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Schädlinge und Nützlinge im Garten

Schädlinge im Garten erkennen

Auch wenn man es manchmal nicht glauben mag, es gibt nicht nur krabbelnde und fliegende Schädling im Garten, sondern auch eine ganze Reihe von sogenannten Nützlingen. Für den Menschen vielleicht nicht immer schön anzusehen oder auch angsteinflößend, bevölkern sie bei günstigen Bedingungen den Garten und die Pflanzenwelt und halten dabei die Schädlinge in Schach. Schädlinge sind keine Kostverächter und machen sich an unseren Kulturpflanzen zu schaffen, so dass oft ganze Vorräte oder Ernten verschwinden. Besonders tragisch immer in Mangelregionen. Doch auch bei uns hier in Europa kann schnell mal ein Schädling verheerende Schäden verursachen. Die Nützlinge als Gegenspieler sind in erster Linie Parasiten oder “Raubtiere” wie der Marienkäfer und die Schlupfwespe. Beide Arten legen ihre Eier in oder nahe bei den Schädlingen ab, damit sie gleich ans Fressen gehen können. Außerdem gibt’s noch pflanzenfressende Nützlinge, die große Mengen an meist üppig wucherden Schadpflanzen vertilgen. Nützlinge sind auch Bienen, Hummel und andere Hautflügler, denn wer soll die Pflanzen sonst überhaupt bestäuben. Schmetterlinge, Käfer und sogar die verhassten Mücken übertragen Blütenpollen mühelos über weite Entfernungen. Ohne all diese Nützlinge gäbe es gar keine Ernte. Eine große Gruppe der wichtigen Bewohner des Gartens sind die, die man erst gar nicht sieht. Microorganismen, Milben, Asseln und Spinnen spielen eine zentrale Rolle bei der Bodenbeschaffenheit. Der Komposthaufen zeigt es. Diese Kleinlebewesen zerkleinern und zersetzen abgestorbene Lebewesen, ob Pflanzen oder Tiere. Regenwürmer und andere unsichtbare Helfer tun noch ein Übriges für die Lockerung und Durchmischung des Bodens. Natürlich gibt es auch Lebewesen die weder schädigen noch nützen, sie spielen jedoch auch eine etwas makabere Rolle im Kreislauf, weil sie den Nützlingen gelegentlich auch als Nahrung dienen, wenn anderes knapp wird. Zu diesen Vertretern gehören auch Käfer und Schmetterlinge. Manchmal verändert sich auch im Laufe der Zeit die Rolle der Lebewesen, so wurde aus der Kartoffelkäfer vom neutralen Bewohner zum Schädling. Vor 150 – 200 Jahren galt er noch als recht selten und mußte sich seine Nahrung(Nachtschattengewächse)mühsam beschaffen. Mit der Ausdehnung des Kartoffelanbaues waren die kargen Zeiten für den schön schillernden Käfer vorbei. Ausgehend von den USA verbreitete er sich rasant, bedingt durch Reisen und Schifffahrt, quer durch Europa.