine Pflanze offensichtlich erwischt. Man könnte fast glauben, es ist wie bei uns selbst, man ist einfach irgendwie nicht ganz fit und schon hats einem erwischt.
Warum das passiert hat oft vielfältige Ursachen, die oben genannte ist zwar nicht offiziell, aber wahrscheinlich eine davon.
Zum einen ist es oft die Pflanzenart, bekannt ist, dass die heimischen Pflanzen oft mehr aushalten und zum anderen sind „neue“ mediterrane Pflanzensorten bei uns einfach noch empfindlicher.
Ein wichtiger Punkt ist oft auch, dass man Schutzmassnahmen und vor allem Materialien nutzt, die schon jahrelang dafür hergenommen wird. Man denkt oft ganz einfach nicht daran, dass auch Materialien altern.
Das Alter der Pflanze spielt auch eine ganz zentrale Rolle. Junge Pflanze sind frisch im Herbst eingesetzt, oft noch in der Wachstumsphase oder sie werden noch weit in den Herbst hinein gedüngt. Hat die Pflanze den Winter trotz allem überstanden, gibt ihnen Spätfrost im Frühjahr oft den Rest, vor allem bei frühzeitig blühenden Pflanzen.
Außerdem, oft gibt es Frostschäden trotz allen Schutzes oft bei Topfpflanzen, sie  sind einfach empfindlicher und den Elementen massiver ausgesetzt als Pflanzen in der Erde.
Meist blühen diese Pflanzen auch früher und Blüten sind empfindlicher als die Knospen selbst.
Ein ganze wichtiger Punkt bei Frostschäden, die oft alle Bemühungen zunichte machen, sind oft die rasanten Temperaturwechsel. Die schlimmsten Temperaturen für die Pflanzen, auch die Winterharten, sind Nachttemperaturen knapp unter Null, aber plötzlich relativ hohe Temperaturen über Null tagsüber, dazu noch massive Sonneneinstrahlung auf gefrorene Pflanzenteile. Gegen solche Gegebenheit kann man schwer an und manchmal muss man dann einfach auf das Glückvertrauen.

 

Rosen im Garten überwintern

Rosen sind angeblich extrem empfindlich im Winter, doch mit ein paar Regeln kann eigentlich nicht allzu viel schiefgehen. Oberste Regel ist dabei erst einmal, vor dem Winter  nicht schneiden. Wenn es unbegingt sein muss, die alten und verwelkten Blätter und Blüten entfernen. Schneiden frühestens, im neuen Jahr im Frühling.
Schon beim Einpflanzen kann man einige Dinge beachten. Die meisten Rosen pflanzt man ja im Herbst und der erste und gefährlichste Winter kommt also bestimmt. Beim Einpflanzen macht man deshalb eine Art Schutzwall um den unteren Teil der Pflanze, bis zu 20cm hoch kann man Laub, Rindenmulch oder Kompost anhäufen. Keinen Torf verwenden! Danach noch, wie allseits bekannt, Nadelbaumzweige um die Pflanze arrangieren. Bei Hochstammrosen kann man große Zweige bis oben hin umwickeln. Haben die Rosen schon ein paar Winter überstanden kann man sich solche Massnahmen oft sparen, bei Bodendeckerrosen sowieso. Nur noch in Extremgebieten muss man dann noch vorbeugen.
Rosenhochstämme kann man sozusagen in die Erde biegen. Dazu alle Blätter entfernen und in angemessener Entfernung ein Loch graben. Die Krone in das Loch biegen und äußerst vorsichtig befestigen und mit Erde locker bedecken. Den Rest mit Tannen- oder Fichtenzweigen abdecken. Vorsicht bei älteren Stämmen, sie sind meist weniger biegsam. Hier helfen sehr große und lange Nadelholzzweige, die man bis oben an den Stamm bindet oder man stülpt einen Jutesack über die Krone.
Beim geeigneten Schutzmaterial darauf achten, dass sie nicht wasserdicht sind, dies gilt vor allem für die beliebten Folien. Am besten geeignet sind wahrscheinlich die im Handel angebotenen Vliese, auch wenn sie ihren Preis haben. Befinden sich die Rosenstöcke direkt unter einem Dachvorsprung, kann man als Schutz gegen Dachlawinen zwei geeignete Bretter zeltartig über den Rosenstrauch lehnen.
Auch durch gezielte Massnahmen beim Düngen kann man für die kalte Jahreszeit vorbeugen, so sollte ab August kein Stickstoffdünger, falls man überhaupt welchen verwendet, zugeben.
Bei Kübelrosen sollte man sich vielleicht im Spätherbst die Arbeit machen und den Kübel in die Erde eingraben, dann Styropor darumherum schichten und eventuell mit Stroh polstern. Wem dies zuviel Mühe ist oder keinen Platz hat, die Töpfe mit Polsterfolie gut umwickeln und auf jeden Fall auf eine isolierende Styroporplatte stellen. Der Standort sollte eher schattig sein, damit bei winterlichem Sonnenschein der Temperaturunterschied nicht gar so hoch ist. Topfrosen im Winter unbedingt gießen!

Mehr Informationen zum Überwintern von Rosen hier.

 

Holz im Garten

Holz als Lebensraum im Garten

Wird der Garten auch meistens wohlüberlegt angelegt, so ist der doch ein natürlicher Lebensraum, ein sogenanntes Biotop. Das Wort beschreit den Lebensraum, in welchen verschiedene Tiere und Pflanzen als eine Art WG – oder als Lebensgemeinschaft – zusammen existieren. Im Garten sind solche Biotope meist Hecken, Gartenteiche oder auch kleine Wiesen. Holz im Garten kann nützlich für Mensch und Tier eingesetzt werden.

Je mehr Arten im Garten leben, desto besser funktioniert hier das jeweilige Ökosystem. Das beginnt dann damit, dass Regenwürmer den Boden lockern und endet mit dem Fressen von Schädlingen durch tierische Bewohner. Eine große Rolle dabei spielt Holz im Garten. So sollte man heimische Gehölze und Sträucher anpflanzen und diese auch artgerecht pflegen oder hölzerne Nistkästen aufhängen, für Kriechtiere kann man Baumstümpfe stehen oder liegen lassen und für Insekten kann man Nisthilfen aus Holzbauen.

Eine große Rolle bei Holz im Biotop spielt das sogenannte Totholz. Dieser Begriff bezeichtnet Holz oder dessen Teile, das schon abgestorben ist oder gerade im Begriff ist, dies zu tun. Unterschieden wird dabei stehendes und liegendes Totholz. Holz verrottet eher langsam, ein Baum kann bis zu 100 Jahre brauchen, dabei unterscheidet man in Besiedelungs-, Zersetzungs-, und Humifizierungsphase. Es beginnt mit dem Eindringen von Borkenkäfern oder Holzwespen, sie bereiten das Holz für den Pilzbefall vor, zum Ende wird das verrottende Holz durch Bakterien und Pilze vollständig kompostiert.

Leider wurde eine lange Zeit totes Holz einfach als Abfall gewertet und sozusagen entsorgt, auch und vor allem in der Forstwirtschaft und im Gartenbau. Vieles wurde gefällt, abgesägt, geschreddert oder kompostiert, manchmal auch einfach weggeworfen. Danach sahen zwar Wald und Garten recht aufgeräumt aus, aber auch ohne jegliches Leben. Mittlerweile dürfen Bäume, solange sie die Sicherheit nicht gefährden, auch stehen bleiben, wenn sie gerade absterben oder es wird wenigstens ein Totholzhaufen angelegt, indem das Leben dann erst richtig pulsiert.

So  einen Haufen kann man jederzeit anlegen, indem man aus alten Ästen, Laub und Zweigen einen kleinen Berg im Garten aufschichtet. Den Standort sollte man im Halbschatten und in einer ruhigen Gartenecke wählen, vielleicht durch Hecken begrenzt. Zunächst legt man dickere Äste(ca. 10cm Durchmesser) auf den Boden, daran lehnt man dann wie bei einem Indianertipi dünnere Äste und Zeige an. Die Höhe sollte dabei 1,50m nicht überschreiten. In die Lücken kommt Laub oder auch Sägespäne, natürlich nur von unbehandelten Holz. Wenn man Holunder oder Brombeerenäste hat, kann man sie dazwischen schieben. Da sie schnell hohl werden, eignen sie sich hervorragend als Winterquartier für allerlei Getier. Da sich der Haufen durch das Verrotten absenkt, sollte man durch ständiges Nachfüllen den Haufen stabil halten.

Wie wirken Zwiebeln und Knoblauch im Garten?

Welche Pflanzen vertragen sich im Garten miteinander?

Zwiebeln sind im Garten eigentlich unentbehrlich, sie vertragen sich mit nahezu allen Pflanzen. Karotten sollte man unbedingt mit den Zwiebeln zusammentun, so können sie sich gegenseitig vor Schädlingen schützen.Außerdem bieten sie einen Schutz gegen Pilze wie den Grauschimmel oder auch tatsächlich gegen den berüchtigten Mehltau. Dazu vertreiben sie auch noch mehrere Arten von Fliegen.

Auch Salat ist für die meisten Pflanzen ein guter und sehr gefragter Nachbar. Sie eignen sich auch als eine Art Lückenbüsser, vor allem für Radieschen oder Erdbeeren, weil sie eine kurze Wachstumszeit haben. Er beschattet z.Bsp. auch den Wurzelbereich des Kohlrabis, der zur Austrocknung neigt und im Wechsel dazu beschatten die Kohlrabis mit ihren langen Blätter den Salat vor zu harter Witterung. Wofür er allerdings ein schlechter Partner ist, sind Sellerie und Petersilie, diese beiden Genossen sind dem zarten Salat einfach zu scharf. Mit der Gurke hingegen gibt’s eine Traumpartnerschaft.

Bei den Tomaten gibt’s auch einige spezielle Freunde. Die Karotte und auch die Pastinake wird von ihr heiß und innig geliebt,  beide lockern für sie den Boden. Ähnlich wie die Zwiebel ist auch die Petersilie eine Mehrzweckwaffe für den Gemüsegarten. Nur die pingeligen Salat machen hier eine Ausnahme, sie zieren sich und mögen gar nicht mehr gerne wachsen.

Wer sich gerne Bohnen zieht, sollte unbedingt Bohnenkraut zupflanzen. Nicht nur, dass es bei der Zubereitung gut schmeckt, sie halten den Pflanzen auch die Läuse fern.

Knoblauch hat nicht nur einen durchschlagenden Geruch nach reichlichem Genuss, er hilft auch vielen seiner Pflanzen nachbarn damit. So verhindert er tatsächlich den Sternrusstau bei Rosen. Am besten ist wilder Knoblauch.

So pflanzen Sie richtig mit Biodünger

Pflanztipps, was ist beim Pflanzen zu beachten?

Grundsätzlich scheint es in der Pflanzenwelt so zu sein wie bei den Menschen, wer sich verträgt, tut sich zusammen, bei allen anderen droht Unheil.

Die Lehre der sich zugetanen und abgeneigten Pflanzen hat sogar einen eigenen wissenschaftlichen Namen, die Allelopathie. Das Wort stammt üblicherweise aus dem Griechischen, nämlich von “allelon-wechselseitig” und von “Pathos-Leid”. Erfunden hats der Wiener Professor Hans Molisch mit seinem Grundsatzwerk 1937. Im Laufe der Jahre kam es zu immer neueren und überraschenden Erkenntnissen wie sich die Pflanzen gegenseitig beeinflussen können. So werden Gase oder Säuren ausgeschieden, die anderen Pflanzen buchstäblich die Luft wegnehmen. Dies führt dann oft auch schon zu Schäden beim Keimen der Pflanzensamen. Man fand auch heraus, dass gewisse Pilze im Boden von manchen Pflanzen geradezu angelockt werden, da sie sie dringend für ihr Wachstum brauchen. Als Gegensatz dazu sterben andere ab, die sich in der Nähe der Pilze befinden. Das Gleiche gilt auch für tierische Schädlinge. Im Laufe der weiteren Jahre entwickelte sich quasi ein eigener Fahrplan, wie man Pflanzen, vor allem im Nutzgarten, mit einander mischt oder als Nachbarn wachsen läßt. Dazu gibt es eine Reihe von Kniffen und Tricks, die durch Erfahrung erreicht wurden. So sollte man für eine Reihe von Kräutern oder Gemüse eine sogenannte Vorkultur anlegen, sie verbessert den Boden entscheidend und bereitet damit für die “richtige” Aussaat den Weg. Ein Beispiel dafür ist die Phacelia, eine Art Weide, die rasch wächst und einen dichten Schutz am Boden bildet. Wo sie wächst, gibt es auch Schwebfliegen, die vor allem tierischen Schädlingen an Rosen oder Stauden zu Leibe rücken. Ein weiterer Trick sind auch die allseits bekannten Pflanzenauszüge, sie wirken als eine Art Kräuterapotheke. Allerdings darf man mit diesen, meist auch recht agressiven Tränken, die Pflanzen nicht direkt gießen, sondern nur die Komposterde. Die bekannteste Brühe dürfte hierbei die Brennnesseljauche sein. Auch das Mulchen gehört zu den Tricks beim Pflanzenmischen. Dafür eignen sich vor allem Gras- oder Rasenschnitt, Brennnesseln, Kapuzinerkresse, Laub, Nadeln, Zweige und Rinde. Der sogenannte Biodünger ist gesünder wie herkömmlicher Dünger. Es gibt biologischen Dünger aus verschieden Naturmaterialien auch im Versandhandel.

Biologische Schädlingsbekämpfung

Natürliche Schädlingsbekämpfung im Garten

Nutzt man im Garten nur oder fast ausschließlich chemische Mittel zur biologischen Schädlingsbekämpfung oder gegen diverse Pflanzenkrankheiten, so wird man fast zwangsläufig unangenehme Nebenwirkungen spüren. So kann es sein, dass Schädlinge relativ schnell resistent gegen die Mittel werden oder die chemische Keule erschlägt auch die nützlichen Bewohner des Gartens.

Natürlich kann man manchmal gar nicht mehr anders als Spritzmittel oder chemische Verfahren einsetzten, doch in jedem Fall sollte das der allerletzte Schritt sein. So sollte man auf eine Mischung mehrere “Waffen” setzten. An erster Stelle stehen rein gärtnerische Massnahmen(Entfernen von kranken Pflanzen, verbesserte Nährstoffversorgung, usw), dann gibt es natürlich den sehr wichtigen Bereich der natürlichen Schädlingsbekämpfung, das kann tatsächlich auch bedeuten, dass man Schädlinge von Hand aufsammelt und natürlich gibt es eine Vielzahl von Fallen und Ködern für die ungebetenen Gäste.
Eine davon ist die Duftfalle, die sogenannte Pheromonfalle, das sind die duftstoffe, die für viele Tiere die Kommunikation zu ihren Artgenossen darstellen. Vor allem bei sogenannten Staatenbildenden Insekten(Ameisen, Bienen,usw.)spielen die Düfte eine sehr wichtige Rolle, auch um Sex geht’s dabei. Der Duft lockt die Tiere zueinander. Es gibt z.Bsp. Pheromonfallen für den Apfel-, Pflaumen- und Nelkenwickler. Da man ihren Duft entschlüsselte, gibt es jetzt auch synthetische Lockstoffe in Fallen, die mittlerweile auch im Handel erhältlich sind.
Eine weitere Massnahme sind die Klebefallen und Leimringe. Diese sind vor allem für kriechende und nicht fliegende Insekten und Schädlinge geeignet. So kann man mit Leimringen an Obstbäumen verhindern, das das zeitweise flugunfähige Weibchen des Frostspanners die Bäume zur Eierablage hochklettern kann. Die Zeiten für die beste Anbringung kann man nachlesen oder im Fachhandel erfragen.
Auch bei Trog-oder Topfpfllanzen kann man Leimfallen anbringen, z.Bsp gegen Ameisen oder Erdflöhe.
Für Gewächshäuser sind die Klebefallen ebenfalls geeignet, so z.Bsp, das Aufhängen von Blättern mit nicht trocknenden Leim, ähnlich den früher vor allem in Bauernstuben üblichen Fliegenstreifen. Sie sehen nicht besonders schön aus, sind aber wirksam.

Gegen Blattläuse mit einfachen Mitteln

Blattläusebekämpfung auf natürliche Weise

Eigentlich gibt es keine Pflanze, die Blattläuse verschmähen würden. Sie mögen Zimmerpflanzen, Kräuter, Balkonpflanzen, eigentlich alles. Ihr Erscheinungsbild ist meist Grün oder Schwarz, aber auch gelb und weiß können die Übeltäter auftreten. Die meisten von ihnen fressen die Blätter, einige Arten jedoch bevorzugen das Wurzelwerk.

Die Blattläuse entziehen durch Saugen den Pflanzen ihren Saft, dabei dringt auch der giftige Speichel der Läuse ins Pflanzeninnere und schädigt diese dort weiter. Wichtigste Vertreter sind die grüne Pfirsichblattlaus, die schwarze Bohnenblattlaus, dann einzelne Lausarten nach Pflanzen benannt, z.Bsp. Rosenblattlaus, Chrysanthemen…usw. Dies zeigt schon, dass sich die winzigen Schädlinge spezialisiert haben. Die grüne Pfirsichblattlaus jedoch mag sie alle, über 400 Pflanzenarten schädigt sie. Bei hohen sommerlichen Temperaturen und Trockenheit können sie sich explosionsartig vermehren.Vorbeugende Maßnahmen gibt es , als allererstes muss man die Lebensbedingungen seiner Pflanzen kennen. Denn eigentlich befallen die Läuse fast ausschließlich geschwächte Pflanzen. Ein guter Ansatzpunkt ist der Boden, passen die Pflanzen zum Boden und gedeihen gut, dann wird auch eine Laus Probleme mit der Pflanze haben, ansonsten hilft es schon mal den Boden zu verbessern. Zur Schwächung der Pflanzen führt ein sauerer Boden, ein zu sandiger Boden(Trockenheit), ein verdichteter sehr schwerer Boden und ein humusarmer Boden.

Alle Mängel kann man beseitigen, indem man einen Fachmann fragt oder sich selbst mit der Materie ausführlich beschäftigt. Licht, Temperatur und Wasser spielen ebenfalls eine wichtige Rolle für das Gedeihen der Pflanzen und damit für einen eventuellen Blattlausbefall, ebenso sollte man sich bei den Nährstoffen bzw. deren Mangel kundig machen(Stickstoff, Phosphor, Kali und Kalk). Sind die Blattläuse allerdings schon in der Überzahl, auch trotz Vorbeugung z.Bsp. bei ungewöhnlicher Witterung,, dann helfen oft zahlreiche natürliche oder sanfte Pflanzenschutzmittel. Wie schon Gärtner vor langer Zeit wußten, helfen Auszüge oder Jauchen von anderen Pflanzen, welche die Blattläuse nicht ausstehen können.Die bekannte Brennessel oder der Ackerschachtelhalm sind hierbei ganz vorne mit dabei, ebenso Wurm –oder Rainfarn, Farnkrautjauchen sind als Blattlausmittel sehr wirksam. Rhabarberblätter(nur die Blätter 500g zerkleinert mit 3l Wasser)hilft hauptsächlich bei schwarzen Läusen. Ebenfalls hochwirksam ist das Wermutkraut(300g frisch, 30g getrocknet und 10l Wasser ansetzen, unverdünnt anwenden). Eine Alternative sind noch Alaun, ein Salz aus Kalium und Aluminiumsulfat(Gerbmittel). Er wird in kristalliner Form verkauft(50g auf 1l kochendes Wasser, unverdünnt). Hierbei entsteht allerdings ein Belag, den man mit warmen Wasser wieder entfernen kann. Vor der möglichen Ernte also nicht unbedingt verwenden. Dann gibt’s natürlich noch die allseits bekannte Schmierseifen-Spiritus-Lösung, eine sehr gute Abwehr auch gegen andere Schädling. 200g Schmierseife mit 10l heißen Wasser und verstärkend noch etwa 0,2l Spiritus. Aber Vorsicht, diese Lösung ist nicht unbedenklich für andere Tiere und Pfanzen, lieber noch ohne Spiritus verwenden, nehmen sie auch reine Kali-Seife aus dem Biohandel als Schmierseife.
Blattlausabwehrende Pflanzen sind übrigens Kapuzinerkresse unter Obstbäumen, Lavendel für Rosen oder Bohnenkraut für Bohnen.
Als tierische Helfer  sind vor allem Marienkäfer, Gallmücken und Schweb-und Florfliegen bekannt. Vor allem der Marienkäfer ernährt sich fast ausschließlich von den Blattläusen. Die Florfliegen können auch im Versandhandel gekauft werden. Die Marven werden dann nach Anweisung ausgebracht.

Schneckenbekämpfung auf natürliche Weise

Mittel gegen Schnecken im Garten

Schnecken – wer kennt sie nicht als „gute“ alte Bekannte im Garten, vor allem im Gemüsegarten. Diese ungebetenen Gäste gehören zu den Weichtieren und diese bilden die zweitgrößte Tiergruppe nach den Gliederfüssern. Man sieht also, allein ihre Zahl ist schon immens groß. Die bei uns in Europa heimischen Schnecken waren alle mal Bewohner der Meere und haben sich nach und nach spezialisiert. Grob einteilen kann man die sogenannten Schadschnecken in solche mit Gehäuse und die, die nackt durch die Gegend kriechen. An ihren Fühlerspitzen sitzen die Augen, mit denen sie allerdings nur Hell-und Dunkelkontraste erkennen können. Das ausgeschiedene Schleimsekret dient hauptsächlich der Fortbewegung. Die bei uns hauptsächlich vorkommenden Schadschnecken sind in erster Linie die Große Wegschnecke, die bis zu 18cm lang werden kann und sie ist der wichtigste Schädling in unserem Garten. Dann noch die Gartenwegschnecke, etwa 3-4cm lang und hat eine gelbe Sohle, sie ist etwa gehfaul und richtet wesentlich weniger Schaden an als die Große Wegschnecke. Dann gibt es noch die Genetzte Ackerschneck, die hauptsächlich auf Kulturgelände wandert und die Spanische Wegschnecke aus Portugal, die der Großen Wegschnecke ähnelt. Es gibt auch noch ein paar weniger verbreitete Schadschneckensorten.

Alle Schnecken legen ihre Eier in einer Art Nesthöhle in der Erde ab, wo sie sich weitgehend temperaturunabhängig entwickeln, allerdings entwickeln sich im Sommer abgelegte Eier wesentlich schneller als solche vom Frühjahr.

Es gibt natürlich vorbeugende Mittel gegen Schnecken, die wichtigste ist wohl, es gar nicht so weit kommen zu lassen, dass hunderte von Schnecken es sich im Garten gemütlich machen. Für natürliche Maßnahmen muß man allerdings etwas Geduld aufbringen. Ein wichtiger Bestandteil der Schneckenbekämpfung ist die gezielte Bodenpflege. So gibt es in lockeren Gartenböden keinerlei Möglichkeit für die Tiere, die selbst nicht graben können, in die Erde zu gelangen. Man nennt das eine gute Krümelstabilität der Gartenerde. Drückt man eine Handvoll Erde fest in der Faust zusammen und klebt sie nach dem Öffnen der Hand weiter zusammen, so ist dies schlecht. Wenn allerdings die Erde wieder zerfällt, ist ihr Zustand optimal. Der optimale ph-Wert des Bodens wäre hierbei etwa sechs bis sieben. Allgemein kann man den Boden durch Mulchen, Pflanzenjauche oder Kompost verbessern und dadurch den Humusanteil erhöhen und so eine feinkrümelige Struktur schaffen. Setzt man all diese Massnahmen falsch ein, erreicht man genau das Gegenteil, also vorher unbedingt Rat holen beim Fachhandel, Untersuchungsanstalten und ähnlichem. Komposthaufen, ein Wohnplatz von Schnecken(wo sie auch nützen), sollte man unbedingt in Entfernung der Nutz-und Zierpflanzen aufstellen.

Den fertigen Kompost auf jeden Fall schon im Sommer abräumen und gleichzeitig den neuen ansetzen, so werden die Tiere von frischem Futter angelockt. Schneckenfreier Kompost erfordert eine Menge Arbeit, so muss man den Kompost grundsätzlich auch mal sieben oder auseinanderrechen, wenn man Eier oder Erwachsene Tiere entdeckt, ihn trocknen lassen und dann wieder zusammenschieben.  Schlafplätze der Schnecken,wie Steinhaufen und Büsche, sollte man auch beachten. Wenn man einige Regeln beachtet, kann man durch Mulchen den Schnecken das Leben erschweren. Immer getrocknete und gehäckselte Abfälle nehmen, die sind für Schnecken uninteressant, keine Rasenabfälle oder ähnliches. Die Mulchschicht nicht zu dicht streuen. Hacken und Umgraben des Bodens sollte man so früh wie möglich machen, also wenn man die Schnecken noch aus ihrem Winterquartier vertreibt, nicht dann wenn es im Frühjahr schon wärmer wird. Nach dem Umgraben den Boden wieder glatt ziehen. Jetzt kann man auch Köder ausbringen und die Weichtiere nachts oder frühmorgens absammeln. Pflanzen am Morgen gießen statt am Abend, damit würde man den Tieren auch noch einen Gefallen tun, und nur die Pflanzen direkt gießen, nicht den ganzen Boden. Natürlich kann es auch an der Umgebung liegen, wenn man Schneckeninvasionen hat, deshalb sind Barrieren ein wichtiger Schutz. Kurzgeschnittene Rasenstreifen z.Bsp. überqueren die Tier sehr sehr ungern, aber keinen Rasenschnitt liegen lassen. Dann gibt es noch eine Strecke mit Weißklee, den Schnecken nicht fressen, oder auch Petersilienteppiche. Schnecken mögen den Geruch von Thymian,Salbei, Lavendel und Knoblauch nicht, dies wäre auch eine Duftbarriere. Künstliche Schutzstreifen wie gehäckselte Baumrinde oder getrocknete Fichtennadeln sind auch ideal, ebenso wie ein Schneckenzaun, die man im Fachhandel erhält. Dann gibts natürlich noch die Haltung von Laufenten und Hühner, wers mag. Dies ist nur eine begrenzte Auswahl an natürlichen Schneckengegenmitteln.
Daneben gibt es auch noch Schneckenkorn und andere Schneckenmittel. Hierbei sollte der Gartenbesitzer darauf achten, dass Kinder und Haustiere nicht zu Schaden kommen.