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Hitzeschutz im Garten

Hitze im Garten und die Folgen für die Pflanzen



Der Jahrhundertsommer 2003 hat wohl jedem gezeigt, dass wir in unseren Breiten auch regelrechte Hitzewellen haben. Temperaturen von fast konstant 30Grad bis in den Oktober hinein sind auch eine Herausforderung für alle Pflanzen unserer Klimazonen.
Um solche regenarmen heißen Sommer gartentechnisch recht gut zu überstehen, gibt es ein paar kleine Tips wie das Aufstellen von Wassereimern, die die Luft abkühlen. Außerdem Zurückhaltung bei allen Schnitten üben, ob beim Rasen, den man dann nicht ganz kurz schneidet, damit er besser vor Austrocknung geschützt ist oder bei Sträuchern, die man möglichst lange halten sollte. Eine gute Lösung, die allerdings schon etwas länger vorher angewandt werden muss ist die Begrünung von Häuserfassaden und hier vor allem der Südseite. Damit wird nicht nur die Wärme reguliert, es wird auch verhindert, dass Sonnenstrahlen auf den Garten reflektieren.
Die Pflanzen selbst können sich zum Teil an die Hitze anpassen. Solche die wärmeren Gefilden angepasst sind, haben ein paar untrügliche Merkmale wie fast kein Laub oder winzige Blätter, die noch dazu von einer Wachsschicht bedeckt sind. Diese verhindert den Wasserverlust. Manche haben noch dazu gefiederte Blätter.
Bei unseren gängigen Planzen führt ein solch große und langandauernde Hitze auch zu Reaktionen. Das Wachstum fällt auf jeden Fall geringer aus als gewöhnlich, bis zu 35% weniger. Bei Laubbäumen kommt es zu einem sehr frühen Laubabwurf. Kiefern z.Bsp. können regelrecht vertrocknen.

Überschüssiges Obst findet Abnehmer

Hier findet herrenloses und überschüssiges Obst Abnehmer

Alle Jahre wieder im Sommer und Herbst zur Erntezeit kommt es vor, dass Obstbäume und Sträucher sehr viele Früchte tragen.
Diesen Fruchtüberschuss kann man jetzt bei der Obstbörse der bayerischen Verbraucherzentrale melden.
Unter 01805-829232 erreichen Sie diese. Hier werden dann Angebot und Nachfrage vermittelt.

Eine besonders clevere Idee bietet die Plattform www.mundraub.org, hier können herrenlose Obstbäume von jedermann gemeldet werden die nicht abgeerntet werden. Die Anmeldung der Bäume werden von der Plattform vor der Veröffentlichung überprüft und dann auf der Internetseite publiziert. So kann jeder Obst ernten und geniessen.

Tolle Idee, die mit viel Engament umgesetzt wird.

Ist der Obstanbau lukrativ oder Liebhaberei?

Wann ist der eigene Obstanbau sinnvoll?



Natürlich gibt es wieder immer mehr Menschen, die tatsächlich Obstanbau wieder aus finanziellen Gründen anbauen. Man sollte sich aber dabei überlegen, ob man die Arbeit und Pflege der Bäume wirklich übernehmen will. Ansonsten wäre es besser, man kauft das Obst direkt beim Erzeuger oder Bauern.
Hat man sich dann doch für einen Obstgarten entschieden, sollte man die Bodenbeschaffenheit, die Lage und das dort herrschende Klima überprüfen.

Reiche Obsternte

Auch sollte man sich überlegen, ob man den normalen Obstbaum wählt, oder ob man ihn veredeln will. Beim Veredeln besteht der Baum übrigens dann aus zwei Teilen, nämlich dem Wurzelwerk und der eigentlichen Sorte. Veredelte Bäume haben auch eine kürzere Lebenserwartung, hier gilt je besser die Verträglichkeit an der Veredlungsstelle, desto länger lebt der Baum. Obstbäume, die über eine längere Zeit nicht mehr gepflegt oder geschnitten werden, sind eher keine“glücklichen“ Bäume. Sie können keine Reserven halten, haben weniger Triebwachstum, d.h. sie vergreisen mit der Zeit. Es kann sogar soweit gehen, dass sie absterben, vor allem bei Hochstämmen besteht diese Gefahr.
Grundsätzlich besteht das Leben eines Obstbaumes aus drei Phasen, der Aufbauphase, der Hauptertragszeit und der Zeit der abgehenden Erträge.


Bei der Auswahl der Pflanzstelle sollte man auf die Obstsorte achten. Sehr anspruchsvoll sind Aprikosen und Pfirsiche, sowie Tafeltrauben oder Feigen. Man sollte sie geschützt und nach Süden oder Südwest ausgerichtet pflanzen, z. Bsp. an Gebäudefassaden oder an der Südwand eines Schuppens. Meiden sollte man grundsätzlich Schattenhänge, sehr steile Böschungen oder Stellen an dem kalte Winde gut hinkommen, auch direkt unter Stromleitungen ist nicht gerade ideal. Der beste Standort ist sonnig und windoffen, bei Regen trocknen solche Standort gut ab und sind damit besser vor Pilzen geschützt. Vor allem Äpfel und Kirschen lieben die Sonne. Recht anspruchslos sind Pflaumen und Zwetschgen. Vielleicht sollte man mal nachsehen, welche Bäume in der Nachbarschaft gedeihen. Frühblüher wie Pfirsiche, Kirschen oder Aprikosen sind auch stärker spätfrostgefährdet als andere.
Stellen mit Staunässe sind ebenso zu meiden wie extrem trockene Pflanzorte, also hier wirklich auch mal hin und wieder mit der Gießkanne oder Eimer für Wasser sorgen.
Was den Boden betrifft, lieben die Obstbäume einen mittelschweren, durchlässigen und ph-neutralen Boden mit mittleren Humusgehalt.

Diese Baumformationen für Ihren Obstbaum

Welche Baumformen sind beim Obstanbau üblich?



Für Obstbäume gibt es verschiedene Baumformen, ideal sind dabei sogenannte Spindeln und Spaliere. Hat man allerdings mehr Platz im Garten und soll das Obst verarbeitet werden, eigenen sich auch gut Hochstämme.
Spindeln haben den Vorteil, dass es schon nach zwei bis drei Jahren eine Vollernte geben kann. Der grösste Teil aller Arbeiten lässt sich bequem vom Boden und im Stehen ausüben, wohl der Grund überhaupt, um hauptsächlich Spindeln zu Pflanzen. Die Lebensdauer allerdings beträgt im Durchschnitt lediglich etwa 15Jahre. Die Spindelform ist recht einfach und leicht zu erziehen. Man muss für diese Baumform nicht der große Experte sein und alles über Obstanbau wissen. Sie ist auch gut für Kernobst geeignet.
Eine weitere Form ist ist der Spalierobstbaum, darunter versteht man hauptsächlich den Anbau an Fassaden und Mäuern. Mit dieser Form kann man auch anspruchsvolle Obstarten ermöglichen. Und ein unschlagbarer Vorteil ist natürlich das dekorative Aussehen der Spalierbäume. Natürlich setzt der Spalieranbau auch hohe Fertigkeit und Kenntnisse voraus. Mit Spalierobst kann man klimatische Bedingungen im Garten maximal nutzen. An den üblichen Süd- oder Südwestfassaden herrschen normalerweise die besten Bedingungen für Obstbau. Und ein letzter großer Punkt ist, dass an Fassaden gezogene Obstbäume weniger von Pilzen befallen werden. Da man nicht beliebig viele Fassadenflächen im Garten zur Verfügung hat, empfiehlt es sich, nur die anspruchsvollsten Obstsorten dort zu pflanzen. Im Süden und Südwesten sollten dabei die

wärmebedürftigsten Früchte wie Aprikosen, Pfirsiche, Nektarinen, Kiwis und ähnl. angebaut werden. Nord und Nordostfassaden sind nur sehr bedingt geeignet für Obst, allenfalls Frühzwetschgen kann man empfehlen. Eines der wichtigesten Elemente für das Spalierobst ist natürlich das Spalier. Es sollte möglichst solide und dauerhaft hergestellt werden, außerdem sollte man daran denken, dass man bei Reparaturen auch wieder leicht an das Gerüst herankommt. Das Drahtgerüst mit sogen. Eisenspannern ist sehr verbreitet, es wird mit verzinkten Eisendraht oder mit Stahldraht(2,5mm). Die Eisenspanner ermöglichen auch nachträgliches Nachspannen. Dann wird auch noch ein Drahtgerüst mit Holz-oder Metallstäben genutzt. Das Holz hat dabei einen Querschnitt von 20 mal 10mm und wird am besten mit Bindedraht oder Spalierhacken befestigt.
Und natürlich gibt es das tradionelle holzgerüst. Man sollte beim Wandspalier darauf achten, dass ein Abstand von etwa 10-15cm verbleibt. Die Holzlatten sollten vor allem nicht direkt an der Hauswand befestigt werden. Richtwert für die Holzlatten ist ca. 25 x 35mm. Als Holz sind Fichten und Eichen geeignet. Das Imprägnieren von Spalierstäben ist nicht anzuraten, es könnte bei den Trieben zu Verbrennungen kommen. Wenn man sich letztlich für Hochstämme entscheidet, muss man auf jeden Fall eine Aufbauphase von 10Jahren einrechnen, im Höchstfall werden sie bis zu zehn Meter hoch. Die Pflegearbeiten sind dadurch sehr aufwendig und die Ernte wird erschwert. Ein nicht unwesentlicher Aspekt sollte der Schattenwurf des Baumes sein, solche Prachtexemplare können den Garten zum Großteil von der Sonne abschirmen. Für größere Obstwiesen eignen sich die Hochstämme optimal, sie können außerdem 50Jahre und mehr werden.

Wie Obstbäume richtig schneiden

Obstbaumschnitt im Frühjahr und Herbst



Jedes Jahr wieder stellt sich für Hobbyobstanbauer die leidige Frage des Obstbaumschnittes. Hört man sich in seiner Umgebung um, gibt es anscheinend unzählige Schnitttechniken, um die beste Ernte aus jedem Baum herauszuholen. Ausserdem sorgt man mit dem richtigen Formschnitt für eine bestimmte Baumform und beeinflusst das Wachstum.

Obstbaumschnitt

Obstbaum im Frühjahr schneiden

Es gibt aber einige Grundlagen, die jeder, der seine Bäume selbst schneiden möchte, beherzigen sollte. Je nachdem, um welche Obstsorte es sich handelt oder wie alt der Obstbaum ist, gibt es unterschiedliche Schnitttechniken. Sind die Obstbäume  noch recht jung und daher auch noch niedrig, wird der fällige Schnitt durch Formierungsarbeit ergänzt oder ganz ersetzt. Bei älteren Bäumen dient der Schnitt eher der Auslichtung. Bei Reben wird mit dem kurzen Zapfenschnitt eher eine Art Ertragsregulierung betrieben. Für den Schnitt wichtig sind auch allerlei Hilfsmittel wie Schnüre, Spanner, Steine oder Klammern.
Eines der wichtigsten Grundprinzipien ist der sogenannte Oeschbergschnitt, aus der ersten Hälfte des 20.Jhd. und der Schweiz stammend, wurde dieser Schnitt immer weiter entwickelt und den jeweiligen Gegebenheiten angepasst. Auch heute hat er noch eine recht große Bedeutung. Der Oeschbergschnitt wird hauptsächlich bei Äpfel, Birnen, Kirschen, Zwetschgen und Pflaumen angewendet. Ursprünglich für Hochstämme gedacht, besteht der Schnitt aus einem Mitteltrieb und ca. vier gleichmässig verteilten und starken Ästen, sogenannten Leitästen. Daran wiederum ist das Fruchtholz. Heute wird das Ganze meistens „Rundkrone“ genannt. Sie dient dazu, dass der Baum möglichst viel Licht bekommt und eine klare Struktur hat.
Es gibt natürlich auch Bäume mit Früchten, die man im Ertragsalter nicht mehr schneidet, dazu gehört der Nussbaum oder die Mostbirne.

Wie soll ich den Kompost aufschichten?

Kompostaufschichtung mit System



Entscheidend für die erfolgreiche Nutzung eines Komposthaufens ist die richtige Anbringung der Materialien und die Materialien selbst.

Ein Kompost sollte auf lockerer Erde stehen, damit er sich direkt damit verbinden kann. Das hat den Vorteil, dass sich die Erdbewohner, wie Würmer oder Asseln, gleich direkt am Kompost beteiligen können. Schichtet man die erste Lage auf, so dient sie zur Durchlüftung aller anderen späteren Schichten und zur Wasserleitung. Diese Lage besteht üblicherweise aus einem lockeren Zusammenschluss von Ästen, Astresten und Zweigen. Ist der Unterboden zu sandig, gibt man etwas lehmige Gartenerde darunter.

Auf diese Unterlage kommt dann die nächste Schicht, bestehend aus den sogenannten organischen Abfällen, das sind alle biologisch abbaubaren Stoffe von Pflanzen und Tieren.

Alles Stoffe und Materialien sollten immer gut und locker gemischt sein. Da die meisten Abfälle sehr feucht sind, empfiehlt es sich, trockene Stoffe wie Stroh, Zweiglein oder Sägespäne, unterzumischen. Darauf kann man einige Schaufeln Gartenerden geben. Auch schon leicht reifer Kompost kann zugegeben werden, die sich darin befindlichen Organismen und Lebewesen können in die frischen Abfallschichten schon gleich eindringen und müssen sich nicht von ganz unten hocharbeiten. Auch die Zugabe von Mist oder Gesteinsmehl als Zusatzmittel sind eine gute Sache. Sie führen dem Kompost Nährstoffe mineralischer Art zu. Weitere Zusätze sind Algenkalk oder Hornspäne, sowie auch die selbstangesetzte Brennesseljauche. Es folgen immer weitere Schichten der gleichen Ordnung, also Abfälle, Gartenerde, Zusätze,usw.

Hat man eine Höhe von 1,20-1,50m erreicht, deckt man den Haufen mit Erde oder Grassoden ab. Das hält die Wärme und Feuchtigkeit im Haufen. Drohen schwere Regengüsse kann man den Haufen auch dauerhaft mit einer Abdeckung versehen.

Die Breite des Haufen sollte nicht allzu ausufernd sein, 1,20-1,40m sind reichlich. Wird der Kompost zu breit, kann er sich nicht richtig erwärmen und diese Wärme nicht erhalten. Die Höhe kann zwar beliebig sein, aber es empfiehlt sich obig angegebene Höhe. Niedriger sollte der Haufen allerdings nicht sein, sonst gibt es zuwenig Kompostvolumen.

Was darf in den Komposthaufen?

Materialien für den Kompost

Beachtet man die Hauptregel beim Kompostieren, nämlich die richtige Aufschichtung, dann kann eigentlich gar nicht mehr so viel passieren.

Jetzt braucht man nur noch die Art und Sorte der Materialien zu kennen und diese sorgfältig zu mischen.

Gut geeignete Stoffe sind dabei:

Organische Küchen-Abfälle:

das sind hauptsächlich Obstschalen und -reste, von Südfrüchten immer nur in kleineren Mengen und im besten Falle ungespritzt, Kartoffelschalen, Gemüserest- und schalen.

Kaffeesatz, sehr beliebt bei Kompostwürmer,


Eierschalen, haben einen sehr hohen Kalkgehalt, nämlich über 90%, man sollte sie aber auf jeden Fall zerkleinern, manche befürchten eine Salmonellenvergiftung des Komposts, aber wenn man alles gut durchmischt und es möglichst in die Mitte des Haufens bringt, ist die Gefahr sehr gering.

Teebeutel, siehe Kaffeesatz

Asche, keine Kohlenasche, hier ist Schwermetall enthalten.

Und in kleineren Mengen und vor allem zerkleinert Papier und Pappe, keine beschichteten Papiere

Organische Gartenabfälle:

Laub, braucht grundsätzlich länger zum Verrotten, Eichen- und Nussbaumblätter noch länger und enthalten viele Mineralstoffe, große Laubmengen vorher zerkleinern.

Grasschnitt, nicht zuviel aufbringen, möglichst mischen mit Strauchschnitt oder Heckenschnitt, mit Erdschicht bedecken und trocknen lassen

Moos

Unkraut, möglichst in die Mitte des Haufens geben, dadurch werden eventuelle Samen durch die hohe Temperatur abgetötet.

Baumnadeln

Eingeschränkte Abfälle:

Kranke Pflanzenteile, von Pilzen und Bakterien befallene Teile werden in der Heißrottphase eliminiert oder durch die Bodenlebewesen abgetötet.

Äste, Zweige oder Häckselgut, möglichst in geringer Auflage, dienen zur Durchlüftung oder zur Abdeckung

Schnittblumenreste, mit Vorsicht geniessen, möglichst Blumen aus dem Fair Trade-Handel kaufen, alle anderen sind oft mit Pestiziden behandelt, immer in die Haufenmitte geben.

Sägemehl, nur sehr dünn aufbringen und feucht halten

Mist, möglichst wenig, und eher Hühnermist, da er sehr stickstoff- und phosphorhaltig ist

Ein Sonderfall sind Thujen, sie soll man nur in Kleinstmengen aufbringen, da sie giftig sind. Wenn unbedingt, dann sollte man sie an einem anderen Platz vorverrotten lassen und erst nach einiger Zeit zugeben.

Auf keinen Fall zugeben sollte man:

Kunststoffe, Glas oder Metall, Knochen und Leder

Metalle

Speiseöle

Staubsauerbeutel mit Inhalt

Kleintierstreu und Abfall

Fäkalien

Gekochte Speisereste, sonst gibt es eine eigene Rattenzucht

Zigarettenreste

Windel mit Plastikfolie

Mehr Infos zum richtigen Aufschichten des Kompost finden Sie im folgenden Artikel.