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Topfpflanzen pflegen und schützen

Topf- und Kübelpflanzen pflegen und schneiden


Hat man sich endlich den Traum vom Gartenparadies aus kleinen Raum erfüllt, stellt man sich recht bald die leidige Frage, wie schütze ich mich und meine Lieben vor dem Einwachsen der Küche, oder beim Gegenteil, wie hätschle ich meine kargen Pflänzchen so, daß sie nicht immer aussehen als würden sie aus dem größten Trockengebiet der Erde stammen.
Ein wichtiger Schritt in beide Richtungen ist das Stützen und Schneiden bzw. Rückschneiden der Topfpflanzen. Viele haben eine ungewisse Angst davor, die lange gehegten Lieblinge zu schneiden. Dabei ist der Rückschnitt eigentlich kein Problem, man sollte nur die richtige Zeit wissen und vielleicht noch die Besonderheiten einzelner Kübelpflanzen berücksichtigen. Man schneidet die meisten Pflanzen nämlich, um sie zum Wachsen, Blühen oder Frucht tragen zu bringen. Dazu muss man erst einmal wissen, wann und wo die verschiedenen Pflanzen blühen oder wachsen. Viele Rosen z.Bsp blühen an den Trieben, die sie erst im Frühjahr desselben Jahres ausgetrieben haben. Andere Pflanzen blühen und bringen Frucht an den Trieben des letzten Jahres. Das sollten Sie auf jeden Fall vor einem Schnitt in Erfahrung bringen. Bei jungen Pflanzen ist grundsätzlich zu beachten, dass man sie nach dem Einsetzen bis auf ein paar gesunde Triebe zurückschneiden kann, wenn man sich traut. Dabei sollte jeder Trieb noch zwei unbeschädigte Augen zeigen. Daraus können dann im folgenden Jahr Triebe kommen.  Solche Schnitte führt man im Normalfall bei Rosen oder z.Bsp. auch bei Johannisbeersträuchern aus. Außerdem muss man grundsätzlich verletzte Wurzeln vor dem Pflanzen entfernen.
Kräuter, die eher wie ein Strauch wachsen(Thymian, Majoran) sollte man im frühen Frühjahr schneiden. Abgeblühte Kräuter muss man grundsätzlich entfernen. Für Balkon oder Terassenpflanzen reichen als Werkzeug eigentlich eine gängige kleine Gartensäge und eine sogenannte Amboss-Schere und eventuell, eher selten, eine Heckenschere. Die Scheren sollten recht scharf sein, um eine saubere Schnittfläche zu garantieren.
Da es sich um Kübelpflanzen handelt sollte man auch immer daran denken, dass sie relativ instabil bei Wind und Wetter sind. Deshalb die Töpfe unbedingt gegen Umfallen sichern. Kletterpflanzen sollten auch in Pflanzgefäßen sicher befestigt werden. Für viele Topfpflanzen empfehlen sich Rankgitter oder Spaliere.


Küchenkräuter auf kleinstem Raum

Küchenkräuter auf  Balkon und Terasse


-Aufzucht in einzelnen Terracottatöpfen oder in mehreren Kästen als Gesamtensemble –

Kräuter in kleinen handelsüblichen Terracottatöpfchen hat sich schon fast jeder einmal auf die Fensterbank dekoriert. Die Aufzucht von Küchenkräuter in Einzeltöpfen hat auch so manche Vorteile. Einer davon ist sicher der, dass man beim Kochen gleich Zugriff hat. Außerdem neigen viele Kräuter zum Wuchern und durch den Topf wird ihnen Einhalt geboten. Und nicht zuletzt ein wichtiger Vorteil, manche Würzkräuter sind recht frostempfindlich und so kann man mehrjährige Kräuter im Winter leicht einstellen oder mit Folie abdecken.
Dagegen ist natürlich ein Kräutergesamtbild sehr viel schöner, dekorativer und fantasievoller. Doch es bedeutet auch mehr Arbeit.
Wenn Sie das nicht abschreckt, dann sollten Sie sich vielleicht zuerst Gedanken darüber machen, nach welchen Themen oder Motiven die Kräuter arrangiert werden sollen. Ordnen Sie z.Bsp. alle Basilikumarten miteinander an oder stellen Sie sie nach der Speisenfolge zusammen, für alle italienischen Gerichte, für alle türkischen, alle bayerischen……., eine nette Anordnung wäre auch nach Blütenfarbe(sollten Sie sie blühen lassen), dann gäbs natürlich noch alle Lieblingskräuter. Und damit es im Kräutergarten nicht langweilig aussieht, kann man noch die unterschiedlichen Blattformen miteinander kombinieren. Sie sehen, die Möglichkeiten sind nahezu unerschöpflich
Für die Durchmischung mit anderen Pflanzen sollten Sie ein paar Grundregeln beachten. Alle höheren Pflanzen stehen hinten, kleine und niedrige vorne. Rosen sind zum Beispiel eine sehr gute Kombination mit Küchenkräutern. Also eine Kletterrose an die Wand(eventuell mit Rankhilfe) und eine niedrige Sorte nach vorne. Sie können die Rosenblätter später auch gleich zur Dekoration
nutzen als Potpourri zum Beispiel. Als schöner Blickfang an der Wand eignen sich auch der “Echte Jasmin” oder Hopfen. Hier ist Vorsicht geboten, fühlt sich die Pflanze wohl, breitet sie sich nach anfänglichen zögern(ca. 1Jahr) nahezu explosionsartig aus. Allerdings ist die Blüte dann auch wieder ein hervorragendes Dekorationsstück.
Überlegen Sie vorher, wieviel Pflanzgefäße Sie nutzen können und wollen. Stellen Sie sie ruhig schon leer auf und arrangieren Sie herum. Sind Sie zufrieden, kann der Küchengarten angepflanzt werden..
Ein Vorschlag wäre, einen geräumigen Pflanzkübel mit verschiedenen Minzearten zu bepfanzen, einen anderen mit den gängigen Basilikumsorten, allerdings muß auf den Kulturanspruch der einzelnen Pflanze geachtet werden. Um Kontraste zu setzten variert man die Blattformen und –farben(Lavendel-grau) oder mischt farbenfroh blühende Pflanzen wie Kapuzinerkresse unter.
Text AH/FiW