Archiv der Kategorie: Küchengarten

So können Imker ihren Honig verkaufen

Honig aus deiner Region – für Imker und Honigkunden

Das Projekt „ nearbees – Honig von nebenan „möchte eine Plattform für den Verkauf von Imkerhonig sein. Die Idee gefällt mir sehr gut und so habe ich vor ein paar Wochen das Crowdfunding Projekt mit einem Geldbetrag unterstützt.

Honigwabe
Honigwabe gefüllt mit Honig von nearbees

Nearbees will eine bundesweite Plattform für regionalen Honig aufbauen und hat deshalb über Startnext Geld eingesammelt. Von dieser Initiative habe ich erstmals beim Isarblog gelesen. Da ich ja so gut wie keine Papierzeitungen lese, sind Blogs meine erste Anlaufstelle für Informationen jeglicher Art. Danke an Isarblog für den Artikel.

Das Start-Up und die Idee zu dieser Aktion kommen von Viktoria Schmidt, die in einer Imkerfamilie aufgewachsen ist. Nach ihrer Masterarbeit über Bienen und der Vermarktung von regionalem Honig, war der Startschuss für nearbees gefallen. Die Firma finanziert sich über eine Verkaufsprovision des Honig. Hier gibt es ein Video zur Idee.

Imker die ihren Honig verkaufen möchten, melden sich dort an. Danach bekommen sie die Verpackungen um ihren Honig in speziellen Beuteln ab zu füllen und an die Kunden per Post zu verschicken.

Honigkunden wiederum finden über die Internetseite ihren nächsten, registriereten Imker und können dort bequem ihren Honig kaufen. Dazu müssen diese nur ihre Postleitzahl eingeben und dann sehen sie, welcher Imker in ihrer Nähe welche Sorte Honig gerade anbietet. Der Preis versteht sich immer für eine 400 gr. Honigtüte.

Anfang August kam jetzt mein Unterstützerpaket als Pate eines Bienenvolks. Was drin war, hat mich sehr überrascht. Da der Honig noch nicht fertig war, habe ich jetzt schon mal ein Stück Honigwabe, ein sehr nettes Schreiben von „meinen Bienen“ und ein T-Shirt von Ben & Jerrys bekommen. Ich  bin jetzt für ein Jahr Pate eines Bienenvolks. Später gibt es noch Honig per Post.

Unterstützerpaket
Mein Paket als Dankeschön von nearbees

Honigwaben kannte ich schon von Fotos. Das man diese aber auch essen kann, nicht. Dazu habe ich ein kleines Stück Wabe (voll mit Honig) abgeschnitten und in den Mund gesteckt. Siehe Foto oben. Und jetzt kommt es, du musst das Dings in deinem Mund wie einen Kaugummi behandeln. Der Honig fliesst heraus und den kann man so auch essen. Die Wabe allerdings kaust du zusammen und spuckst sie dann wieder aus. Die Wabenzellen bestehen aus hochwertigem Bienenwachs und sind nicht essbar. Tolles Geschmachserlebnis!

Sponsoren T-Shirt, passt
Sponsoren T-Shirt, passt

Ausserdem habe ich von „meinen Bienen“ noch einen Brief bekommen. Sehr emotional gemacht- schöne Idee. Bienenpost, heißt auch die Überschrift über meiner Adresse. Zum Schluss verabschieden sich meine Bienen mit:

“ Bis bald – deine Bienen aus Freising“

Ich werde das Projekt und den Verlauf der Firma weiter verfolgen und wenn es Neues gibt hier berichten.

Fazit: Eine tolle Idee, die auch mit viel Herz und Gefühl umgesetzt wurde. Hoffentlich schafft es das Start-Up auch die erste Zeit zu überstehen. Deshalb auch mein Artikel, der mit helfen soll die Idee zu verbreiten.

Was wächst so alles im Mai

Kleiner Gartenrundgang Ende Mai im Garten und der Obstwiese

Vor etwa 3 Wochen habe ich zum ersten Mal Hummeln als Bestäubungshilfe für die Obstbäume ausprobiert. Jetzt Ende Mai nach der Blüte der meisten Apfelbäume stelle ich fest das die Hummeln ( und vereinzelt auch Bienen) ganze Arbeit geleistet haben. Viele kleine Äpfel erfreuen mein Gartenherz 🙂

Fazit: Hummeln können durchaus für eine bessere Apfelernte nützlich sein. Die Kosten von ca. 90 Euro solle man je nach Größe der Obstwiese abwägen.

Kartoffeln

Junge Kartoffelpflanze aus vorgeimter Kartoffel Ende Mai
Junge Kartoffelpflanze aus vorgekeimter Kartoffel Ende Mai

Im letzten Jahr hatte ich ja einen kleinen Wettbewerb mit mir selbst gemacht 🙂 Zum einen hatte ich diese Pflanztaschen getestet und dann einfach noch ein Stück Rasen als Garten umgegraben. Wie das Ganze bei der Kartoffelernte ausging könnt ihr hier nachlesen.

In diesem Jahr habe ich tradidionell am 01. Mai ein Dutzend vorgekeimte Kartoffeln gesetzt. Ende Mai sieht man schon wo das hinführen wird. Die Pflanzen sind schon ein kleines Stück gewachsen. Sie wachsen in einem kleinen Stück Garten. Die Pfanztaschen nutze ich nicht mehr.

Tobinambur

Tobinambur
Junge Tobinamburpflanze Ende Mai

Im Spätherbst habe ich bei der Ernte feststellen müssen dass es den Wühlmäusen auch gut geschmeckt hat und sie sich die meisten Knollen zu eigen gemacht haben. Die übrigen angefressenen Knollen und die Wurzeln habe ich dann aber wieder verteilt im Garten eingegraben. Jetzt im Mai kommen die ersten Pflanzen an die Oberfläche. Im Büro habe ich 3 Knollen in einem Topf eingepflanzt diese sind jetzt ca. 60 cm hoch. Mal sehen wie das bsi zum Herbst mit der Ernte aussieht.

Heidelbeeren

Hummel
Hummel beim Anflug an die Blüten der Heidelbeere

Die Heidelbeeren stehen in voller Blüte. Und wer ist fleißig beim Pollen und Nekar sameln? Na könnt ihr meine pelzigen Freunde erkennen? Di Hummeln sind ganz bei der Arbeit und vor lauter Pollen torkeln sie nur so von Blüte zu Blüte. En Spass sie bei der Arbeit zu beobachten.

Mangold

Mangold
Mangold vom Vorjahr der im Freiland überwintert hat

Den Mangold habe ich im letzten Jahr Ende Juli nach der Kartoffelernte noch ausgesät. die rsten Pflanzen wrde auch noch bis zu 30-40 cm hoch. Einige Mangoldpflanzen habe ich den Winter über stehen gelassen und auch nicht witer abgedeckt. Einige Wochen lag auch ordentlich Schnee darüber. Jetzt im Mai haben sie sich wieder gut erholt. Ich hoffe vielleicht schon im Herbst eigeen Samen aus diesen gewinnen zu können. Mal sehen obs klappt.

Apfelbäume

Manga Apfel
Manga Superapfel kurz nach der erfolgreichen Bestäubung

Ganz besonders stolz und genau so gespannt bin ich in diesem Jahr auf die ersten Manga Superäpfel. Der Riesenapfel soll bis zu 2 kg schwer werden. Die etwa 12 Äpfelchen habe ich sicher auch den Hummeln zu verdanken. Im letzten Jahr gab es trotz Blüten keinen Ertrag. Weil mich die Riesenäpfel so begeistert hatten, wurden vor 2 Jahren 5 Bäume an Schulen verschenkt. Vielleicht beomme ich von der en oder anderen Stelle noch Bilder wie die Bäume sich bis jetzt entwickelt haben.

Die übrigen Apfelbäume aus der Obstwiese tragen jetzt sehr unterschiedlich viele Äpfel. Nach der ersten Sichtung rechne ich mit einer durchschnittlichen Apfelernte. Ein Totalausfall wie vor 2 Jahren wollte ich unter allen Umständen vermeide. Deshalb auch der Hummeltest.

Wie die Apfelernte ausfällt könnt ihr hier im Herbst nachlesen. Was wir letzten Herbst damit gemacht haben lest ihr hier.

 

Minigarten auf der Fensterbank

Nach meinem Ausflug zu den urbanen Gärtnern von „o pflanzt is“ in München, hab ich mir überlegt wie man Salat oder Gemüse auf der Fensterbank züchten kann. Das Ganze sollte natürlich auch noch etwas hachhaltig sein und den Recyclegedanken unterstützen. Da habe ich mich an die Safttüten erinnert, ich ich schon mal irgendwo als Topf gesehen habe.

Michtüten Beet mit Salat
In leeren Milchüten wächst Salat am Fensterbrett

Angestachelt durch meinen Pflanzerfolg beim Kartoffelanbau in Tüten, bin ich jetzt auch an einem Gemüseanbau auf der Fensterbank interessiert. Mal sehen wie das funktioniert. Ob das Pflanzvolumen ausreicht, dass der Salat wachsen kann, ist dabei noch die einfachste Frage.

So gehts

Einfach die leeren Milchtüten kurz mit Wasser ausspülen und dann abtropfen lassen. Legt die Tüte flach hin so das der Ausgiesser auf der Bodenseite ist. An der oberen, flachen Seite schneidet ihr dann mit der Schere ein Loch, so wie bei mir auf dem Bild zu sehen ist. Der Ausgiesser sollte später dazu dienen Stauwasser ganz leicht durch das öffnen der Verschlusskappe zu entleeren. Laßt beim ausschneiden einen Rand, damit euer neues Gemüsebeet stabiler ist.

Jetzt einfach Blumenerde einfüllen, einsäen mit z.B. Salatsamen, angiessen, fertig.

Ich habe neben Feldsalat(die 2 rechten Behälter) auch noch Schnittsalat gesät. Nach etwa 6 Wohen soll laut Saattütchen die Ernte erfolgen können. Das zeige ich euch dann auf alle Fälle noch mit einem Foto. Eine vorgezogene Tomate habe ich in eine leere Plastikdose (Kartoffelsalat) gepflanzt.

Dann habe ich noch eine Milchtüte hochkant gestellt und Petersilienwurzeln eingesät. Sie sind auch schon 5 cm hoch. Mal sehen ob sich die Wurzeln in einer Milchtüte etnwickeln können. Der Tüte habe ich den Deckel mit Ausgiesser abgeschnitten und am Boden ein paar Löcher zum abfließen des Wassers mit der Schere gestochen.

Warum das Ganze? Weils Spass macht

Nun, dass werde ich ab und an von meinen Kollegen im Büro gefragt. Der Salat ist ja nicht so teuer, meinte einer. Mir aber geht es einfach um das Experiment, ob es funktioniert und was man am Fensterbrett anbauen kann. Mir ist es dabei nicht so wichtig eine gute Ernte ein zu fahren oder Geld zu sparen. Einen Vorteil hatte mein „Gemüseanbau“ im Büro auf alle Fälle. Aber die Kommunikation ist enorm intensiv geworden. Fast täglich erkundigt man sich nach dem Wachstum und macht so sine Spässe darüber. Mit einem Kollegen habe ich darauf hin einen Termin zum Salatessen vereinbart. Genau 6 Wochen nach dem Aussäen. Der Termin am 16. Juni wird von allen Kollegen mit Spannung erwartet.

Michtüten-Salat
Schnittsalat nach 6 Wochen, in einer Milchtüte ausgesät

Und hier noch das Ergebnis am 16.Juni.
Die selbstbestäubten Tomaten sind mittlerweile murmeldick. Ich habe mit einem weichen Malpinsel einfach mehrmals über die Blüten gestrichen. Der Salat hat uns gut geschmeckt und hat für viele lächelnde Gesichter in unserem Büro gesorgt 🙂 Manch einer hat die Aktion auch belächelt. Ich find es spannnd wie sich jetzt noch die Tomaten entwickeln und ob der Schnittsalat nachwächst oder nicht. Der Feldsalat hat sich in zwei Schachteln ganz unterschiedlich entwickelt. Obwohl Samen Erde und die Platzierung( immer wechselnd) gleich waren, wuchs einer nur halb so hoch wie der andere. So ist das halt mit dem gärtnern, es kommt immer anders als man denkt.

Salat in Tetrapack
Nach 6 Wochen ist der Salat fertig. Lecker war er.

Der Unterschied zwischen BBQ und Grillen

Wie richtig Grillen?

Diese Frage haben ich mir bisher nie gestellt. Eigentlich war ich der Meinung das ich alles richtig mache. Holzkohle auf den Grill, anzünden und dann über der Glut das Fleisch und die Würstchen grillen. Volle Kanne über der Glut, je mehr Hitze desto besser – dachte ich immer.

Aber jetzt bin ich durch Zufall auf die Internetseite von Sven Dörge gestossen und war jetzt dann doch nicht mehr so sicher alles richtig gemacht zu haben. Das wollte ich dann mal genauer wissen und hab nachgefragt.

Aber im Ernst – man lernt nie aus. Hier das Interview mit dem Profi-Grillmeister.

 

Hallo Herr Dörge bitte stellen Sie sich und Ihre Firma unseren Lesern kurz vor.

Meine „Barbecue Company Berlin“ ist das namhafteste und erfolgreichste Unternehmen für Barbecue-Catering und Barbecue-Events in Deutschland. Wir richten Sommerfeste, Hochzeiten, Firmenevents und ähnliche Anlässe aus, geben Grillseminare und arbeiten auf der Marketingebene mit zahlreichen Unternehmen zusammen, die man braucht, um ein zünftiges Grillfest zu feiern. 2009 habe ich ein sehr erfolgreiches Grillkochbuch geschrieben und wenn etwas Zeit bleibt, arbeite ich an neuen Projekten.

Welche Ausrüstung empfehlen Sie als Profi einem Anfänger/in?

Im Grunde braucht es für das hobbymäßige Grillvergnügen nicht all zu viel. In jedem Fall sollte ein möglichst großer Kugelgrill zur Verfügung stehen, ein Anzündkamin, eine solide Grillzange, ein Paar Thermohandschuhe und ein Bratenthermometer. Alles andere, ein Schneidebrett, ein scharfes Messer und einen Kühlschrank, hat man ja üblicherweise schon in der Küche.

Ist Grillen nur etwas für Männer oder hat sich das Grillfieber auch schon bei den Frauen verbreitet? Wie ist da Ihre Erfahrung?

In dieser Frage bin ich ziemlich ambivalent eingestellt. Einerseits liebe ich sehr wohl die tradierten Rollen und genieße es, meiner Frau in den Mantel zu helfen oder ihr die Autotür aufzuhalten, wie ich auch glücklich bin, nicht die Waschmaschine bedienen zu müssen. Gleichzeitig bin ich sehr wohl ein vehementer Vertreter der Gleichberechtigung, denn Gleichberechtigung hat vor allem mit Respekt dem oder der anderen gegenüber zu tun. Ich glaube auch, dass viele – Männer wie Frauen – sehr gerne in traditionellen Rollen leben, vorausgesetzt, man geht respektvoll miteinander um. Vor diesem Hintergrund können sicher die meisten mit dem Klischee leben, dass Männer am Grill stehen und die Frauen den Salat machen. Gleichwohl: meine Grillseminare werden zu etwa 1/3 von Frauen besucht und das finde ich sehr angenehm.

Können Sie den Unterschied zwischen Grillen und Barbecue kurz erklären? Das ist mir jetzt auch noch nicht ganz klar.

Ohne es akademisch werden zu lassen: der wesentliche Unterschied besteht in deutlich reduzierten Temperaturen. Während wir beim klassischen Grillieren, also unten die Kohle und direkt darüber die Wurst, Temperaturen von 500-800 Grad am Grillgut haben, arbeitet man beim Barbecue nur noch mit Temperaturen von 160-220 Grad. Erreichen kann man diese Temperaturminderung durch den Einsatz von weniger Kohle und durch die räumliche Trennung von Glut und Grillgut. Indirektes Grillen, so nennen wir das, ist weniger kompliziert als man das vielleicht annimmt: es genügt im Grunde schon, den Feuerrost nur auf einer Seite zu befüllen und das Grillgut in dem Bereich aufzulegen, unter dem sich keine Glut befindet. Natürlich dauert der Garprozeß etwas länger, aber man braucht keine Sorge zu haben: die Strahlungswärme reicht immer aus. Der angenehme Nebeneffekt dieser Methode besteht darin, dass man weniger Stress am Grill hat, dass es nicht mehr qualmt, dass Fleischgerichte wesentlich zarter werden und dass man kaum noch etwas wenden muss.

Und wozu ist dann der Deckel da?

Der Deckel oder die Haube am Grill erzeugt eine zusätzliche Stauwärme, also eine Oberhitze, ähnlich wie im Backofen. Damit kann man gefülltes Gemüse grillieren, ohne dass es gewendet werden muss und man kann Brot, Pizza oder sogar Kuchen im Grill backen. Gleichzeitig lässt sich durch den Deckel die Temperatur im Grill wesentlich besser steuern und insbesondere beim Grillieren im Winter ist der Deckel unabdingbar.

Herr Dörge, was kann man den so alles auf den Grill „werfen“? Ich hab da was gehört von Mangos und Ananas, dass klingt ja sehr exotisch.

Wer bislang nur Steak & Bratwurst auf dem Grill hatte, wird Ananas & Mango sicher als Exoten empfinden, für mich sind sie durchaus Grundbestandteile fantasievoller Menüs, denn Grundsatz lautet: alles was man auf dem Herd zubereiten kann, geht auch auf dem Grill. Mehr verrate ich in meinen Seminaren und in meinem Buch.

Grillen oder Barbeque kann ja auch zur Wissenschaft werden. Welche Punkte sollte Ihrer Meinung nach jeder Laie unbedingt beachten?

In der Tat: man kann aus allem eine Wissenschaft machen, aber das ist nicht mein Anliegen, denn Barbecue lebt ja vor allem durch Schlichtheit, hochwertig und anspruchsvoll, aber durchaus reduziert auf das Wesentliche. Die wichtigsten Kriterien für ein genussvolles Barbecue sind: indirektes Grillieren und Reduzierung der Hitze. So gelingen die Gerichte am besten und man gewinnt Zeit für das Wesentliche – für sich selbst, für seine Familie und für seine Gäste.

Gibt es beim Grillen eine feste Jahreszeit oder ist Grillen ganzjährig zu empfehlen?

Wenn man es einmal logisch betrachtet, ist der Grill wegen seiner Hitzeentwicklung  eigentlich eher für den Winter geeignet, aber natürlich ist er traditionell unser bevorzugtes Sommergerät, weil man ihn – vom Elektrogrill einmal abgesehen – stets im freien verwendet. Gleichwohl: ganzjähriges, insbesondere Wintergrillen ist ein stetig wachsender Trend und es gibt inzwischen viele, die den Jahreswechsel am Grill erleben oder die Weihnachtsgans auf dem Grill zubereiten.

 

Das Buch von Herrn Dörge gibts bei Amazon:

 

Sehr geehrter Herr Dörge,

vielen Dank für das informative Interview und die für mich persönlich wichtigen Details für die nächste Grillsaison. Ich werde mein Grillgerät auf alle Fälle erneuern und Barbeque mit einem Kugelgrill ausprobieren. Sobald ich meine Erfahrungen damit gemacht habe, werdet ihr hier davon lesen.

Grillen und BBQ sind ganzjährig möglich. Ich wünsche euch allen einen guten Appetitt und hoffe ich konnte euch für ein interessantes Hobby begeistern.

Tipps für Grillanfänger

Tipps für schnelles Grillen mit Holzkohle & Co

Der Sommer verleitet viele zum Grillen im Garten. So auch mich, wie jeden Sommer packe ich meinen Grill aus und feuere das Teil an. Das ist immer wieder ein Erlebnis und ich sehe,der Trend zum Holzkohlegrill hat nicht nachgelassen.

Wer ohne Rauch auskommen möchte, der kann auch mit Gas oder elektrisch grillen. Manche Racletteöfen bieten sogar eine Grillfläche an. Auch das reicht für 2 Personen völlig aus.

Mein Tipp für Grillanfänger

Wer noch nie gegrillt hat, stellt sich viele Fragen. Welcher Grill, wie groß und mit was grillen?

Ich möchte hier meine persönliche Vorgehensweise beschreiben, natürlich gibt es auch noch viele andere Varianten Fleisch zu grillen. Ich grille mit Kohle und Alufolie auf dem Rost.

Grilltipps für Anfänger
Rundgrill mit Holzkohle

Der Gartengrill

Hier kann man viel Geld investieren oder eben auch nicht. Entscheiden Sie selbst wie oft Sie grillen möchten. Soll es nur ab und zum im Sommer sein, so wie bei mir, dann reicht ein günstiger Holzkohlegrill völlig aus. Wer aber bereits erste Grillerfahrungen gemacht hat, entscheidet sich beim Kauf des zweiten Grill für ein hochwertigeres Modell.

Ein kleiner Rundgrill mit ca 50 cm Durchmesser reicht im optimalen Fall für 2-3 Personen aus.

Den Grill auf eine ebene Fläche stellen und mindesten 2 Meter von Pflanzen und Haus weg aufstellen. Ein Eimer mit Wasser dient der Vorsichtsmaßnahme und kann im Notfall zum kühlen von Brandverletzungen dienen.

Beachten Sie auch, dass Rauch in die Fenster steigt oder die Wäsche des Nachbarn einräuchern kann. Mehmen Sie Rücksicht und informieren Sie den Nachbarn am besten vorher. Oder laden ihn gleich zum Grillen ein, dann hat er bestimmt nichts dagegen.

Holzkohle oder Holzkohlebriketts?

Anfänger  merken oft beim Kauf der Grillkohle gar nicht, dass es sich hier um zwei verschiedene Kohlearten handelt. Holzkohle ist leichter und brennt wesentlich schneller an. Holzkohle benutze ich, wenn ich nur einmal ein paar Stücke Fleisch und Gemüse grillen möchte.

Holzkohlebriketts dagegen sind schwer zu entzünden, glühen jedoch länger und die Grilltemperatur ist höher als bei der reinen Holzkohle.

Für eine Runde Grillen mit einem kleinen bis mittelgroßen Holzkohlegrill benötigt man ca 2-3 kg Kohle.

Ich mischen die Kohlesorten mit einander und erhaltet so eine für mich geeignete Grilltemperatur.

Natürlcih kann man auch eine Holzfeuer machen und dann Buche oder Eicheholz verfeuern. Mir der anachließenden Glut wird dann gegrillt. Bitte nie grillen, während noch Flammen aus dem Feuer schlagen.

Das Anzünden

Ich bin persönlich gegen Brennspiritus und kann es auch nicht empfehlen. Verwenden Sie stattdessen kleine Grillanzünder aus Fasermaterial.

Vor dem Anzünden alle Fenster des Hauses nach Möglichkeit schließen. So zieht der Rauch nicht durchs ganze Haus.

Meine Methode des Grillanzündens geht so: Zuerst lege ich papier , Grillanzünder und darauf Kleinholz aus Fichte in die Mitte des Grill. Dann streue ich Holzkohle um diese kleine Feuerstelle und zünde das Papier und die Grillanzünder an. Nachdem das Feuer entafcht ist ist, lege ich Holzkohle nahe ans Feuer und streue dann noch eine Portion Holzkohlebriketts vorsichtig um die Mitte. Das Holzfeuer entzündet die Holzkohle und dann die Briketts. Zwischendurch wedele ich mit einem Papierteller Luft zu um das Feuer am brennen zu halten.

Das Grillen

Nach etwa 15-20 Minuten sollte der Grill heiß genug sein und ich lege dann Alufolie aud den Rost und giesse etwas Öl darauf. Dann lege ich mein Fleisch und ein paar Zucchini auf den Grill. Putenfleisch ist schnell gar, Rindfleisch braucht meist doppelt so lange. Wer Tomaten grillen möchte, kann diese halbieren.

Freunde von Kartoffel müssen diese zuerst kochen und legen dann die halbierten, ungeschälten Kartoffeln nochmals 5-10 auf den Grill. Soßen und Salat runden das Grillmenü noch zusätzlich ab.

Übrigens: Probieren Sie doch mal etwas anderes und grillen Zwetschgen, Bananen oder Äpfel. Es muss ja nicht immer Fleisch sein.

Ich wünsche guten Appetit

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Materialien zum Bau der eigenen Outdoorküche

Die meisten Gärtner entscheiden sich wahrscheinlich für den Werkstoff Holz, es passt einfach auch meistens sehr gut zum Garten. Wie bei jedem Material gibt es hier Vor- und Nachteile. Bei den Bodenbelag z.Bsp. sollte man bedenken, dass Spritzer und Flecken durchs Kochen auf dem Holz sehr gut zu sehen sind. außerdem kann sich bei Feuchtigkeitseinfluss ein schmieriger Belag bilden, der einen unsicheren Stand fördert.

Lärchenholz eignet sich gut zum Bau der Gartenküche

Der größte Vorteil besteht wahrscheinlich in der Selbstbearbeitung des Materials Holz. Bauholz eignet sich besonders gut für den Garten, und wem die Holzfarbe zu langweilig wird, der kann alles farbig gestalten. Das Holz für draußen ist, manchmal unbekannterweise, die Lärche. Sie ist elastisch, sehr zäh und besitzt eine hohe Witterungsbeständigkeit, allerdings ist das Holz auch auf Sorgfalt angewiesen, sehr gute Lagerung, zeitlich perfektes Schlagen und sehr gute Verarbeitung sind unabdingbar für die Haltbarkeit. Eiche dagegen ist nach landläufiger Meinung das beste Holz, was nicht immer stimmt, denn es fordert eine höchst sorgfältige Trocknung, dies wirkt sich auf den Preis aus. Außerdem muss man wissen, dass des bei Witterung grau wird.
Wenn es nicht unbedingt nötig ist, sollte man auf jeden Fall auf Tropenholz verzichten.
Ein weiteres Material ist Stein, das kann normaler Naturstein sein oder Steinguss, also Beton. Meist wird es nur zur Befestigung genutzt, was allerdings auch schade ist, denn Stein ist relativ pflegeleicht, es muss ja nicht unbedingt Marmor sein, und sehr beständig.
Gebrannte Steine, also Klinker, sind z.Bsp. für den Boden eine gute Lösung, sie sind frostfest, die Farbe ist schön und es wirkt „ländlich“, allerdings ist hier die Gefahr der Vermoosung gegeben. Mittlerweile sehr beliebt im Garten sind sogenannte Gabionen. Dies sind Metallkörbe mit Natursteinen gefüllt. Auch damit kann man Outdoorküchen gestalten. Weitere Steinmaterialien sind Kies, Betonpflaster, Split oder hochwertiger Naturstein. Für den „modernen Touch“ sorgt der Einsatz von Metall, hier vor allem Edelstahl, Eisen und Zink. Der größte Vorteil von Edelstahl ist seine absolute Witterungsbeständigkeit.

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Küche im Garten – die sonnige Outdoorküchen

Zugegeben, in unseren Breiten kann man im normalen Sommer nicht gerade jeden Tag draußenin einer Gartenküche zu kochen. Wenn man sogar die letzten Sommer betrachtet, wäre man gezwungen zu sagen, dass man in manchen Teilen des Landes die Tage mit perfekten Wetter an einer Hand abzählen kann. Trotzdem, eine Koch- oder Grillstelle im Garten, das hat schon was.
Der geeignete Platz ist wahrscheinlich das erste Kriterienum, wenn auch nicht das Einzige. Und wann hat einen Fan schon mal etwas von der Verwirklichung seiner Ideen abgehalten. Außerdem, für einen Grillplatz reicht es meistens allemal, wenn auch nicht für eine ganze Outdoorküche.

Beim Planen sollte man den Sonnenlauf nicht ganz außer acht lassen. Wer sitzt schon gerne abends im kühlen Schatten. Es sollte aber auch nicht so sein, dass der Platz nur abends in der Sonne liegt, so dass er sich erst dann aufwärmen kann. Ein Ort mitten im Windzug ist auch nicht ideal, weder für das Kochen oder Grillen selbst, noch für den, der dort sitzt. Um verständlichen Ärger beim Nachbarn zu vermeiden, sollte man auch darauf achten, dass dieser seine Fenster auch öffnen kann, ohne bei Ihnen „mitzuessen“. Ein Sichtschutz ist auch immer eine gute Sache, möglichst beweglich als Pflanzenkasten oder Bäumchen, oder einfach Paravents.

Bei der Gartenküche an den Abzug denken

Ist die Stelle überdacht, hilft das zwar bei warmen Regenwetter, aber nicht unbedingt für den Abzug von Kochgerüchen, Dampf und Rauch. Und wie in der Küche beim Herd, sollte man wissen, dass sich natürlich auch im Freien Fettpartikel absetzten können.

Der Weg zur Gartenküche ist ein weiteres Kriterium, es macht keinen Sinn, die Kochstelle im hintersten Garteneck zu installieren. Dies hängt aber auch von der Gartengröße ab. Nahe am Haus ist auch gut, wenn es noch nicht so richtig sommerlich ist, man aber schon nach draußen zum Essen will. Deshalb sollte man überlegen, ob es nicht besser ist, soviel wie möglich mit beweglichen Elementen zu arbeiten. Auch Wasser und Stromanschluss, falls nötig, ist sicher lösbar, da viele Gärten ja schon über Beleuchtungsanlagen und Bewässerung verfügen, bei kleinen Gärten relativiert sich das Problem. Wird der Garten erst angelegt und ist auch das Haus neu, lohnt es sich vielleicht, die normale Wohnküche mit der Terrassen-Gartenküche zu verbinden.  Eine Überlegung wert ist vielleicht auch die optische und räumliche Trennung von der Kochstelle und vom Essplatz. Kann man sich grundsätzlich nicht für einen Platz entscheiden, hilft wie immer, ruhige und überdachte Planung und ein mehrmaliges Durchlaufen des Gartens.